Tapio Liller
über PR, Marketing, das Internet und wie das alles zusammenpasst. Tapio ist Inhaber der Unternehmensberatung für PR und Online-Kommunikation Oseon.
Zu Oseon »über PR, Marketing, das Internet und wie das alles zusammenpasst. Tapio ist Inhaber der Unternehmensberatung für PR und Online-Kommunikation Oseon.
Zu Oseon »Gelegentlich schwirren etwas ungehaltene Tweets von Journalisten oder professionellen Bloggern durch meine Twitter-Timeline, die sich über PR-Leute beschweren. Grund der Klagen: Pressemitteilungen werden in einem unerwünschten Format gesendet, das der Empfänger nicht einfach und schnell weiterverarbeiten kann. Aber welches Versandformat wird denn wirklich gewünscht? Wie sollte ein Pressemitteilungsversand beschaffen sein, damit der Journalist oder Pro-Blogger damit arbeiten kann. Das haben wir einfach mal per Twitter-Umfrage versucht herauszufinden und siehe da, es gibt einen großen Konsens: Pressemitteilungen gehören im Volltext in die E-Mail. Weiterlesen »
Vor knapp zwei Wochen fragte ich meine Leser und Twitter-Follower aus der PR-Branche nach ihren Erfahrungen, wie sich die Wirtschaftskrise aus ihrer Sicht auf die PR-Branche auswirkt. Hier sind jetzt die Ergebnisse.
| Die Tendenz, die hier erkennbar wird (und nur das kann diese Umfrage leisten) ist deutlich: Die PR-Branche leidet unter der Wirtschaftskrise. Es werden Budgets gekürzt oder ganz gestrichen, und gern auch mal zuvor an Agenturen ausgelagerte Arbeit jetzt im Unternehmen gemacht. Immerhin 17% der Antworten sehen keine Veränderung oder vermerken sogar einen Anstieg der PR-Budgets. | Die Unternehmen, die weiter in PR investieren, schauen genauer auf ihr Geld. Sie fragen nach detaillierterem Reporting und verlangen von ihren Dienstleistern öfter einen Nachweis, dass für ihre PR-Euros auch Messbares geschaffen wird. Ermutigend ist die Offenheit der Kunden gegenüber neuen Taktiken wie Social Media im PR-Einsatz (25%). |
Diese Umfrage erhebt selbstverständlich keinen Anspruch auf Repräsentativität. Dennoch habe ich von vielen PR-Kollegen über Twitter Rückmeldung bekommen, dass sie mitgemacht haben. Daher gehe ich davon aus, dass die überwiegende Zahl der Antworten tatsächlich von PRlern stammt.
Dem Realitätsausschnitt “Twitter” darf man ja nicht glauben, wenn’s um harte Daten und Fakten geht. Schon gar nicht, wenn man PR-Leute fragt, wie sich denn die Krise auf ihr Geschäft auswirkt. Da twittert man lieber die positiven Meldungen über gute Gespräche mit potenziellen Neukunden oder den erfolgreichen Vertragsabschluss mit einem Newbiz-Gewinn. Klar, man macht ja auch PR für sich selbst und die eigene Firma oder den Arbeitgeber.
Aber vielleicht lässt sich ja doch etwas Ehrlicheres aus der Kollegenschar erfragen, wenn das ganze anonym abläuft. Deshalb hier meine kleine und gänzlich unrepräsentative Umfrage zum Thema PR-Branche und Krise. Über rege Teilnahme und fleißige Re-Tweets freue ich mich natürlich sehr.
UPDATE: Die Umfrage ist inzwischen geschlossen, die Ergebnisse sind hier nachzulesen.
Flo vom Grenzpfosten sucht noch Mitmacher für seine Umfrage zur Ansprache von Bloggern durch PR-Leute. Da es zu diesem Thema gar nicht genug Input und Erkenntnisse geben kann, empfehle ich herzlichst das Mitmachen!
PS: Uups. Im Moment (5.6., 20.30 Uhr) ist die Umfrage nicht zu erreichen. Die Umfrage funktioniert wieder!