Tapio Liller
über PR, Marketing, das Internet und wie das alles zusammenpasst. Tapio ist Inhaber der Unternehmensberatung für PR und Online-Kommunikation Oseon.
Zu Oseon »über PR, Marketing, das Internet und wie das alles zusammenpasst. Tapio ist Inhaber der Unternehmensberatung für PR und Online-Kommunikation Oseon.
Zu Oseon »Zahlen, Untersuchungen, Statistiken zu Social Media ändern sich so schnell, dass einem ja fast schwindelig werden kann. Weniger schnell sind die großen Trendlinien, die letztlich wirklich wichtig sind, wenn es um strategische Entscheidungen in Unternehmen und in der Kommunikation geht.
Diese Trendlinien zeigt dieses Video sehr beeindruckend auf. Kernaussage: Social Media sind kein Hype. (Falls das noch jemand bezweifelt hat.)

Die Konjunkturaussichten sind eher trübe und nicht nur die Web-Szene entdeckt wieder das “bootstrapping”, also die Beschränkung der Kosten auf das absolut Nötigste. Bevor jedoch auch Kommunikationsbudgets radikal gekürzt werden, sollten sich Marketing-Entscheider darüber klar werden, wie sie ihre Unternehmen gestärkt aus der Krise führen können. Denn strategische Investitionen in Web 2.0-Kompetenz können nicht auf den nächsten Aufschwung warten. Sonst hat die Konkurrenz ihren Startvorteil schon gesichert.
Was es bei der Planung für 2009 und darüber hinaus zu bedenken gilt, erklärt dieser Beitrag.
Inzwischen ist das Thema auch in der Wirtschaftspresse angekommen. Die Menschen nutzen das Internet in einer Weise, die grundsätzliche Auswirkungen auf ihren Medienkonsum und ihr Kaufverhalten hat. Die folgenden Punkte müssen deshalb Unternehmen aller Branchen berücksichtigen, die sich zur Zeit über die Effizienz ihrer Kommunikationsbudgets Gedanken machen:
Die Menschen unterhalten sich im Netz auf gleicher Augenhöhe über die Dinge, die sie bewegen. Sie geben bereitwillig Rat und haben umgekehrt keine Hemmungen, Fragen zu stellen und sich Tipps zu holen. Dafür sind User-Foren, Bewertungsseiten und Social Networks schließlich gemacht – für die schnelle Verknüpfung unterschiedlichster Quellen, Menschen und Meinungen. Das Urteil, ob ein Produkt oder eine Dienstleistung ihr Geld wert sind, fällt dadurch wesentlich schneller als im althergebrachten Mediensystem. Ob das Urteil nach streng wissenschaftlichen Maßstäben objektiv ist oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Das Vertrauen in die Quelle zählt, und das entsteht aus dem Gespräch, aus der Interaktion.
Wenn Unternehmen nun angesichts der Krisenzeichen an den Kommunikationsausgaben sparen wollen, können sie das dort gefahrlos tun, wo das Geld ohnehin nicht mehr gut angelegt war. TV- und Print-Werbung, auch Radiospots setzen an den Medienbrüchen an (oder schaffen selbst Brüche in Form von Unterbrechungen) und heischen nach Aufmerksamkeit, die sie nicht mehr bekommen. Und vor allem spricht Werbung nicht mit den Menschen, sondern nur zu ihnen.
Es wäre jedoch fahrlässig, Kommunikationsbudgets so radikal zusammenzustreichen, dass auch für das Internet nichts mehr übrig bleibt. Denn wenn man die Konsequenzen der oben skizzierten Thesen bedenkt, bleibt Unternehmen nichts anderes übrig, als sehr zügig Teil des Social Web zu werden. Als Gesprächsteilnehmer auf Augenhöhe in den Online-Diskussionen haben sie gleich mehrere Chancen, die heute oft noch ungenutzt bleiben:
All dies erfordert ein grundlegendes Umdenken über die Rolle von Marketing und Kommunikation in Zeiten des radikalen Medienwandels. Der gedankliche Schritt vom Verkünder zum Gesprächspartner ist zugegeben groß und geht unweigerlich mit einem Kontrollverlust einher. Das muss man sich erstmal trauen.
Doch es gibt dazu keine Alternative. Das Internet ist und bleibt das Leitmedium und wie die Menschen damit umgehen, ändert gerade grundlegend ihre Art Informationen zu sammeln und Entscheidungen über Kauf- oder Nichtkauf zu fällen. Das Gespräch ist der Kern jeder Beziehung und die Grundlage für Vertrauen. Unternehmen jeder Couleur tun gerade in Krisenzeiten gut daran, Gesprächsbereitschaft zu signalisieren und ihre Gesprächsfähigkeit sicherzustellen. Die dafür nötigen Investitionen in Technologien, aber vor allem Menschen und ihre Fähigkeiten sollten selbst in schweren Zeiten aufzubringen sein. Das Zeitfenster, Ihre Kommunikations “webfähig” zu machen ist kurz. Verpassen Sie es nicht!
Andreas Göldi of German tech blog netzwertig.com has taken a look at the technology trends that have made the headlines in the past half year or so, and contrasted them with some things that have either gone unnoticed or may be the bigger deal on the long run. Anyone who reads German should check out his post. If you prefer English, here’s the run-down of Andreas’ assessments in brief.
If you have a overhyped/underhyped topic that should be on the list, go ahead and comment!
Microblogging
Overhyped: Twitter – Apart from being down all the time, it’s too geeky for the mainstream and has too much noise.
Underhyped: Status messages – Facebook, Skype, XING, people tend to like to tell other what they are doing. So the Twitter idea is great but lacks context and historical orientation. Friendfeed-like aggregators might help.
Application platforms
Overhyped: Facebooks app platform and open social – Bottom line, facebook apps are mostly useless and extremely hard to monetise. SocNets are important because of the traffic they accumulate, but the apps on them haven’t really taken off.
Underhyped: Amazon EC2 and Google App Engine – Both app platforms are a basis for building highly scalable web apps. This will help startups scale without the hassle of maintaining own infrastructure. Of course, they are not as sexy as Facebook apps, but the impact will be dramatic.
Mobile phones
Overhyped: Multimedia production on the mobile – 10Mpix cams in your phone are nice, but still not as good as dedicated digital cameras. Also shaky mobile video à la Qik and Kyte are great, but who else than hardcore Scobleizer fans will look at them longer than a minute?
Underhyped: GPS in mobiles – It’s finally here, and we will see loads of location-based services built on GPS in the coming years.
Online Advertising
Overhyped: Ads on SocNets – Loads of buzz, no money, and no idea how that could change for the better.
Underhyped: Behavioural Targeting – As soon as privacy and data protection issues are clarified, this will skyrocket – and might even bring revenue to SocNets!
Search
Overhyped: Semantic search – The promise is huge (nothing less than the next Google!), the delivery is poor so far.
Underhyped: Human intelligence – There is no better tool for finetuning search algorithms than the human brain. Even Google uses people (imagine that!) and Amazon’s Mechanical Turk even is a business model.
Online video
Overhyped: User-generated video – What gets most hits on YouTube? Professional content does. That’s the beginning of the end of user generated cats’n'dogs content.
Underhyped: Professional content on the web – Hulu has proven critics wrong by becoming a success, with high quality content. (ed. note: I doubt this is the right answer to the decline of TV)
Information consumption
Overhyped: RSS – Even early adopters suffer from RSS overload today and it has not taken off as a mainstream technology yet. Joe Average is overwhelmed by the information influx anyway and doesn’t want even more through feeds.
Underhyped: Information filtering – Automated filters that determine what’s hot and relevant are still rare, and there is little going on beyond TechMeme and Rivva.