Tag: Tipps


9Dez

Shitstorm-Überlebenstipps – Ergänzungen willkommen!

Kategorie PR & Marketing | TAGS , ,

Rund um die Wikileaks-Story  jagt ein “Shitstorm” den nächsten. Paypal, MasterCard, Visa, das State Department – jeder kriegt sein Fett weg. Gut für unser Buch “PR im Social Web” (Facebook-Page), weil wir aktuelle Beispiele einbinden können. Ich verfasse gerade ein paar Tipps, was PR-Leute präventiv und im Auge des Sturms tun können. Ergänzungen sind sehr willkommen!

  1. Integeres Verhalten des Unternehmens fördern um gar nicht erst Anlass für Empörung zu bieten
  2. Intern für die Mechanismen des Social Web sensibilisieren, damit Entscheider die Konsequenzen kennen
  3. Im Fall des Falles frühzeitig Stellung beziehen und dabei auf geschliffene “Corporate-Sprache” verzichten
  4. Im Extremfall (siehe zum Beispiel jüngst PayPal Deutschland im Fall Wikileaks) lieber Kommentare und Facebook-Pinnwand abschalten, bis der Sturm vorüber ist. Alles andere beschädigt weiter die Marke und erschwert den Neustart und den Wiederaufbau von Vertrauen.

Update: Dieser Post ist auch Thema beim neusten SocialMediaPReview Podcast mit Timo Lommatzsch, Sebastian Keil und Christian Bölling. Hier entlang, bitte!

## Mit meiner Züricher Kollegin Marie-Christine Schindler (@mcschindler) schreibe ich am Fachbuch “PR im Social Web – Das Handbuch für Kommunikationsprofis”. Es erscheint Anfang 2011 im O’Reilly Verlag. Bei Facebook geben wir Einblicke in die Entstehung und freuen uns über Feedback.

16Nov

“Ja, aber…” – 11 populäre Einwände gegen Social Media (und wie man sie entkräften kann)

Kategorie PR & Marketing | TAGS , , , , ,

Die Sätze hat wohl jeder Kommunikations- und PR-Berater schon gehört. Man hat sich Mühe gegeben und dem Klienten ausführlich und anschaulich erklärt, warum man sich im Rahmen der Kommunikationsstrategie mit Social Media beschäftigen sollte. Man hat von Cluetrain gesprochen und über den Wandel in der Mediennutzung, man hat Beispiele gezeigt und herkömmliche Kommunikationsstrategien hinterfragt. Der Klient hat fleißig genickt und erstaunt geschaut und zwischendurch die Stirn in Falten geworfen. Dann kommt der Satz. Er beginnt fast ohne Ausnahme mit “Ja, aber…”.

(CC by greenchartreuse @ flickr)

Totschlagargumente fangen gern mit “Ja, aber…” an. Diese Sätze sind aber auch ein Zeichen dafür, dass die vorgangegangenen Erklärungen vielleicht doch nicht so ganz ihr Ziel erreicht haben. Es herrscht weiter Unsicherheit und Skepsis (dazu auch das Gespräch zwischen Björn Negelmann und mir). Ich versuche hier mal, kurz, knackig (und notgedrungen unvollständig) den häufigsten “Ja, abers” ein paar Argumente entgegen zu halten. Ergänzungen gern in die Kommentare! Weiterlesen »

21Apr

Ans Herz gelegt (Ein ? für Blogs)

Kategorie Menschen, Zeugs | TAGS , , ,

Heute morgen hieß es in den Nachrichten, die Konjunkturerwartungen der deutschen Wirtschaft zeigten nach oben. Ob das stimmt, wird sich anderswo zeigen, aber die deutsche Blogosphäre erfährt heute definitiv eine Sonderkonjunktur. Initiiert vom StyleSpion Kai, graben heute Blogger landauf landab in ihren Feeds und fördern die lesenswertesten Kleinode zu Tage. So auch ich.

Hier sind meine Lieblinge, die ich euch unabhängig von Frühlingsgefühlen oder anderen jahreszeitbedingten Erregungen gern zur Lektüre ans Herz lege. Sieben an der Zahl, so lautet meine Wahl:

1) PRlen.de – Ein noch recht junges, aber umso lesenwerteres Blog, in dem sich PR-Berater Jan Manz und Journalist Björn Sievers in alter “Hauser & Kienzle”-Manier über die Tücken des zwischen Hassliebe und pragmatischer Koexistenz mäandernden Verhältnisses von PR-Schaffenden und schreibender Zunft austauschen. Die Sätze dort sind kürzer, versprochen.

2) digitalpublic.de – Kommunikationsberater Jörg Wittkewitz begutachtet mit spitzer Feder und scharfem Verstand die Irrungen und Wirrungen der Digitalen Welt und was da noch alles dranhängt. Dabei bewahrt er die skeptische Distanz eines Philosophen. Das ist nicht immer leicht zu lesen – bzw. gedanklich nachzuvollziehen – aber gerade deshalb umso lohnenswerter, sich dafür Zeit zu nehmen.

3) ShiftHappens.de – Wer schon mal an seinen Chefs verzweifelt ist oder als Chef an seinen Mitarbeitern, oder wer sich einfach nur ein wenig Mut anlesen will für den Schritt in die Selbstständigkeit, ist bei Maren Hessler und Marcus Splitt bestens aufgehoben. Die beiden Organisationsentwickler vermitteln mit viel Elan, dass Business auch anders geht. Und diese Erkenntnis kann gar nicht weit genug vordringen.

4) Markus Albers – Thematisch dicht an den Themen von ShiftHappens ist Journalist Markus Albers, der in seinem Buch “Morgen komm ich später rein” neue Formen der Organisation von Arbeitsleben auslotet und in seinem Blog interessante Menschen rund um das Thema zu Wort kommen lässt und Fundstücke präsentiert.

5) Mellcolms gesammeltes Stammeln – Zu all den Sachthemen gibt’s natürlich auch Ausgleich, zum Beispiel bei Wortakrobatin Mellcolm, die in knackigen, kurzen Geschichten Dingen eine Seele einhaucht, von denen man vorher nicht wusste, dass sie eine haben (zum Beispiel Tassen!). Ein Blog mit Schmunzelgarantie!

6) Sechzig Grad – Sie ist die Einzige, die mich bloggend und twitternd “Herzbube” nennen darf und es ist klar, dass ich Karens Blogroman/Romanblog “Sechzig Grad” mit den heißen Erlebnissen der Deutsch-New-Yorkerin Josephine jedem Leser nahelege. Übrigens: Ich sehe die neuesten Kapitel auch erst, wenn alle anderen sie auch lesen können. Das sorgt gelegentlich für rote Ohren, I can tell you!

7) Pflasterstrand – Als Frankfurter kommt man am lokalen Veranstaltungsmagazin “Journal Frankfurt” ja nicht vorbei. Das Blog dazu hat seinen Namen vom früheren Sponti-Blatt gleichen Namens, das in der wilden Zeit der Studentenproteste von so illustren Herrschaften wie Joschka Fischer und Dany Cohn-Bendit betextet wurde. Heute beleuchten die Autoren des Journals im Blog all die bunten Themen, die im Heft keinen Platz mehr hatten oder vielleicht zu abseitig erscheinen. Und davon gibt’s reichlich. Must-read für Frankfurter und Frankfurter im Herzen.

29Sep

Sicher in Social Networks

Kategorie Märkte | TAGS , , , , , , , , , ,

Wie die Blogpiloten (via heise) berichten, hat sich das Fraunhofer Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) der Sicherheit in Social Networks angenommen. Beunruhigend sind die Erkenntnisse über Facebook, XING, StudiVZ, Lokalisten und Co. durchaus. Denn neben Verhaltenstipps und sorgfältiger Auswahl der Informationen, die man so online stellt, gibt es wohl auch technische Sicherheitsdefiziten. So werden zum Teil Passwörter beim Login im Klartext übertragen. Damit sind schon Zugriffe über das WLAN des Kaffee-Dealers um die Ecke hochriskant.

Das PDF-Dokument der Studie gibt in Kapitel 8 aber auch praktische Tipps, wie man sich im Netz sicherer bewegen kann. Allein diese Seiten lohnen den Download (hier).