Tapio Liller
über PR, Marketing, das Internet und wie das alles zusammenpasst. Tapio ist Inhaber der Unternehmensberatung für PR und Online-Kommunikation Oseon.
Zu Oseon »über PR, Marketing, das Internet und wie das alles zusammenpasst. Tapio ist Inhaber der Unternehmensberatung für PR und Online-Kommunikation Oseon.
Zu Oseon »Twilert ist für Twitter, was die Google Alerts für Google News und Groups sind.
Die automatisierten E-Mail-Updates von Google News sind aus dem Arbeitsalltag von PR-Leuten ja schon nicht mehr wegzudenken. Man gibt ein Suchwort ein und abonniert neue Webseiten oder Nachrichten, die das Stichwort enthalten per E-Mail. Gerade bei Themen, die aufkommen können, aber nicht müssen, ist das sehr praktisch und spart viel manuelle Sucharbeit.

Mit Twilert kann man jetzt auch Twitter nach vorgegebenen Stichworten durchsuchen lassen und erhält zur gewünschten Tageszeit eine E-Mail mit den passenden Tweets. Das ist besonders hilfreich für Leute, die im laufenden Tagesgeschäft vielleicht keine Zeit haben ständig auf RSS-Feeds mit einer Twitter-Suche zu schauen, oder die unterwegs einen Blackberry nutzen, aber nicht per Browser Feeds lesen möchten.
Twilert erlaubt neben der einfachen Schlagwortsuche auch verknüpfte Wörter, gezielte Suche nach Hashtags (die kleinen Themenmarker bei Twitter mit dem # davor) und sogar die Eingrenzung der Sprache des betreffenden Tweets.
Besonders interessant: Man kann auch gezielt nach Personen suchen (zum Beispiel eine Zusammenfassung aller “Preußen Münster” Tweets von @tknuewer abonnieren, wenn man das möchte) und den Suchumkreis geographisch eingrenzen.
Wie gut diese Funktionen in der Praxis tatsächlich sind, kann ich noch nicht beurteilen. Das Konzept hingegen klingt vielversprechend und kann zumindest für das Monitoring nicht brandheißer Themen und Konversationen in Twitterland sehr nützlich sein. Für das Issues Monitoring im Sinne der Beobachtung potenziell krisenrelevanter Entwicklungen hingegen eignet sich Twilert leider nicht, denn es ist gibt keine Funktion “sende sofort eine E-Mail”. Aber da der Dienst wie so viele erst am Anfang steht, mag das ja auch noch kommen.
(via Drew)
Die Australier leider ja bekanntlich besonders unter der dünnen Ozonschicht. Und obwohl es die früherere Regierung beim Thema Klimawandel eher mit dem US-Präsidenten hielt, ist das Bewusstsein für die Folgen von zuviel CO2 und anderem Gas in der Atmosphäre dort sehr ausgeprägt. Andererseits weiß ich von keinem Web-Geschäftsmodell, das es aus Australien weit gebracht hätte.
Ecocho.com/de könnte das ändern. Die starten heute mit dem Slogan “Sie suchen. Wir pflanzen Bäume.” auch in Deutschland. Die Idee dabei ist so simpel, dass ich mich mal wieder wundere, warum ich nicht drauf gekommen bin. Die Seite ist im Grunde eine Google bzw. Yahoo Custom Search Seite, die Suchtechnik und die Ergebnisse kommen also von den Großen. Nun verspricht die Firma, für alle 1.000 Suchanfragen einen oder zwei Bäume zu pflanzen und damit perspektivisch CO2 aus der Luft zu fischen.
Die Bäume pflanzt Ecocho natürlich nicht selbst, sondern kauft Emissionszertifikate, für deren Erlös wiederum die australische Regierung Bäume pflanzen lässt. Das Geld dafür kommt aus der Werbung auf der Seite. Ganz uneigennützig ist das nicht, denn 30% der Werbegelder bleiben bei Ecocho, 70% werden in Bäume investiert.
Bei Hunderten von Millionen Suchanfragen täglich ist das Potenzial für Ecocho riesig und wenn das alles so klappt mit dem Bäume “adoptieren”, dann sollte das dem Klima auch ein wenig helfen. Und da Kleinvieh auch Mist macht, fange ich mit der kleinen Suchbox hier links gleichmal an. Selbst wenn der verehrte Leser darüber gleich wieder entschwindet von meiner Seite ist es mir recht. Er rettet ja die Welt – ein klein bisschen.
[Disclosure: Ecocho.com ist mein Kunde bei Hotwire, das Unternehmen gehört zur gleichen Holding wie Hotwire.]