Tapio Liller
über PR, Marketing, das Internet und wie das alles zusammenpasst. Tapio ist Inhaber der Unternehmensberatung für PR und Online-Kommunikation Oseon.
Zu Oseon »über PR, Marketing, das Internet und wie das alles zusammenpasst. Tapio ist Inhaber der Unternehmensberatung für PR und Online-Kommunikation Oseon.
Zu Oseon »Der sehr geschätzte Wolfgang hat seine Glaskugelthesen für 2012 bei der w&v veröffentlicht und damit den ebenso geschätzten Mirko zu einer kleinen (weitgehend inhaltlichen) Polemik bei Google+ gereizt. Da die Dinge in meiner Wahrnehmung weder schwarz noch weiß sind, habe ich hier mal meine 6 Cent zu den 6 Lünenbürger’schen Thesen und den Lange’schen Antithesen erneut gepostet. Für die Nachwelt und so. Oder einfach zum Nachlesen im Dezember 2012.
Los geht’s (vorher besser die beiden Posts lesen, auf die ich Bezug nehme): Weiterlesen »
PR ist ein in aller Regel vom Rest der Welt missverstandenes Gewerbe. Daran haben PRler ohne Zweifel ihren Anteil, weil sie es versäumt haben, die Mechanismen ihres Geschäfts transparent zu machen und dem Rest der Welt zu erklären.
Ein weiterer Grund für das Missverständnis, was PR ist und will und soll, liegt darin begründet, dass kaum jemand weiß, wie PR tatsächlich, also in der Praxis funktioniert. Doch das eigentliche Drama, das letztlich dazu führte, dass Sascha Lobo heute der PR-Branche in Gänze einen Realitätsverlust bescheinigt, liegt darin, dass selbst viele PR-Leute nicht (mehr) wissen, was sie da eigentlich tun.
PR ist eben nicht (nur)
PR ist natürlich all das, beziehungsweise kann von jedem dieser Dinge etwas enthalten, wenn es angebracht ist. Die eigentliche Leistung der PR-Beratung liegt hingegen darin, zu entscheiden, wann eines oder mehrere dieser Instrumente angebracht sind und wann nicht. Der Professionalität des PR-Handwerks wiederum ist es überlassen, diese und andere Instrumente fachgerecht und in höchster Qualität einzusetzen. Leider gibt es natürlich genug PRler, die weder das Erstere tun, noch das Letztere beherrschen. Weiterlesen »
Im Internet sind nur Halsabschneider, Betrüger und andere Verbrecher unterwegs, die mit nicht nachlassendem Eifer durch die Corporate Blogs und Facebook-Fanseiten rechtschaffener Unternehmen marodieren, nur um dort anderer Leute Daten abzugreifen oder wahlweise übelste Beleidigungen gegen Firma, Marke und Mitarbeiter loszuwerden. Diese nur ganz leicht übertriebene Vorstellung vom Internet, vom doch eigentlich “sozialen” Netz, begegnet mir regelmäßig in Gesprächen mit Seminarteilnehmern aus Unternehmen, die gerade erst gehört haben, dass dieses Social Media Ding ja wichtig sein muss und man sich deshalb damit auseinandersetzen muss.
Ich mache den Leuten keinen Vorwurf, dass sie das Social Web erst jetzt entdecken. Dafür können sie nichts, es gibt für jedes Thema eine Late Majority – und mit dem Erklären und Aufklären verdiene ich unter anderem mein Geld. Dieser Post ist also keine (An-)Klage, sondern ein Ausdruck von tiefer Verwunderung. Verwunderung über das offenbar in den Köpfen vieler Menschen tief verankerte Misstrauen gegenüber anderen Menschen.
Dieses Misstrauen äußert sich offenbar besonders leicht, wenn die anderen Menschen – die da draußen im Internet – dem Netznovizen 1. nicht persönlich bekannt sind und sich 2. hinter einer neuen Technologie verstecken können, die er – der Netznovize – 3. noch nicht verstanden hat.
Unwissenheit macht Angst. Und Angst ist bekanntlich der Weg zur dunklen Seite (Yoda, “Star Wars”, ihr wisst schon). Weiterlesen »
Der Jahreswechsel ist vollzogen und die Zeit der Rückblicke und Prognosen zur Entwicklung der PR in Zeiten des Social Web ist auch erst einmal wieder vorbei. Zeit, sich den praktischen Herausforderungen des neuen Jahres zu stellen und den fachlichen Austausch zu handfesten Themen der Online-Kommunikation zu pflegen! Am besten beim PR 2.0 FORUM am 9./10. Februar 2011 in München (Hashtag wie immer #pr2f).
Für die inzwischen fünfte Auflage der Fachkonferenz haben die Veranstalter von KongressMedia und ich als Moderator und Konferenzpartner uns das Oberthema “PR 2.0 zwischen Öffentlichkeitsarbeit und Direktkommunikation“ausgeguckt. Das Sprecher-Lineup ist wieder hochkarätig besetzt. Weiterlesen »
In der PR sind Öffentlichkeit und Vertraulichkeit oft zwei Seiten der gleichen Medaille. Einerseits arbeiten wir PR-Leute darauf hin, unsere Unternehmen oder die unserer Kunden in die Öffentlichkeit zu bringen, andererseits braucht es für dieses Ziel auch Vertrauen. Vertrauen etwa zwischen Managern und Journalisten, wenn sie sich auf ein Hintergrundgespräch treffen, das in erster Linie der Beziehungspflege dient. Dabei setzt man Vertrauen in sein Gegenüber, dass Dinge, die vertraulich bleiben sollen auch vertraulich bleiben. Unter vier oder sechs Augen mag das funktionieren, aber je größer der Kreis der Personen wird, der Vertrauliches erfährt, desto höher ist das Risiko, dass sich einer nicht an die formelle oder unausgesprochene Abmachung hält.
Mit der Durchdringung des Alltags und des Wirtschaftslebens durch das Internet wächst das Risiko, dass Geheimnisse den Weg in die Öffentlichkeit finden. Was die Whistleblower von Wikileaks für die internationale Politik bewirkten – nämlich das Bewusstsein dafür, dass nichts mehr vor Veröffentlichung sicher ist – wird auch für das Wirtschaftsleben zum Normalzustand. Das Social Web ist da nur die Infrastruktur mit der sich Bemerkenswertes oder Skandalöses in Windeseile verbreitet. Die dezentrale Struktur des Internet macht es grundsätzlich unmöglich, eine Information, die einmal öffentlich ist, wieder zu verbannen. Damit müssen auch Unternehmen leben.
Diese Entwicklung sollte natürlich nicht einer allgemeinen und unbegründeten Paranoia Vorschub leisten. Es ist nur für Kommunikationsprofis wichtig zu verstehen, dass sie bereits heute unter anderen Rahmenbedingungen agieren als noch vor zehn Jahren. Vertrauen und Vertraulichkeit, Transparenz und Geheimnis stehen heute unter neuen Vorzeichen. Das wirkt sich auch auf PR-relevante Ereignisse aus. Weiterlesen »