Tapio Liller
über PR, Marketing, das Internet und wie das alles zusammenpasst. Tapio ist Inhaber der Unternehmensberatung für PR und Online-Kommunikation Oseon.
Zu Oseon »über PR, Marketing, das Internet und wie das alles zusammenpasst. Tapio ist Inhaber der Unternehmensberatung für PR und Online-Kommunikation Oseon.
Zu Oseon »Ich hatte ja eine dunkle Vorahnung, dass euch die Teilnahmebedingungen für die Aktion Osterpoken vom Montag zu heftig sind. Es mag sich wohl nicht jeder mit einem “Vorstellungsvideo” exponieren (ist ja auch Arbeit). Deshalb habe ich mich entschlossen, die Regeln kurzerhand zu ändern und auch den Schüchternen unter euch eine Chance auf ein Poken zu geben. Wäre ja schade, wenn die drei kein neues Zuhause fänden!
Die Aktion “Osterpoken für Schüchterne” funktioniert jetzt wie folgt:
Also nochmal die Teilnahmebedingungen im Schnelldurchlauf:
1. Einen kurzen Blogpost schreiben und darin sagen, warum du unbedingt einen Poken brauchst.
2. Auf diesen Artikel hier verlinken und mit dem Tag “Osterpoken” versehen. (Trackback-URL: http://www.opensourcepr.de/2009/04/08/osterpoken2/trackback)
(Wer sich dennoch mit Video vorstellen mag, darf das natürlich gern tun. Ich freue mich auf’s nähere Kennenlernen meiner Leser!)
So, jetzt aber los! Ich freue mich auf die Reaktionen!
Das Kleingedruckte gilt nachwievor:
BITTE LESEN!
Poken ist derzeit noch nicht offiziell in Deutschland erhältlich und die Website hat noch viele kleinere Fehler. Außerdem ist dies eine rein private Aktion. Garantie- oder Gewährleistungsansprüche sowohl für die Poken-Hardware als auch die Benutzung des zugehörigen Web-Portals sind deshalb ausdrücklich ausgeschlossen. Außerdem übernehme ich keine Haftung für etwaige aus der Nutzung des Poken-Dienstes entstehende Schäden. Mit der Teilnahme an der Aktion Osterpoken erklärst du dich mit diesen Bedingungen einverstanden.
WICHTIG: Bitte achtet bei der Benutzung des Poken (und sonst natürlich auch) darauf, keine sensiblen persönlichen Daten oder Passwörter herauszugeben. Die Poken-Website gibt es als SSL-verschlüsselte Seite https://www.doyoupoken.com – Bitte nutzt unbedingt diese zur Anmeldung und Eintragung eurer Profile! Der Link auf dem Poken selbst führt leider zur unverschlüsselten Seite!
Zweiter und dritter Tag der Konferenz der harten Stühle. Eine Auswahl an Soundbites:
“Greenpeace will die Kommunikation dialogischer gestalten.”
- Volker Gassner, Greenpeace
“Vertauen ist schwer skalierbar. Das geht nur offline.”
- Wortmeldung von Ralf Bendrath, Netzpolitik.org beim Panel Advocacy 2.0
„Wenn man sich den Samstag abend in den Öffentlich-Rechtlichen so anschaut, kann man sich gut vorstellen, dass die die das noch gucken, das tun, weil sie da nicht mehr weggkommen.“
- Johnny Häusler, Spreeblick
„Ich möchte gern den öffentlich-rechtlichen Content remixen können. Am besten mit Creative Commons License. Ich habe es mit den Gebühren ja auch bezahlt. Im Moment muss ich ja Angst haben in den Knast zu kommen, wenn ich die Tagesschau in mein Blog einbinden möchte.“
- Publikumskommentar beim Panel “Was ist öffentlich-rechtlich im digitalen Zeitalter?”
“I don’t think Robert Scoble is a citizen journalist.”
- Bicyclemark, www.citizenreporter.org
Eine kleine Entdeckung am Rande der Re:publica o8: Die Bloggerszene hat ein Lieblingsgetränk namens Club-Mate. Das ist eine gelbliche Limo aus Mate-Tee und anderen Ingredienzien und zeichnet sich durch einen erfrischend hohen Koffeingehalt aus.
Auf der Re:publica wurde schon Blogger mit Überdosierungserscheinungen gesichtet, bzw. per Twitter und SMS-Wand im großen Saal offenbart.
Mir war der Stoff neu, aber er ist eine belebende Alternative zur allgegenwärtigen Bionade.
Die Berliner Kalkscheune knirscht unter der Last der wohl über 800 Teilnehmer der re-publica.de/08 und die Luftqualität erreicht zuweilen Untertagequalität. Dennoch, es ist spannend und so manches Bonmot war notierenswert. Eine subjektive Auswahl:
“Vergessen:Erinnern – Erinnern wir uns daran zu vergessen.”
-Vikto Meyer-Schönberger
“Wichtig ist nur, dass hinter einem Unique User tatsächlich eine reale Person steht, nicht, WER das ist.”
- Michael Brehm, StudiVZ
“Wenn man ein Social Network aufmacht, hat man auch eine Verantwortung dafür, was mit den Daten geschieht. Auch gegenüber Usern, die nicht so vorsichtig mit den eigenen Daten sind.
- Tim Pritlove
„Hat StudiVZ eigentlich einen Pressesprecher, der das Wording ausarbeitet. Das muss ein Spaßvogel sein.“
- Kommentator auf der SMS-Wand zu Michael Brehm’s Art auf dem Panel aufzutreten
“Die Firmen sind gefordert, die (mangelnde) Medienkompetenz der User auszugleichen und Schutzvorkehrungen zu treffen.”
- Michael Brehm, StudiVZ
“Die Idee bei OpenSocial ist ja, Accounts samt Kontakten umziehen zu können. Ziel ist der Komfort, einfach nur einen Account zu haben, wie bei E-Mail und von überall her erreichbar/kontaktierbar zu sein. Bei XING muss man Geld zahlen, um kommunizieren zu können, wie schwachsinnig ist das denn?!”
- sinngemäß, Dirk Olbertz, noserub
“Die Nutzer von Social Networks benutzen sie als Ersatz fürs Zappen im TV.”
- Oliver Überholz, mixxt.de
“Wir sehen Targeting als Möglichkeit, die Nutzererfahrung zu verbessern. MySpace macht aber kein Behavioural Targeting.”
- Joel Berger, Fox Interactive/MySpace
“Print-Journalisten haben Angst davor, dass die Meinung von Bloggern fundierter und „besser“ sein könnte als die eigene.”
- sinngemäß, Mercedes Bunz, Tagesspiegel online
“Ich befürchte Journalismus insgesamt wird irgendwann nur noch eine Sache für junge Leute, bis sie auch mal Geld verdienen wollen. Wir beim Handelsblatt haben zum Beispiel gute Leute an PR-Agenturen und Finanzkommunikationsberatungen verloren.”
- Thomas Knüwer, Handelsblatt
“Überall wird stark personalisiert. Menschen interessieren sich für Menschen. Journalisten haben sich selbst aber bisher noch kaum personalisiert. Wer als Journalist überleben will muss sich selbst zur Marke machen. Bei uns gibt es das mit Ausnahme von Radio und TV-Journalisten nicht. Im angelsächsischen Raum ist das schon komplett anders.”
- Thomas Knüwer, Handelsblatt
“Eine Pressemitteilung an einen Blogger zu schicken, ohne vorher fragen, ist nicht OK. Aber wenn das mit persönlicher Anrede kommt und als Kontaktaufnahme erkennbar ist, ist das legitim”
- Thomas Knüwer, Handelsblatt