Tapio Liller
über PR, Marketing, das Internet und wie das alles zusammenpasst. Tapio ist Gründer und Managing Partner von Oseon, einer Unternehmensberatung für Kommunikation in Frankfurt am Main.
Zu Oseon »über PR, Marketing, das Internet und wie das alles zusammenpasst. Tapio ist Gründer und Managing Partner von Oseon, einer Unternehmensberatung für Kommunikation in Frankfurt am Main.
Zu Oseon »Die IT-Fachpresse war einst vom Erfolg verwöhnt. Zu seligen Dotcom-Zeiten verbuchte man steile Zuwächse beim Anzeigenumfang und die Hefte von Computerwoche, InformationWeek, ComputerZeitung und Co. waren so dick wie heute nur noch gut gebuchte Ausgaben der c’t. Die Zeiten sind vorbei. Heute gab der in Poing bei München ansässige Fachverlag CMP-Weka bekannt, dass seine Technik-Titel InformationWeek und Network Computing zum 31.7.2010 eingestellt werden. 28 Mitarbeiter müssen sich neue Jobs suchen, wie der Verlag heute gegenüber dem Branchendienst Kress bestätigte. Das ist tragisch für die Redakteure, Produktioner, Grafiker und Anzeigenverkäufer, aber es war – wenn man sich die Entwicklung der Fachtitel über die vergangenen Jahre anschaut – auch absehbar. Es war ein langsamer, schleichender Tod; nur hinausgezögert durch Kurzarbeit seit dem Sommer 2009.
Beide Titel waren bei IT-PR-Leuten stets als “Top-Medien” eingestuft, Titel, in die man seine Kunden auf jeden Fall bringen wollte. Doch das wurde angesichts der immer geringeren Heftumfänge zunehmend schwierig. Die Network Computing versuchte schon seit langem, ihre Umsätze über so genannte “Foren” zu sichern, einen speziell gekennzeichneten Abschnitt im Heft, in den man nur gegen Bezahlung, dann aber regelmäßig kam. Software- und Hardware-Hersteller ohne üppiges Marketingbudget mussten zusehen, wie sie anderweitig ins Heft kamen, oder sich mit knappen Online-Meldungen bescheiden.
Seit September vergangenen Jahres haben wir mit dem PR 2.0 FORUM einmal Deutschland durchquert und kehren am
1.10.2010 wieder an den Startpunkt in Hamburg zurück. Dieses Mal möchten der Veranstalter KongressMedia und ich als Gastgeber/Moderator uns dem Themenschwerpunkt “PR-Konzeption für Social Media” widmen.
Als Keynote-Sprecherin konnte bereits Sandrine Plasseraud von We Are Social gewonnen werden. Wie in München und Düsseldorf wird es auch wieder Erfahrungberichte von PR-Praktikern geben. Der Nachmittag steht erneut im Zeichen der Gruppenarbeit an “echten” Fällen der PR 2.0.
Wer heute schon weiß, dass er/sie dabei sein will, kann sich bis Ende Juni zum Frühbucherpreis von € 135.- einen Platz sichern.
Und wen es in den Fingern juckt, seinen Case zu präsentieren oder das versammelte Fach-Know-how für einen spannenden Workshop-Case anzuzapfen, der melde sich bei mir oder Björn Negelmann von KongressMedia. Wir freuen uns über Vorschläge!
(Übrigens: An den zwei Tagen vor dem PR 2.0 FORUM findet ebenfalls in Hamburg der Community & Marketing 2.0 Summit statt.)
Gute PR-Mitarbeiter wachsen nicht auf den Bäumen. Die Erfahrung habe ich schon bei meinem früheren Arbeitgeber gemacht, wo ich für das Recruiting von Absolventen mitverantwortlich war. Es braucht Geduld und ein Gespür für den “richtigen Typ” Bewerber. Das gilt umso mehr, wenn man wie ich als Agenturgründer den allerersten Mitarbeiter sucht. Schließlich kann man sich im einzigen Büroraum der Firma nicht aus dem Weg gehen. Wir werden uns gegenübersitzen. Da muss neben der fachlichen Qualifikation auch die Chemie stimmen.
Als ich Anfang März die Stelle “Mitarbeiter Nr. 1″ ausschrieb, war die Resonanz in der online vernetzten PR-Szene großartig und ich bedanke mich bei allen Retweetern und persönlichen Tippgebern. Das war großartig! Heute brauche ich wieder eure Hilfe beim Weitersagen.
Denn entgegen einer Abmachung hat der Kandidat, dem ich vor ein paar Wochen ein Angebot gemacht habe, wieder abgesagt. Die Gründe gehören nicht hierher. Das kann passieren, ist ärgerlich, aber nicht zu ändern.
Ich habe mir natürlich in der Zwischenzeit auch meine Gedanken zur Stelle und zu möglichen Bedenken von Bewerbern gemacht. Deshalb möchte ich hier in Ergänzung zur Stellenausschreibung (hier auf oseon.com) einige Fragen beantworten, die vielleicht den Entschluss zur Bewerbung noch behindern:
Das bedeutet aber nicht, dass mein erster Mitarbeiter jeden Monat Angst haben muss, sein Gehalt nicht ausgezahlt zu bekommen. Wenn ich das nicht könnte, würde ich niemand einstellen. Die Kundenbasis ist sicher (langfristige Verträge) und stetig wachsend. Zu dieser möglichen Sorge gibt es also keinen Grund.
Und: Du wirst so schnell keine Agentur finden, die flachere Hierarchien hat, wo du vom ersten Tag an direkt vom und mit dem Chef lernen kannst und die Früchte deiner Arbeit unmittelbar gesehen und anerkannt werden. Außerdem will ich die Agentur nachhaltig erfolgreich machen; sie ist nicht als “mein Projekt”, sondern als Business mit dem Anspruch auf langfristigen Erfolg angelegt.
Übrigens soll und wird es bei diesem Themenkreis nicht bleiben. Oseon ist schließlich keine Tech-PR-Bude, sondern offen für alle Branchen. Und ich bin offen für Vorschläge, wer uns brauchen könnte. Vielleicht hast du ja schon eine Idee?
Klar, Frankfurt ist in der Lebenshaltung so teuer wie jede andere Großstadt auch, aber hey, irgendwas ist ja immer. Abgesehen davon: von Frankfurt ist man mit der Bahn in 3,5 bis 4 Stunden überall in Deutschland. Auch bei Mutti und den Freunden im Ruhrgebiet, oder sogar in Paris. Für nen Eindruck von Frankfurt jenseits des Bankenstadt-Klischees empfehle ich übrigens das Blog “Fein Am Main” und den Pflasterstrand.
Also, falls diese Fragen in deinem Kopf herumspuken, und dich von einer Bewerbung abhalten, würde ich mich freuen, wenn du sie nochmal überdenkst. Außerdem bin ich jederzeit auch ganz unverbindlich telefonisch zu erreichen oder rufe zurück. An Ungewissheiten deinerseits soll es jedenfalls nicht scheitern.
Also: nochmal in die Stellenanzeige schauen und dann schnell bewerben. Wenn es passt, kannst du sofort anfangen. Es gibt viel zu tun!
Das Barcamp Ruhr in Essen steht am Wochenende vor der Tür und ich möchte dort die Gelegenheit nutzen, das Thema “Transparenter Umgang zwischen Bloggern und PR” im Kreise derer zur Sprache zu bringen, die von möglichen Regelwerken (siehe die Diskussion zum Vorstoß des Deutschen Rats für Public Relations) unmittelbar betroffen wären – den “Bewohnern” des Social Web selbst.
Das Interesse von PR und Unternehmenskommunikation, das Social Web professionell für sich zu nutzen bringt fast zwangsläufig Interessenkonflikte mit sich. Transparenz im Miteinander ist geboten. Doch wie lässt sich ein gemeinsames Verständnis von Transparenz und sogenannter “Absenderklarheit” von Kommunikation herstellen?
Der DRPR bastelt hinter verschlossenen Türen an einem Regelwerk. Ich möchte die Diskussion lieber öffentlich anregen und lade alle Barcamper ein, mit mir Ideen für ein nachvollziehbares und praktikables Verständnis von Transparenz in der Social-Media-Kommunikation zu sammeln.
Am Ende der Session steht sicher kein fertiges Ergebnis, sondern mehr eine erste Sammlung von Ideen und Anregungen. Die werden aber – so hoffe ich – ganz nah an der Lebens- und Publikationspraxis von (Profi- und Hobby-)Bloggern, Twitterern und anderen Netzmenschen sein. Und das wäre schon mal ein schöner Anfang.
Wer am Barcamp Ruhr teilnimmt, kann auf der Mixxt-Seite schon im Vorfeld sein Interesse an der Session bekunden. Danke!
Schon im Studium hatte ich den Wunsch, irgendwann eine eigene Firma zu gründen und anderen Menschen eine sinnvolle und spannende Arbeit in einem anregenden Umfeld zu geben. Mit diesem Zwischenziel im Kopf habe ich auch Oseon Conversations vor knapp anderthalb Jahren aus der Taufe gehoben. Nach einem Jahr des Netzwerkens und des Aufbaus eines Kundenstamms ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, da ich die Hand heben und potenziellen Bewerbern “HIER ENTLANG, BITTE!” zurufen kann.
Deshalb ist es mir eine besondere Freude, meine Blogleser auf das erste Stellenangebot von Oseon Conversations hinweisen zu dürfen. Ich suche eine/n Berater/in klassische und digitale PR mit ca. 2-3 Jahren Berufserfahrung, der/die weiß, wie der Hase läuft. Es gibt nämlich viel zu tun!
Ich bitte euch zugleich um Retweets, Weiterleitungen und Hinweise an Freunde, Bekannte, Verwandte, für die die Stelle eventuell in Frage kommen könnte. Schließlich soll der Netzwerkeffekt greifen! Danke!