Tapio Liller
über PR, Marketing, das Internet und wie das alles zusammenpasst. Tapio ist Inhaber der Unternehmensberatung für PR und Online-Kommunikation Oseon.
Zu Oseon »über PR, Marketing, das Internet und wie das alles zusammenpasst. Tapio ist Inhaber der Unternehmensberatung für PR und Online-Kommunikation Oseon.
Zu Oseon »Da ist sie also, die Onlinerichtlinie des DRPR. Seit drei Wochen im Netz auf einem Posterous-Blog mit zwei Dutzend Kommentaren seitdem. Ich kam leider erst heute dazu, das ganze nochmal in Ruhe zu lesen und den Textentwurf, der ja als Diskussionspapier vorliegt zu kommentieren (dazu bitte hier entlang). Die Aufregung der Blogdiskussion im Januar – angestoßen durch Alexander Güttlers Äußerungen in der W&V – hat sich gelegt. Der Aufreger war ja auch nicht, dass der DRPR sich mit Online-Kommunikation beschäftigt – das soll er ruhig tun – sondern dass er vertreten durch Herrn Güttler einen Anspruch formuliert, der weit über die bislang vom DRPR adressierten Kommunikationsprofis (vulgo PRler) hinaus reichte. Man wollte “Blogger-Regeln” schaffen, die für mehr Transparenz im Social Web sorgen sollten. Davon ist im jetzigen Textentwurf nichts mehr zu sehen. Trotzdem bleibt der PR-Rat bei seinem Anspruch, wie ein Zitat des Vorsitzenden im PR Magazin zeigt. Weiterlesen »
Darf er nun, soll er überhaupt oder muss er gar? Die Diskussion um den Vorstoß des Deutschen PR Rats (DRPR), im Rahmen eines neuen Regelwerks für die Kommunikationsarbeit im Internet auch Transparenzregeln für Blogger zu formulieren, sorgte für einige Diskussionen hier im Blog. Am Ende stand aber leider kein Ergebnis, sondern nur die Feststellung, man sei doch allseits einer Meinung, was das Gebot der “Absenderklarheit” bei Auftragskommunikation angehe. Aber was nun?
Keine Frage, die Debatte ist gut, wichtig, und wohl auch nötig. Denn das vom PR-Rat – soweit heute erkennbar – formulierte Gebot der “Absenderklarheit” ist durchaus dazu geeignet, auch Außenstehenden deutlich zu machen, dass Public Relations keineswegs die Kunst der verdeckten Manipulation der Massen ist, zu der sie von manchen Medien und über die Praxis dieses Berufs unaufgeklärten, aber umso aufgeregteren Laien, gern gemacht wird. Jede Aufklärung, jede Richtigstellung, jede sachliche Information über die ethischen Grundsätze und guten Praktiken von PR – egal ob im Netz oder offline – ist zu begrüßen. Ganz abgesehen davon ist das auch Aufgabe der Berufs- und Agenturverbände, die den Deutschen Rat für Public Relations tragen.
Aber was ist von der Herangehensweise des PR-Rats an das Thema zu halten? Ich rekapituliere. Weiterlesen »
Ein Artikel bei der w&v heute ließ mich doch etwas verwirrt zurück. “PR-Rat will Regeln gegen Schleichwerbung im Internet” steht da. Darin wird der Präsident des Agenturverbands GPRA Alexander Güttler zitiert, der ein bislang noch im Entwurfsstadium befindliches Papier (mit-)geschrieben hat, das für mehr Transparenz im Miteinander von PR-Auftraggebern und Online-Dingen wie Foren, Blogs, Produktbewertungsseiten etc. sorgen soll. Laut Artikel fordert der Deutsche PR Rat (DRPR):
“Die Grundregel der Offline-PR, den Absender der Maßnahme offenzulegen, soll auch für das Internet gelten.”
“Absenderklarheit” nennt Alexander Güttler das. Die w&v schließt daraus:
“Konkret hieße das, dass Blogger in Zukunft offenlegen müssen, wenn sie gegen Geld positive Produktbesprechungen in Blogs und Foren veröffentlichen.”
Leider wird aus dem Artikel nicht deutlich, ob eine solche oder ähnliche Forderung in dem GPRA/DRPR-Papier selbst enthalten ist oder nicht. Leider ist das Papier auch nicht – Entwurfsstadium hin oder her – öffentlich zugänglich. Darüber soll erst Ende Februar im PR-Rat abgestimmt werden. Das ist vom formalen Prozess her natürlich OK, aber es wundert mich dann doch, dass der Entwurf in Teilen vom Verbandschef mit der Fachpresse diskutiert wird, ohne dass die Fachöffentlichkeit zeitgleich den ganzen Inhalt des Papiers lesen und beurteilen kann. Eigentlich gilt doch gerade unter PR-Leuten, dass man über ungelegte Eier nicht spricht?!
So bleiben zunächst einige Fragen ungeklärt, die aber für das Geschäftsgebaren von PR-Agenturen, die Legitimation des PR-Rats und die Kommunikation mit Bloggern durchaus relevant sind: Weiterlesen »