Tapio Liller
über PR, Marketing, das Internet und wie das alles zusammenpasst. Tapio ist Inhaber der Unternehmensberatung für PR und Online-Kommunikation Oseon.
Zu Oseon »über PR, Marketing, das Internet und wie das alles zusammenpasst. Tapio ist Inhaber der Unternehmensberatung für PR und Online-Kommunikation Oseon.
Zu Oseon »Eine Woche lief die Aktion Osterpoken, heute abend war es soweit. In einer glanzvollen Live-Streaming-Gala mit der Rekordquote von 9 Zuschauern in der Spitze wurden die glücklichen Gewinner gezogen.
Als Stargast und Glücksfee mit von der Partie war Karen (@karens_bakery), Autorin des Blogromans “Sechzig Grad“.
Trotz reger Beteiligung auch des weiblichen Teils der deutschsprachigen Blogosphäre (es gab sogar eine Einreichung aus Österreich!) wollte es der Zufall, dass drei Männer künftig fabrikfrische Poken mit zu Networkingevents nehmen können. Hier die Original-Lose mit den Gewinnern und den in einer zweiten Los-Stufe zugelosten Poken.

Die Biene geht an Patrick (blog.patrickkempf.de).
Das Voodoo-Poken hat sich Alex verdient (orange-blog.de).
Das Panda-Poken findet ein neues Zuhause bei Gunnar (gunnarsohn.wordpress.com).
Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern und viel Spaß mit den Poken!
(Bitte meldet euch kurzfristig bei mir mit eurer Postanschrift – sofern nicht im Impressum eures Blogs – damit ich euch die Poken zuschicken kann!)
PS: Lobend erwähnen möchte ich persönlich noch die Poken-Bewerbungen von Sue (@happyschnitzel) und Melanie (@mellcolm), die zwar leer ausgingen, aber mit besonderer kreativer Kraft Schwung in die Sache brachten. Die Blogs der beiden seien ohnehin jedem Freund des kunstvoll gedrechselten Wortes und der pointierten Alltagsbeobachtung empfohlen.
Ich hatte ja eine dunkle Vorahnung, dass euch die Teilnahmebedingungen für die Aktion Osterpoken vom Montag zu heftig sind. Es mag sich wohl nicht jeder mit einem “Vorstellungsvideo” exponieren (ist ja auch Arbeit). Deshalb habe ich mich entschlossen, die Regeln kurzerhand zu ändern und auch den Schüchternen unter euch eine Chance auf ein Poken zu geben. Wäre ja schade, wenn die drei kein neues Zuhause fänden!
Die Aktion “Osterpoken für Schüchterne” funktioniert jetzt wie folgt:
Also nochmal die Teilnahmebedingungen im Schnelldurchlauf:
1. Einen kurzen Blogpost schreiben und darin sagen, warum du unbedingt einen Poken brauchst.
2. Auf diesen Artikel hier verlinken und mit dem Tag “Osterpoken” versehen. (Trackback-URL: http://www.opensourcepr.de/2009/04/08/osterpoken2/trackback)
(Wer sich dennoch mit Video vorstellen mag, darf das natürlich gern tun. Ich freue mich auf’s nähere Kennenlernen meiner Leser!)
So, jetzt aber los! Ich freue mich auf die Reaktionen!
Das Kleingedruckte gilt nachwievor:
BITTE LESEN!
Poken ist derzeit noch nicht offiziell in Deutschland erhältlich und die Website hat noch viele kleinere Fehler. Außerdem ist dies eine rein private Aktion. Garantie- oder Gewährleistungsansprüche sowohl für die Poken-Hardware als auch die Benutzung des zugehörigen Web-Portals sind deshalb ausdrücklich ausgeschlossen. Außerdem übernehme ich keine Haftung für etwaige aus der Nutzung des Poken-Dienstes entstehende Schäden. Mit der Teilnahme an der Aktion Osterpoken erklärst du dich mit diesen Bedingungen einverstanden.
WICHTIG: Bitte achtet bei der Benutzung des Poken (und sonst natürlich auch) darauf, keine sensiblen persönlichen Daten oder Passwörter herauszugeben. Die Poken-Website gibt es als SSL-verschlüsselte Seite https://www.doyoupoken.com – Bitte nutzt unbedingt diese zur Anmeldung und Eintragung eurer Profile! Der Link auf dem Poken selbst führt leider zur unverschlüsselten Seite!
UPDATE: Nachdem die Teilnahmebedingungen hier wohl zu anspruchsvoll waren, gibt’s jetzt eine modifizierte Aktion mit deutlich geringeren Hürden. Dazu geht’s HIER entlang.
Spätestens seit der re:publica sind Poken das heißeste Gadget, das das Zweinullnetz derzeit zu bieten hat. Überall sah man Leute “high four” geben, also die kleinen Hände der Poken aneinander halten und drahtlos Kontakte tauschen. Twitter war voll davon und so mancher Presseartikel und Blogpost hat den Hype auch schon entdeckt.

Poken (so auch das Verb zum Substantiv) macht Spaß und damit noch mehr eben diesen haben, starte ich heute die Aktion “Osterpoken”. Es gibt drei fabrikneue Poken zu gewinnen. Kostenlos und frei Haus. Und so geht’s (Video starten!):
Nochmal in Kürze:
1. Stelle dich kurz per Video, Mini-Podcast oder Blogpost mit Bild vor und begründe vor allem kreativ, warum ausgerechnet du ein Osterpoken haben musst.
2. Poste deinen Beitrag mit dem Tag “Osterpoken” auf dein Blog und
3. Verlinke hier her.
Sobald eine nennenswerte Zahl an Beiträgen zusammengekommen sind (mindestens 12 sollten es bis Ostersonntag! schon werden), werden die Gewinner der Poken von der Glücksfee ermittelt (Live-Übertragung geplant) und gehen dann in die Post. Die Gewinner werden hier noch einmal gefeatured, also macht was draus!
Viel Spaß und ich freue mich auf Eure Beiträge!
BITTE LESEN (das Kleingedruckte)!
Poken ist derzeit noch nicht offiziell in Deutschland erhältlich und die Website hat noch viele kleinere Fehler. Außerdem ist dies eine rein private Aktion. Garantie- oder Gewährleistungsansprüche sowohl für die Poken-Hardware als auch die Benutzung des zugehörigen Web-Portals sind deshalb ausdrücklich ausgeschlossen. Außerdem übernehme ich keine Haftung für etwaige aus der Nutzung des Poken-Dienstes entstehende Schäden. Mit der Teilnahme an der Aktion Osterpoken erklärst du dich mit diesen Bedingungen einverstanden.
WICHTIG: Bitte achtet bei der Benutzung des Poken (und sonst natürlich auch) darauf, keine sensiblen persönlichen Daten oder Passwörter herauszugeben. Die Poken-Website gibt es als SSL-verschlüsselte Seite https://www.doyoupoken.com – Bitte nutzt unbedingt diese zur Anmeldung und Eintragung eurer Profile! Der Link auf dem Poken selbst führt leider zur unverschlüsselten Seite!
Nach zwei Tagen re:publica horche ich ein wenig in mich hinein und versuche herauszufinden, was wirklich hängengeblieben ist. Viel kommt da nicht. Leider.
Das Drumherum war sehr nett. Ich habe ne Menge Bekannter getroffen, mit denen man gern nen Schnack hält und sich freut, wenn man sich nach Monaten des Twitterfolgens und Blogkommentierens über den kalten Winter endlich mal (wieder oder erstmals) persönlich trifft. Klassentreffen eben. Das sensationelle Frühlingswetter sorgte dazu für eine freundliche Grundstimmung. Aber sonst?
Da waren zuerst organisatorische Probleme. Dass es wohl über weite Strecken kein stabiles WLAN gab, hat mich nicht gestört. Mein Rechner blieb im Hotel, twittern ging auch per iPhone. Peinlich für Deutschlands größtes Bloggertreffen ist es trotzdem.
Viel mehr nervte hingegen die offensichtliche Unfähigkeit der Organisatoren, in den einzelnen Räumen für einen Ablauf zu sorgen, der den Timings auf dem bei Eintreffen ausgehändigten Faltplan entsprach. Sprich: an beiden Tagen war alles zwischen 15 und 45 Minuten in Verzug.
Das führte dazu, dass man in einen Raum hineinplatze und dachte man wäre zu spät, nur um dann zu realisieren, dass man zu früh ist, wieder hinausging, sich festquatschte und die eigentlich rausgepickten Veranstaltungen dann doch verpasste. Zumindest auf dem Papier war ne Menge Spannendes dabei, gehört habe ich davon nur einen Bruchteil.
Am Freitag Mittag stellte sich der Wikipedia-Gründer und Weltbotschafter des freien Wissens Jimmy “Jimbo” Wales dann auf die Bühne des Friedrichstadtpalastes und leierte lustlos eine furchtbar unansehnliche Standardpräsentation runter. Inhalt: “Was ist Wikipedia und wie funktioniert es?” Bei Twitter reicht zur Bewertung dessen ein einziges Wort: #FAIL
Entweder Wales wusste nicht, vor wem er da spricht, dann wäre das ein Versäumnis der Veranstalter oder ihm war es egal. Für letzteres spricht, dass er nach seiner Einstiegsfrage, wer schonmal Wikipedia genutzt habe und wer schonmal beigetragen habe hätte wissen können, wieviel Vorkenntnisse sein Publikum hat. Denn ALLE hatten schonmal Wikipedia genutzt und ein gutes VIERTEL hatte schon beigetragen.
Jura-Professor, Autor und Creative Commons-Gründer Lawrence Lessig, wusste hingegen sehr gut, wie er sein Publikum begeistert. Routiniert aber immer pointiert und nachvollziehbar vorgetragen brach er eine Lanze für ein neues, dem Internetzeitalter angepasstes Rechtsystem rund um Urheberrecht, Copyright und kreativer Wiederverwendung von Inhalten.
Er sprach von einer “Read/Write Culture” in der wir heute leben und deren wichtigste kulturelle und demokratische Freiheit es ist, Artefakte kulturellen Schaffens frei neu zu kombinieren und daraus Neues zu erschaffen, das wiederum Ausdruck der Kultur ist (“Remix”). Sein Anliegen: die restriktiven gesetzgeberischen Grundsätze des alten Copyrights, das die Verfielfältigung ohne Genehmigung unter Strafe stellt sind nicht mehr zeitgemäß, da im Netz alles eine Kopie ist. (Ganz abgesehen davon ist Lessig ein Meister der Ein-Wort-Slides, die er virtuos mit seinem Vortrag synchronisiert.)
Was noch hängen bliebt von der re:publica? Auf jeden Fall der Vortrag von Peter Glaser, der fragte “In was für einer digitalen Gesellschaft wollen wir leben?”.
Er war der einzige Redner (der wenigen die ich mitbekommen habe) der den Blick weitete, sich vor der großen historischen wie gesellschaftskritischen Perspektive nicht scheute, und eine Vision einer Gesellschaft skizzierte, in der die “informatische Kraft” der Vernetzung zu mehr Meinung führt, zu mehr Qualität im Journalismus, zu fortgeführter Aufklärung, zu weniger Korruption, zu vielfältigeren Perspektiven, zu mehr Demokratie und mehr Gemeinsinn. Sein Essay ist in seinem Blog in Gänze nachzulesen. Wer’s nicht tut, verpasst einen der besten Texte im deutschsprachigen Web.
Und sonst? Vielleicht lasse ich das noch ein paar Tage sacken und schaue mir das eine oder andere noch als Video-Aufzeichung an. Aber ich glaube da kommt nicht mehr. Schade eigentlich.
OK, ein paar Sachen noch. Ich hab jetzt auch ein Poken (dazu später hier mehr), das erste re:publica PR-Lunch im “12 Apostel” war gut besucht und hat Spaß gemacht (allen vielen Dank für’s Kommen!) und das Projekt Social Media Camp ist ein gutes Stück weiter als noch vor wenigen Tagen (Danke an Jens Best für die Bereitschaft, das Projektmanagement in die Hand zu nehmen!).
