Tag: Obama


22Jun

Obama – President of Fun

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Wer sagt, dass Politik immer bierernst sein muss und ein Staatsoberhaupt keine Späße machen darf? An Barack Obama ist, wenn man sich die folgende Ansprache beim International Radio & Television Correspondents Dinner so anschaut, ein Comedian verloren gegangen. (Ob er sich die Sprüche selbst ausgedacht hat oder nicht ist da eher nebensächlich.)


(via Medienlese)

Und wer austeilt muss auch einstecken können und über sich selbst lachen. Beim grandiosen Vortrag des Schauspielers John Hodgman (er spielt u.a. in der Apple-Werbung den “PC”) hat Obama im Anschluss auch Gelegenheit dazu. Schließlich wird ihm eröffnet, dass er eindeutig in die Kategorie der “Nerds” gehört. (Man stelle sich vor welches Gesicht George W. Bush bei dieser Rede gemacht hätte.)

Und zu guter Letzt gibt’s hier noch einen Animationsfilm von JibJab, der Obama vollends auf den Arm nimmt. Er wurde dem Präsidenten ebenfalls bei dem Journalistendinner gezeigt. Ob er gelacht hat? Wahrscheinlich sogar.

(via Nerdcore)

25Jan

Wenn Mommert murmelt…

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…kommt leider nur Unsinn heraus. Mitunter rassistisch-gefährlicher Unsinn. Zumindest, wenn es um Twitter geht. Uwe Mommert (XING) ist Vorstand des Medienbeobachtungsdienstleisters Landau Media. In dieser Funktion ist er auch Mitherausgeber des Newsletters “PR Professional“, der leider weder durch echte Nachrichten (erscheint alle 2 Wochen) noch durch sonderliche Professionalität (wird auch gern mal unverlangt zugemailt) besticht.

In diesem Newsletter nun veröffentlicht Herr Mommert – nach Selbstbeschreibung “begeisterter Web 2.0-Fan” – eine Kolumne namens “Inside Web 2.0″. Zuletzt nahm er sich unter dem provokanten Titel “Verlierergezwitscher” den Microbloggingdienst Twitter vor. Der Beitrag langweilt den – zumindest einigermaßen Web 2.0-bewanderten – Leser nicht nur mit längst bekannten Fakten (“Führende Medien wie Spiegel und Welt kompakt zwitschern schon länger in dieser kollektiven Zeitvernichtungsmaschine vor sich hin.”) und wohlfeilen Pseudoaufregerfloskeln wie “belangloses Gebrabbel”, die eine gewisse Bruderschaft im Geiste mit dem Internet-Verächter der Süddeutschen Zeitung Bernd Graff (“Web 0.0 – Die neuen Idiotae“) vermuten lassen.

Null Erkenntnisgewinn und Berlusconiesquer Rassismus

Nein, der “leidenschaftliche Internet-User” Mommert schwingt sich noch zu ungeahnten Höhen der Erkenntnis auf, wenn er “kurzfristig überrascht” feststellt, dass Hessen-SPD-Wahlverlierer Thorsten Schäfer-Gümbel (Mommert schreibt falsch “Torsten”) während des Wahlkampfs Twitter nutzt, um kurze Eindrücke von der Wahlkampftour abzusetzen. Schäfer-Gümbel habe “sich da sicherlich aus den USA inspirieren lassen”, meint Herr Mommert und bringt die nächste Platitüde, die uns leider noch das ganze “Superwahljahr” lang begleiten wird. Man ahnt was kommt – Barack Obamas Internetwahlkampf.

Bis hierhin ist Uwe Mommerts Kolumne schlicht langweilig. Jetzt kommt aber der Schlussabschnitt, der meine Kinnlade der Schwerkraft überlies. Hier der Volltext, wieder mit Bezug auf Thorsten Schäfer-Gümbel:

“Nun bekommen wir Botschaften wie ‘Wir schützen gute Arbeit u.a. durch Mindestlöhne, Mitbestimmung und Innovation’ auch zugezwitschert. Aber: ein Twitter macht halt noch keinen Obama. Da reicht bei Schäfer-Gümbel auch eine Dauerkarte für das Solarium nicht.”

Was ist hier passiert? Der Vertriebschef eines Medienbeobachtungsunternehmens nutzt ein PR-Instrument für sein Unternehmen – denn genau das ist der “PR Professional” Newsletter – um sich und seinem Unternehmen den Anstrich eines Web 2.0-Experten zu geben, und schießt am Ende seiner “provokativen” Kolumne so über das Ziel hinaus, dass er dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi (“Obama ist jung, ansehnlich und sogar gebräunt”) zur Ehre gereicht. Selbst wenn Uwe Mommert die “Dauerkarte für das Solarium” als Metapher für den Einsatz von Social Media-Tools im Wahlkampf gemeint haben sollte, so ist sie doch so verunglückt und in der Konnotation latent rassistisch, dass sie eines Vorstands eines Dienstleisters für die PR-Industrie unwürdig ist. Seinem Unternehmen erweist Herr Mommert so einen Bärendienst.

Was die Abqualifizierung von Twitter als Zeitverschwendung betrifft, kann er ja seine Meinung behalten, wenngleich sie entgegen seiner Behauptung hier nicht von sonderlich ausführlicher Auseinandersetzung mit dem Medium zeugt (doch, er ist auch bei Twitter). Was mich außerdem erstaunt ist, dass der “offene Blogbrief” von Marc Pfeil zwar Mommerts Ansichten zu Twitter kritisiert, den geschmacklosen Solariumssatz aber nicht für kommentarwürdig hält.

Es ist also leider Gottes nicht überall Professionalität drin, wo “Professional” draufsteht.

Herr Mommert, wenn Sie jetzt mitgelesen haben, bin ich gespannt auf Ihre Erklärung für Ihren Fettnapf-Treffer!

PS: Die Website von “PR Professional” lässt Kommentar nur nach vorheriger Registrierung zu. Das ist sehr einsnullig und diskursfeindlich. Deshalb beziehe ich lieber hier Stellung und bin gespannt auf die Reaktionen.

9Nov

Große Bilder von Obama

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Die Seite “The Big Picture” des Boston Globe ist zwar schon das eine oder andere Mal in Tweets und Blogsposts empfohlen worden. Doch als Ergänzung zum eben beschriebenen Graswurzelansatz der Politfotografie ist diese Online-Bildstrecke zu Barack Obama doch einen Hinweis wert. Im Gegensatz zu den üblichen Briefmarken-Klickstrecken bei SPON, Handelsblatt und sonstwo, hebt sich The Big Picture eben dadurch hervor, dass gute Bilder auch viel Platz verdienen.

9Nov

Flickr statt Stern – Obama hinter den Kulissen

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Wenn es noch eines Beweises bedurf hätte, dass das Internet den etablierten (Print-)Medien den Rang bereits abgelaufen hat, dies wäre es. David Katz, Barack Obamas Haus- und Hof-Fotograf begleitete die Familie und Entourage des künftigen US-Präsidenten am Wahlabend hinter den Kulissen und stellte die Bilder dieser Tage auf das Fotoportal Flickr. Einfach so, für jeden sichtbar, für jeden – auch mich in diesem Post hier – einbindbar auf ihre eigene Webseite.

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Das ist, wie der Silicon Alley Insider meint, “Yahoo’s Historical Hit“. Flickr gehört zu Yahoo. Früher, das heißt noch vor vier Jahren, wären solche intimen Einblicke in die Geschehnisse hinter den Kulissen einer bedeutenden Wahlnacht noch für viel Geld exklusiv an eine große Print-Illustrierte wie das “Time Magazine” in den USA oder in Deutschland vielleicht den “Stern” verkauft worden. Diese hätten das beste Foto verkaufsfördernd auf den Titel gehoben und eine mehrseitige Bildstrecke gemacht.

Heute nicht mehr. Dafür ist das Web zu schnell, zu bildgewaltig. Zu sehr hat die Obama-Kampagne auf die Macht der Vernetzung gesetzt als dass man die Bilder, die den schon heute einflussreichsten Politiker der Welt in sehr persönlichen, menschlichen Momenten zeigen, den Gesetzen der kommerziell getriebenen Traditionsmedien ausgesetzt hätte. Wie Obama in seiner Siegesrede sagte: “Dies ist euer Sieg!” Da ist es nur konsequent, dass die Bilder dazu auch “uns” gehören.

Hier die komplette Serie als Galerie.


(auch bei Gawker und SPON)

5Sep

“Wordle-Off” – Der Kampf der Worte (Obama vs. McCain)

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Mit Tagclouds kann man ja viel mehr machen, als nur das Blog aufhübschen. Ein wenig Textanalyse zum Beispiel. Das Web-Tool Wordle macht das besonders schick.

Aus gegebenem Anlass habe ich mal ein “Wordle-Off” gestartet, einen Direktvergleich der Reden der beiden US-Präsidentschaftskandidaten im Volltext. Dass bei beiden “America” eine wichtige Rolle spielt, war klar, aber es gibt doch einige Unterschiede in der Schwerpunktsetzung, wie die beiden Tagclouds zeigen (per Klick zum großen Original). Schlüsse daraus möge jeder selbst ziehen.

Sen. John McCains Rede vor dem Republican National Congress am 4. September 2008

Sen. Barack Obamas Rede vor dem Democratic National Congress am 28. August 2008