Tapio Liller
über PR, Marketing, das Internet und wie das alles zusammenpasst. Tapio ist Inhaber der Unternehmensberatung für PR und Online-Kommunikation Oseon.
Zu Oseon »über PR, Marketing, das Internet und wie das alles zusammenpasst. Tapio ist Inhaber der Unternehmensberatung für PR und Online-Kommunikation Oseon.
Zu Oseon »Vor knapp zwei Wochen fragte ich meine Leser und Twitter-Follower aus der PR-Branche nach ihren Erfahrungen, wie sich die Wirtschaftskrise aus ihrer Sicht auf die PR-Branche auswirkt. Hier sind jetzt die Ergebnisse.
| Die Tendenz, die hier erkennbar wird (und nur das kann diese Umfrage leisten) ist deutlich: Die PR-Branche leidet unter der Wirtschaftskrise. Es werden Budgets gekürzt oder ganz gestrichen, und gern auch mal zuvor an Agenturen ausgelagerte Arbeit jetzt im Unternehmen gemacht. Immerhin 17% der Antworten sehen keine Veränderung oder vermerken sogar einen Anstieg der PR-Budgets. | Die Unternehmen, die weiter in PR investieren, schauen genauer auf ihr Geld. Sie fragen nach detaillierterem Reporting und verlangen von ihren Dienstleistern öfter einen Nachweis, dass für ihre PR-Euros auch Messbares geschaffen wird. Ermutigend ist die Offenheit der Kunden gegenüber neuen Taktiken wie Social Media im PR-Einsatz (25%). |
Diese Umfrage erhebt selbstverständlich keinen Anspruch auf Repräsentativität. Dennoch habe ich von vielen PR-Kollegen über Twitter Rückmeldung bekommen, dass sie mitgemacht haben. Daher gehe ich davon aus, dass die überwiegende Zahl der Antworten tatsächlich von PRlern stammt.
Wenn man der neuesten “State of the Blogosphere“-Erhebung von Technorati glauben darf, kann man mit der Bloggerei auch richtig Geld verdienen. So nehmen die an der Untersuchung teilnehmenden Blogger mit mehr als 100.000 Visits pro Monat im Jahr mehr als 75.000 Dollar ein. OK, richtiger Mammon ist das auch nicht, aber es verdeutlicht, dass sich das Vermarktungspotenzial der Blogosphäre erst zu entfalten beginnt.
Erfreulich ist, dass Europa mit 27% der Blogger weltweit einen ordentlichen Anteil an der Blogosphäre einnimmt. Allerdings war die Befragung nur auf Englisch verfügbar, was den einen oder anderen Franzosen – Europas Blog-Könige – davon abgehalten haben wird zu antworten.
Neben der Vermarktung von Blogs mittels Werbung ist auch bemerkenswert, dass es zwischen den Blogger-Gruppen “Personal” (private Themen), “Corporate” (Unternehmen/Arbeitgeberthemen) und “Professional” (berufliche Themen, jedoch nicht für den Arbeitgeber) deutliche Überschneidungen gibt.
So bloggen 69% aller Corporate Blogger auch über Privates und 65% über berufliche Dinge. Wenn man also Autoren für ein Corporate Blog innerhalb des Unternehmens sucht, sollte man sich an die halten, die ohnehin schon bloggen. Leider bieten die Technorati-Zahlen hier keine Aufschlüsselung, wie die Verteilung in Europa oder gar in Deutschland aussieht. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass die Zahlen bei weitem nicht so hoch liegen würden. Ein Anhaltspunkt dafür ist, dass laut der Untersuchung sich nur 1% der europäischen Teilnehmer als Vollzeit-Blogger bezeichnet.
In Europa ist auch noch reichlich Idealismus im Spiel, denn 60% sagen, sie bloggen “for fun” und nicht, um Geld zu verdienen. Aber vielleicht ändert sich das ja noch, wenn auch die Europäer merken, dass in Blogs auch monetär Musik ist.
Bildquelle: Technorati
(Via David Sifri) weitere Zahlen auch hier.