Tapio Liller
über PR, Marketing, das Internet und wie das alles zusammenpasst. Tapio ist Inhaber der Unternehmensberatung für PR und Online-Kommunikation Oseon.
Zu Oseon »über PR, Marketing, das Internet und wie das alles zusammenpasst. Tapio ist Inhaber der Unternehmensberatung für PR und Online-Kommunikation Oseon.
Zu Oseon »Ein Artikel bei der w&v heute ließ mich doch etwas verwirrt zurück. “PR-Rat will Regeln gegen Schleichwerbung im Internet” steht da. Darin wird der Präsident des Agenturverbands GPRA Alexander Güttler zitiert, der ein bislang noch im Entwurfsstadium befindliches Papier (mit-)geschrieben hat, das für mehr Transparenz im Miteinander von PR-Auftraggebern und Online-Dingen wie Foren, Blogs, Produktbewertungsseiten etc. sorgen soll. Laut Artikel fordert der Deutsche PR Rat (DRPR):
“Die Grundregel der Offline-PR, den Absender der Maßnahme offenzulegen, soll auch für das Internet gelten.”
“Absenderklarheit” nennt Alexander Güttler das. Die w&v schließt daraus:
“Konkret hieße das, dass Blogger in Zukunft offenlegen müssen, wenn sie gegen Geld positive Produktbesprechungen in Blogs und Foren veröffentlichen.”
Leider wird aus dem Artikel nicht deutlich, ob eine solche oder ähnliche Forderung in dem GPRA/DRPR-Papier selbst enthalten ist oder nicht. Leider ist das Papier auch nicht – Entwurfsstadium hin oder her – öffentlich zugänglich. Darüber soll erst Ende Februar im PR-Rat abgestimmt werden. Das ist vom formalen Prozess her natürlich OK, aber es wundert mich dann doch, dass der Entwurf in Teilen vom Verbandschef mit der Fachpresse diskutiert wird, ohne dass die Fachöffentlichkeit zeitgleich den ganzen Inhalt des Papiers lesen und beurteilen kann. Eigentlich gilt doch gerade unter PR-Leuten, dass man über ungelegte Eier nicht spricht?!
So bleiben zunächst einige Fragen ungeklärt, die aber für das Geschäftsgebaren von PR-Agenturen, die Legitimation des PR-Rats und die Kommunikation mit Bloggern durchaus relevant sind: Weiterlesen »