Tag: Google


27Sep

Facebook reloaded – Endlich ein Grund zur Panik!?

Kategorie Medien, Menschen, Märkte | TAGS , , , , , ,

Ja, das Innovationstempo der Netzkonzerne kann einem schon mal unheimlich sein. Da versucht Google über Jahre mit der (finanziellen und personellen) Brechstange (Buzz, Wave, Google+) das Thema “Social” zu knacken und Facebook beschließt kurzerhand, sich einfach mal neu zu erfinden. Zumindest wenn man den allfälligen “Warum Facebook das Internet wie wir es kennen revolutionieren wird”-Artikeln glaubt.

Dem beiläufigen Beobachter und vielleicht Nutzer all dieser Plattformen fällt wohl allenfalls auf, dass die Benutzeroberfläche des Dienstes plötzlich anders aussieht. Hier tauchen neue Listen auf, dort werden in der Timeline die Artikel neu sortiert und priorisiert. Ein wenig Aufregung und Umgewöhnung später, geht Otto-Normal-Facebooker wieder seiner Wege und nutzt was da ist.

Es sind aber die Intensivnutzer, die gern aus beruflichen Gründen hinter die neu gestrichene Fassade schauen und anfangen zu analysieren. Da kommt dann schnell etwas metaphorisch-panikhaftes heraus, wie bei Olaf Kolbrück, der in Mark Zuckerberg einen digitalen Sonnengott Louis Quatorze’scher Dimension sieht, der sich alles, aber auch alles aus dem Leben der Leibeigenen Facebooknutzer unter den Nagel reißen will. So nachvollziehbar Olafs Skepsis und sein offen eingestanden emotional begründeter Vertrauensverlust in das soziale Netzwerk ist, so wenig kann ich seine plötzliche Panik verstehen. Es ist ja nicht so, dass Facebook vor der Ankündigung der Neuerungen ein digitaler Weisenknabe gewesen wäre.

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4Jul

Google+ oder “In 20 Schritten zum Mainstream”

Kategorie Zeugs | TAGS , , , ,

Der Start von Google+ steht für einen wiederkehrenden Prozess der Übernahme einer neuen  Social Networking Plattform in den allgemeinen Gebrauch. So oder so ähnlich, spielt es sich ab. Immer.

  1. Auf Twitter werden sonst selbstbewusste Geeks zu “Bittebitte, ein Invite, BÜÜÜTTTÖÖÖÖ”-bettelnden Kleinkindern.
  2. 60 Sekunden nach der Anmeldung erscheint die erste Beschwerde auf Twitter: “Meine Oma ist weder bei Facebook noch bei Twitter, WOHER WISSEN DIE, WIE SIE HEISST????”
  3. Weitere 15 Sekunden später ruft jemand nach einer Implementierung von Farmville, Mafiawars und allen bekannten Pokervarianten des Universums.
  4. Noch einmal 10 Sekunden später fragt jemand: “Sind eigentlich auch Firmenprofile geplant?”
  5. Das bringt sofort Social Media Berater auf den Plan, die den Namen des Social Networks schleunigst in “Ich biete” bei Xing eintragen. Weiterlesen »

2Sep

PR in Chrom

Kategorie Unternehmen, Zeugs | TAGS , , ,

Natürlich hat Olaf recht, wenn er schreibt, dass der Buzz rund um Googles Webbrowser bemerkenswert ist. Die bloggende und journalistische Welle ist enorm und es ist sicher auch für die deutsche Blogosphäre ein hübscher Aufmerksamkeitsgewinn, dass alles durch einen Post von Philipp losgetreten wurde.

Bei aller Bewunderung für einen solchen Superscoop darf man allerdings nicht vergessen, wer hier der Absender ist. Google ist nun mal die Nummer-1-Marke im Netz und damit Mitglied im Kreis der auserwählten Wenigen, die mit einer einzigen (zugegeben kreativen) Maßnahme eine solche Resonanz erzielen können. Da gilt der Satz: “Wer viel Aufmerksamkeit hat, bekommt leicht noch mehr.” Eine Ableitung für die PR weniger bekannter Unternehmen kann ich daraus nicht ziehen.

Was jetzt mittel- bis langfristig interessant zu beobachten sein wird ist die Frage, wie sich Googles Image verändern wird. Die Metapher von der “Datenkrake” kommt ja nicht von ungefähr…

Übrigens: Dass auch ein Milliardenunternehmen nur von Menschen gemacht wird, zeigt dieser kleine Faux-pas im Chrome-Comic, der heute vormittag schon per Tweet von Jan die Runde machte.

22Apr

Is Google evil after all? – Switches off Ecocho.com [update]

Kategorie Unternehmen | TAGS , , , , ,

Today is Earth Day, and the company whose self-proclaimed motto is “Don’t be evil!” has done something at least inadequate today. Google stopped providing “eco search engine” Ecocho.com with their search technology, apparently claiming that the company violates AdSense terms and conditions.

As you can read in my previous post, Ecocho funds trees to be grown in Australia to offset carbon emissions and do some good to the atmosphere. Google breathe the same air as all of us, so switching off a service that helps saving that air on the grounds of contractual reasons is insensitive, to say the least.

According to the team at Ecocho, Google’s move came as a total surprise and they have been unable to reach people at Google to settle the issue so far. Yahoo! continues to provide their search to Ecocho, so users can still do their bit to help the climtae. Oh, and of course other bloggers and Twitterati have started talking about it already and the tendency is not in favour of Google! So watch this space.

Update: Ecocho has published an official statement here.

[Disclaimer: Ecocho.com is my client at Hotwire. However, the above is my personal view on the issue.]

15Apr

Suchen für’s Klima

Kategorie Unternehmen | TAGS , , , , , , , , , , ,

Die Australier leider ja bekanntlich besonders unter der dünnen Ozonschicht. Und obwohl es die früherere Regierung beim Thema Klimawandel eher mit dem US-Präsidenten hielt, ist das Bewusstsein für die Folgen von zuviel CO2 und anderem Gas in der Atmosphäre dort sehr ausgeprägt. Andererseits weiß ich von keinem Web-Geschäftsmodell, das es aus Australien weit gebracht hätte.

Ecocho.com/de könnte das ändern. Die starten heute mit dem Slogan “Sie suchen. Wir pflanzen Bäume.” auch in Deutschland. Die Idee dabei ist so simpel, dass ich mich mal wieder wundere, warum ich nicht drauf gekommen bin. Die Seite ist im Grunde eine Google bzw. Yahoo Custom Search Seite, die Suchtechnik und die Ergebnisse kommen also von den Großen. Nun verspricht die Firma, für alle 1.000 Suchanfragen einen oder zwei Bäume zu pflanzen und damit perspektivisch CO2 aus der Luft zu fischen.

Die Bäume pflanzt Ecocho natürlich nicht selbst, sondern kauft Emissionszertifikate, für deren Erlös wiederum die australische Regierung Bäume pflanzen lässt. Das Geld dafür kommt aus der Werbung auf der Seite. Ganz uneigennützig ist das nicht, denn 30% der Werbegelder bleiben bei Ecocho, 70% werden in Bäume investiert.

Bei Hunderten von Millionen Suchanfragen täglich ist das Potenzial für Ecocho riesig und wenn das alles so klappt mit dem Bäume “adoptieren”, dann sollte das dem Klima auch ein wenig helfen. Und da Kleinvieh auch Mist macht, fange ich mit der kleinen Suchbox hier links gleichmal an. Selbst wenn der verehrte Leser darüber gleich wieder entschwindet von meiner Seite ist es mir recht. Er rettet ja die Welt – ein klein bisschen.

[Disclosure: Ecocho.com ist mein Kunde bei Hotwire, das Unternehmen gehört zur gleichen Holding wie Hotwire.]