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	<title>Open Source PR - Das Oseon-Blog &#187; DPRG</title>
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	<description>Tapio Liller über PR, Marketing, das Internet und wie das alles zusammenpasst. Tapio ist Inhaber der Unternehmensberatung für PR und Online-Kommunikation Oseon.</description>
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		<title>Vom Wollen und Können des PR-Nachwuchses</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 20:56:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tapio</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich durfte auf Einladung von Timo Lommatzsch und der DPRG Junioren Niedersachsen heute abend bei der FH Hannover mit anderen PR-Profis aus Unternehmen und Agenturen eine Paneldiskussion mitgestalten. Das Thema: &#8220;Perspektive PR: Vom richtigen Einstieg bis zur Praxis im Job&#8220;. Die Mitdiskutanten waren sich vernehmbar einig darüber, dass der PR-Beruf viel persönlichen Einsatz, Leidenschaft und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich durfte auf Einladung von <a target="_blank" href="http://www.socialmediapreview.de/">Timo Lommatzsch</a> und der DPRG Junioren Niedersachsen heute abend bei der FH Hannover mit anderen PR-Profis aus Unternehmen und Agenturen eine Paneldiskussion mitgestalten. Das Thema: &#8220;<a target="_blank" href="http://nordlichtblog.blogs.com/nordlichtblog/2009/01/podiumsdiskussion-f%C3%BCr-den-pr-nachwuchs.html">Perspektive PR: Vom richtigen Einstieg bis zur Praxis im Job</a>&#8220;.</p>
<p>Die Mitdiskutanten waren sich vernehmbar einig darüber, dass der PR-Beruf viel persönlichen Einsatz, Leidenschaft und Begeisterung erfordert, will man ihn gut machen. Nach dem &#8220;Brennen in den Augen&#8221; der Bewerber suchen alle Panelisten, ob aus Unternehmen oder Kommunkationsberatungen. Meine These (basierend auf meiner Recruitingerfahrung) war:</p>
<p>Die eine Hälfte der Bewerber um eine Einstiegsposition in einer Agentur hat keine Ahnung, was sie in der Praxis erwartet &#8211; und zwar trotz Praktika. Die andere Hälfte weiß vielleicht was kommen wird, meint aber, sie hätte mit der Einladung zum Bewerbungsgespräch den Job schon so gut wie in der Tasche und nimmt es mit einer lässig-lockeren Arroganz als notwendig hin. Beides ist eher suboptimal.</p>
<p>Leider konnte ich aufgrund des langen Heimwegs nach Frankfurt nicht die ganze Frage/Antwort-Runde im Anschluss an das moderierte Panel verfolgen, aber was dort anklang, war die fast bange vorgetragene Frage: &#8220;Soll ich nach meinem Bachelor im Sommer lieber noch nen Master dranhängen, oder besser gleich eine Traineestelle/Volontariat anstreben.&#8221;</p>
<p>Ich weiß zu wenig um die Feinheiten oder Unterschiede zwischen B.A. und M.A. nach dem neuen Studiensystem, als dass ich das fachlich beantworten könnte. Ich neige aber zur Antwort: &#8220;Mir doch egal.&#8221; Und zwar aus folgendem Grund:</p>
<p>Für einen Einsteiger in die PR ist ein Studienabschluss heute meines Erachtens Pflicht, da er ein Mindestmaß an Durchhaltevermögen und Fähigkeit zum strukturierten Lernen und zur Analyse nachweist. Das war&#8217;s aber auch schon. B.A. oder Master ist da eher zweitrangig. Denn die PR-Praxis ist wie so oft nur 10% Inspiration, aber mindestens 30% Erfahrung und Know-how, aber ganz sicher zum überwiegenden Teil Transpiration, nämlich harte Arbeit mit einem Handwerk, das man im Studium nicht lernt. Auch nicht im expliziten PR-Studium.</p>
<p>Viel wichtiger als das formelle Können der Absolventen, das sie auf einem Zeugnis vorzeigen können, ist für mich das Wollen. Der im Bewerbungsprozess glaubhaft gemachte Wille, diesen Beruf zu erlernen und daran nachhaltig zu arbeiten. Ich erwarte von einem Bewerber deshalb ein gutes Maß an Klarheit darüber, was er sich vom PR-Beruf erhofft und was er einzubringen bereit ist. Und wenn er dann noch belegen kann, dass er für den Wandel unseres Handwerks gut gerüstet ist, weil er das Thema Internet nicht nur theoretisch sondern auch praktisch durchdrungen hat, ist er oder sie ein interessanter Kandidat.</p>
<p>Zum Stichwort Können noch ein interessanter Link (via <a target="_blank" href="http://www.twitter.com/markush">Markus</a>). Adam Singer <a target="_blank" href="http://www.thefuturebuzz.com/2009/01/08/10-skills-all-pr-pros-need-for-2009-and-beyond/">skizziert hier zehn Fertigkeiten</a>, die ein künftiger PR-Profi beherrschen sollte. Insbesondere bei den Punkten 4) &#8220;Understanding of what defines successful content&#8221; und 5) &#8220;Proven ability to build a successul blog&#8221; bin ich ganz bei ihm. Die anderen Skills sind eher technischer Natur und ich würde sie nicht so absolut sehen, aber für ein umfassendes Verständnis für die Zusammenhänge und Wirkungsweisen des Social Web sind auch sie nicht zu vernachlässigen.</p>
<p>PS: Wenn du PR-/Journalismus-Studierender der FH Hannover (oder einer anderen Hochschule) bist, freue ich mich über dein Interesse und wäre noch viel erfreuter, wenn du eventuelle Anschlussfragen an die Podiumsdiskussion hier stellen würdest. Ich bin so neugierig, was dich bewegt!</p>
<p></p>
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		<title>Die DPRG und das Web &#8211; Ein Trauerspiel</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Sep 2008 16:06:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tapio</dc:creator>
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		<category><![CDATA[PR & Marketing]]></category>
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		<description><![CDATA[Der PR-Beruf braucht eine Standesvertretung und die Deutsche Public Relations Gesellschaft (DPRG) möchte das sein. Der &#8220;Berufsverband aller PR-Fachleute in Deutschland&#8221;. Soweit, so nett und wichtig. Doch was der Verband sich in den letzten Tagen im Netz geleistet, bzw. versäumt hat, ist traurig. Deshalb kann ich leider nicht nett sein heute, obwohl ich selbst Mitglied [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der PR-Beruf braucht eine Standesvertretung und die Deutsche Public Relations Gesellschaft (<a href="http://www.dprg.de">DPRG</a>) möchte das sein. Der &#8220;Berufsverband aller PR-Fachleute in Deutschland&#8221;. Soweit, so nett und wichtig. Doch was der Verband sich in den letzten Tagen im Netz geleistet, bzw. versäumt hat, ist traurig. Deshalb kann ich leider nicht nett sein heute, obwohl ich selbst Mitglied in dem Verein bin.</p>
<p>Am vergangenen Freitagabend verlieh die DPRG in Wiesbaden den <a href="http://www.der-deutsche-pr-preis.de/">Deutschen PR-Preis</a>. Alles wie immer, festlicher Rahmen im Kurhaus, mehr oder minder dolle Reden <a href="http://twitter.com/luebue/statuses/927504637">wie</a> <a href="http://twitter.com/luebue/statuses/927519378">per</a> <a href="http://twitter.com/50hz/statuses/927662405">Twitter</a> zu erfahren war und ein Kardinal, der als &#8220;Kommunikator des Jahres&#8221; ausgezeichnet wurde. Vor Ort also das Übliche bei solchen Galas, im Netz aber Anachronismus pur.</p>
<p>Nicht nur dass da heute noch das &#8220;Jetzt online: Anmeldung zur Galaveranstaltung&#8221;-Bannerchen prangt, die Webseite war am Samstag noch immer nicht mit der Liste der Preisträger versehen. Auch zu dieser Stunde wird der Umstand, dass Karl Kardinal Lehmann den Preis erhielt nur mit einem Link zu einer vorgefertigten Pressemitteilung (<a href="http://www.der-deutsche-pr-preis.de/data/2008/PI_Preisverleihung2008.pdf">als PDF</a>) verkündet. Die Preisträger in den interessanteren Kategorien erfährt man in besagtem PDF erst nach viel Blabla auf Seite 4. Dafür gibt&#8217;s noch immer die Shortlist und die Preisträger von 2007 an prominenter Stelle zum Download. Wohlgemerkt, die Gala ist zur Stunde 4 Tage her!</p>
<p>Bei so viel Web-Inkompetenz bleibt es fast schon eine beiläufige Randnotiz, dass die Meldung mit den Preisträgern &#8211; ganz Old-School-PR-mäßig &#8211; schon zu Beginn der Veranstaltung um 19 Uhr <a href="http://www.dprg.de/kurzmeldungen/itemshowone.php4?id=71&amp;return=itemshownewest.php4">ins Netz</a> gestellt wurde. Wer sich mit seinem Handy die Mühe machte, auf der Gala kurz ins Web zu schauen, wurde also jeglicher Restspannung beraubt. Schade. Jedes von den auf der Gala anwesenden Herrschaften vertretene Unternehmen würde seine wichtigen Ankündigungen besser organisiert veröffentlichen. So viel Professionalität sollte man vom Berufsverband eigentlich auch erwarten dürfen.</p>
<p>Doch mit der versemmelten PR-Preis-Website ist es nicht genug. Heute flatterte ein E-Mail-Newsletter an die Mitglieder in die Inbox, in dem den &#8220;sehr geehrten Mitgliedern&#8221; geheißen wird:<br />
<blockquote><i>&#8220;Gratulieren auch Sie Ihrem Berufsverband, der Deutschen Public Relations Gesellschaft e.V., zum 50. Geburtstag. Gratulieren Sie, indem Sie ein Gratulations-Banner in Ihre Internetpräsenz einbinden und mit www.dprg.de verlinken. Wählen Sie sich ein geeignetes Banner aus.&#8221;</i></p></blockquote>
<p>Abgesehen davon, dass so viel Befehlston noch nichtmal einem schlechten Callcenter über die Lippen käme, sind die angebotenen Banner auch noch grottenhässlich. Hier eine Kostprobe.<br /><img style="max-width: 800px; float: left; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px; margin-right: 10px;" src="http://dprg.enpress.de/download%5CFullsize-Banner2.gif" /><br />Die &#8220;Wir&#8221;-Form zieht sich durch alle Bannerformate. Als Einzelperson mit einem eigenen Blog möchte ich diese Majestatis-Tuerei aber nicht haben (selbst wenn ich das Banner schick fände).</p>
<p>Es ist schon bitter, dass ein Berufsverband professioneller Kommunikatoren in der eigenen Öffentlichkeitsarbeit so wenig Professionalität an den Tag legt &#8211; nach innen wie nach außen. Natürlich darf man mir jetzt &#8220;mach doch selber&#8221; vorhalten und sich wiederum über meinen Frustausbruch ärgern, aber auch damit kann und muss ein Verband rechnen, gerade in Zeiten des schnellen Mitmachnetzes, das er selbst noch immer als Verlängerung einer <strike>Hochglanz</strike>broschüre mit digitalen Mitteln begreift. Hier geht Kommunikation leider nicht &#8220;weiter&#8221;, wie der Jubiläumsclaim es gern hätte, sondern schnurstracks zurück in die Web-Vorzeit. Zum 50jährigen hätte ich mehr erwartet.</p>
<p>Alsdann, her mit den Gegenargumenten!</p>
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		<title>Wo ist die Leidenschaft? (Nachgedanken zur 1. Frankfurter networking nite)</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jul 2008 22:01:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tapio</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dass PR-Leute untereinander allein schon von Berufs wegen furchtbar gut untereinander vernetzt sind, halte ich für ein Gerücht. Sonst bräuchte es nicht solche Veranstaltungen wie die heutige &#8220;networking nite&#8221;, die in den Räumen der Agentur JP/KOM im Herzen von Frankfurt stattfand. Die DPRG-Junioren und die Organisatoren von JP/KOM hatten eingeladen zu einem Netzwerkelabend und gut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass PR-Leute untereinander allein schon von Berufs wegen furchtbar gut untereinander vernetzt sind, halte ich für ein Gerücht. Sonst bräuchte es nicht solche Veranstaltungen wie die heutige <a href="http://www.networkingnite.de">&#8220;networking nite&#8221;</a>, die in den Räumen der Agentur <a href="http://www.jp-kom.de/news-service/networkingnite_d.asp">JP/KOM</a> im Herzen von Frankfurt stattfand. Die DPRG-Junioren und die Organisatoren von JP/KOM hatten eingeladen zu einem Netzwerkelabend und gut 30 Leutchen kamen. Das zeigt, dass Bedarf für solche Veranstaltungen da ist, und die PR-Szene in Frankfurt das gut gebrauchen kann.</p>
<p>Das Impulsreferat kam von Bettina Wengenroth (<a href="https://www.xing.com/profile/Bettina_Wengenroth">XING</a>), Personalberaterin bei <a href="http://www.gk-personalberatung.de/cms/">GK Unternehmens- und Personalberatung</a>, einem der Handvoll relevanter Headhunter für die Branche in Deutschland. Während das Oberthema &#8220;strategische Karriereplanung in der PR&#8221; offensichtlich ein Gutteil des meiner Einschätzung nach recht berufsfrischen Publikums lockte, beschlich mir im Laufe der Diskussionrunde ein komisches Gefühl, dem eine Teilnehmerin im Anschluss im Gespräch mit mir Kontur verlieh. Sie sagte sinngemäß: &#8220;Bei den Fragen kam ja ein Thema so gar nicht auf. Nämlich, ob einem der Job auch Spaß macht. Verlässt sich denn niemand mehr auf&#8217;s Bauchgefühl bei der Berufsentscheidung?&#8221;</p>
<p>Und das trifft die Sache ziemlich auf den Punkt. Klar, man kann selten einen Personalberater so mit Fragen löchern wir heute abend. Einstieg, Gehalt, Wechsel zu anderen Agenturen oder auf die Unternehmensseite, verdienen Frauen weniger als Männer, was ist mit der Babypause, welche Spezialqualifikationen braucht man, all diese Dinge sind schön und wichtig zu wissen. Aber bei keinem einzigen Fragesteller kam so etwas wie Begeisterung für den eigenen Beruf durch. Niemand fragte sowas wie &#8220;Woran erkenne ich eine Agentur, in der ich gerne arbeiten würde?&#8221; oder &#8220;Wie finde ich ein besonders kreatives Umfeld, in dem ich schnell dazulerne?&#8221;. Alle Fragen waren doch sehr zweckmäßig-nüchtern, berechnend fast. Es hätte keinen großen Unterschied gemacht, ob im Publikum Ingenieure oder Juristen gesessen hätten. Leidenschaft für den PR-Beruf war nicht zu spüren.</p>
<p>Das ist schon fast enttäuschend, spiegelt aber das wider, was ich im Rahmen des Berufseinsteiger-Recruitings bei meinem Arbeitgeber <a href="http://www.hotwirepr.de">Hotwire</a> erfahren habe. Kaum jemand brennt drauf, ein guter Kommunikationsberater zu werden. Für die allermeisten Bewerber ist es ein Job. Mehr nicht. Ich frage mich, wie man langfristig in diesem Beruf glücklich werden kann, wenn man nicht eine gewisse Begeisterung für die Aufgaben und Herausforderungen des Beraterdaseins, bzw. des Kommunikationsfachmenschen mitbringt. Schließlich wird viel verlangt, viel gearbeitet, im Vergleich zur Unternehmensseite wenig verdient. Also muss es sich doch anderweitig lohnen! Durch Abwechslung, ständig Neues, dazulernen, hineindenken in komplexe Aufgaben und diese kreativ lösen zu können. Das gibt doch den Kick, oder nicht?</p>
<p>Ich bin in die PR gegangen, weil ich in diesem Beruf die Chance sehe an den Schnittstellen von Unternehmensführungen und Öffentlichkeiten, von Medien und Machern, von Interessengruppen und Konsumenten, letztlich von Menschen zu Menschen eine gestaltende, Vertrauen bildende und kreativ-beratende Rolle einzunehmen. Diese Vielfalt bietet kaum ein anderer Job, in kaum einem anderen Beruf gibt es soviel Spannung. Die Medienwelt wandelt sich, die Unternehmen wandeln sich mit und ich kann mitmachen, wenn es diesen Wandel zu gestalten gilt. Großartig! Aber das geht nur mit Leidenschaft, die Karriere entsteht dann (fast) von allein. Aber wo ist sie hin, die Leidenschaft?</p>
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