Tag: Cluetrain


22Apr

Lufthansa findet die Relevanz-Brücke und zeigt, wie “Cluetrain” geht

Kategorie Fallbeispiele | TAGS , , , ,

Ich bin begeistert. Seit Langem mal wieder. Begeistert von einem kleinen, unaufwändigen, aber umso effektiveren Social-Media-Kommunikationsschachzug. Von Lufthansa. Und der geht so:

Vor ein Paar Wochen verliert oder vergisst ein Apple Entwickler in einer Bar in Kalifornien einen Prototypen des noch streng geheimen iPhone der nächsten Generation. Das Gerät gelangt über Umwege an die weltweit vielgelesenen Tech-Blogs Engadget und Gizmodo, die Anfang dieser Woche darüber berichten. Die Gerüchtehungrige Netzgemeinde, allesamt zumindest Apple-interessiert, wenn nicht gar Fans, stürzt sich auf die Story und verbreitet sie weiter. Soweit, so normal.

Es stellt sich heraus, dass der schusselige Apple-Entwickler den Namen Gray Powell trägt, eine Facebookseite hat, und sein kostbares Gadget in einem deutschen Biergarten vergaß, weil er dem leckeren Gerstensaft aus deutschen Landen etwas zu sehr zugesprochen hatte. (Die ganze Story hier.) Zack, das ist sie, die Relevanz-Brücke. Das kleine Verbindungsstück von einer Apple-Geek-Geschichte zur deutschen Fluglinie Lufthansa.

Die macht sich die Story heute kurzerhand zu Nutze und schickt diesen Tweet vom Account @Lufthansa_USA in die Welt hinaus.

Hinter dem Link zu Twitpic steht ein offener Brief an iPhone-Vergesser Gray Powell. Der sieht dann so aus:

Wer darüber nicht geschmunzelt oder laut gelacht hat, dem ist nicht mehr zu helfen, oder?

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23Sep

Cluetrain ist kein alter Hut

Kategorie Events, Fallbeispiele | TAGS , , , , ,

Kommunikationsleuten, die das Cluetrain Manifesto noch nicht gelesen haben, sei es dringend empfohlen. Es skizzierte nämlich vor Jahren schon sehr treffend und zuspitzend, was heute Unternehmen blüht, die sich nicht mit den grundlegenden Konsequenzen beschäftigen, die das Internet so mit sich bringt. Dass fast acht Jahre nach Cluetrain noch unglaublich viel Lernbedarf besteht, zeigen die folgenden Posts, die aus Sicht der Mitdiskutanten eine Podiumsveranstaltung Revue passieren lassen, die gestern in Darmstadt stieg.

Kaffeeklatsch (Olaf Kolbrück, off-the-record)
PR und Blogs (Robert Basic, Basic Thinking)
PR im Web 2.0: Ist schon Zukunft? (Thomas Pleil, Das Textdepot)
Von der Relevanz des Kaffeeklatschs (Wolfgang Lünenbürger, PR 2.0)

Lesebefehl!

3Aug

Rückkehrer

Kategorie Märkte, Zeugs | TAGS , , ,

15 Tage Urlaub in Finnland. Ohne Internet. Ohne Rechner. Nur gestern mal kurz twittern geübt, damit ich’s nicht verlerne. OK, einmal Mails checken war auch, aber erst am Freitag abend. Stattdessen gab’s viel Ruhe, viel Erholung und viele neue Inspirationen. Sogar zum Lesen bin ich gekommen, wieviel Zeit man doch hat, wenn alles analog ist!

Urlaubs-Buchtipps:
1. Wenn ich mal groß bin – von Martin Reichert / Entgegen der Coveranmutung mit der orangen Freitag-Umhängetasche ist das nicht “Generation Golf” reloaded und ein auf die Mittdreißiger wie mich gemünztes Bonmot/Anekdoten/Schmunzelstückchen. Natürlich gibt’s reichlich zu schmunzeln, wenn man sich selbst als “Langzeitadoleszent” ertappt fühlt, aber Martin Reichert geht durchaus ernsthaft den großen Lebensfragen eines vielleicht doch noch nicht ganz erwachsenen Menschen jenseits der Großen 3 nach. Von Werten, Familie, Party-Szene, Beruf, Eltern, Kinderkriegen, Älterwerden und all den anderen spannenden Dingen ist die Rede. Sehr lesenswert!

2. Nicht mein Tag – von Ralf Husmann / TV-Comedy- und Serien-Autor Ralf Husmann schreibt hier die Geschichte vom Durchschnittsfamilienvater und Bank-Angestellten Till, der durch einen Banküberfall auf einen Roadtrip sehr skurriler Natur gerät und in dessen Verlauf sein bisheriges Leben in Frage stellt. Sehr szenenhaft geschrieben, als wäre das Drehbuch nebenher mitgeschrieben worden. Es sind genug Schmunzler und Lacher drin für eine schnelle Urlaubslektüre ohne Anspruch auf Weltliteraturigsein. Prädikat: Nix für ProSieben-Hasser.

3. The Cluetrain Manifesto – von Christopher Locke, Rick Levine, Doc Searls und David Weinberger / Ich bin vermutlich der späteste Leser dieses Standardwerks (und das ist es!) über den Einfluss des Internets auf die Geschäftswelt. Und ich ärgere mich, dass ich es nicht schon viiiieeeel früher gelesen habe. Andererseits freue ich mich, dass ich es jetzt gelesen habe. So viel Inspiration war selten. Meine Lieblings Clutrain-These: Nr. 20 “Companies need to realize their markets are often laughing. At them.” Prädikat: Lesebefehl!

So, ab morgen könnt ihr wieder mit mir rechnen.