Tag: blogosphäre


2Feb

Twingly, die Zweite – Trackbacks bei BILD.de

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Letzte Woche das Handelsblatt, heute BILD.de. Blogsuchmaschinen- und Trackback-Technik-Firma Twingly gibt Gas und gibt schon die zweite namhafte Verlagskooperation in Deutschland bekannt. Ab sofort werden Blogposts, die sich auf Artikel von BILD.de in den Bereichen Unterhaltung, Sport, Bundesliga oder BILD.com (Englische Inhalte) beziehen, in einer kleinen Box (Beispiel-Artikel) am Ende des jeweiligen Artikels angezeigt.

Wer hätte das gedacht, angesichts der fast schon flehenden Appelle des Handelsblatt-Bloggers Thomas Knüwer, der sich für die stärkere Verlinkung der deutschen Newsseiten starkt macht.

28Jan

Mehr Saft! Mit Handelsblatt.com und Twingly (Update)

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“Link-Juice” nämlich. Der Saft aus dem das Social Web besteht und das Blogs ihre tollen Suchmaschinenplatzierungen beschert wird ab morgen auch vom Online-Zweig des Handelsblatts aus dem Hause Holtzbrinck gepresst, oder geerntet, je nach Sichtweise. Wie Thomas Knüwer heute abend vorab bloggte, wird neben jedem Artikel auf Handelsblatt.com ein kleines Kästchen erscheinen, das zeigt, welches Blog sich auf diesen Beitrag bezieht.

Warum das toll ist? Ganz einfach:

Für das Handelsblatt ist es toll, weil a) die Leser sehen, dass es Menschen gibt, die sich weiterführend mit einem Artikel beschäftigt haben und b) weil die automatisch eingesammelten Links den “Link-Juice” für die Website erhöhen und die Artikel künftig bei Google weiter oben landen werden.

Für die Blogger ist das toll, weil sie c) den einen oder anderen zusätzlichen Leser bekommen, der über die Backlinks auf sie aufmerksam wird und d) wiederum ihr Google-Karma wächst.

Außerdem ist die Einführung dieser Technik auf einer der wichtigsten Wirtschaftspublikationen im deutschsprachigen Internet so etwas wie eine Adelung der Blogosphäre durch die sich sonst eher durch Behäbigkeit und Internetskepsis auszeichnende Verlagswelt. Ich wette manchen Blogger wird der Ehrgeiz packen, prominent in den Linkback-Kästchen beim Handelsblatt zu landen.

Möglich wird der Blog-Trackback durch eine Technologie des schwedischen Unternehmens Twingly, die neben einer ziemlich smarten Blog- und Microblogging-Suchmaschine eben die Technik Twingly Blogstream anbietet. Mit ihrer Hilfe können Blogverlinkungen in das redaktionelle Umfeld eingebunden werden, ohne dass gleich jeder Spam-Link oder zweifelhafte Seiten dort landen. Denn Blogstream schaltet eine Moderation dazwischen, wie sie auch bei Blog-Kommentaren üblich ist.

Alles in allem ein hochspannendes Vorhaben und ein gutes Signal für die deutsche Blogosphäre, die es auch schon freudig aufnimmt. Bei der MBC09 in Hamburg hatte ich Twinglys Business Developerin Anja Rauch kennengelernt, die für die Sache Feuer und Flamme ist. Verlage, die jetzt auf’s Handelsblatt neidisch werden, sollten sie gleichmal kontaktieren.

Twingly Kommentarbacklinks bei Handelsblatt.comUPDATE: Heute, Donnerstag 29.1.09, hat Handelsblatt.com die Funktion nun freigeschaltet und bringt dazu einen kurzen Beitrag in eigener Sache. Pikantes Detail am Rande: Der Artikel liest sich wie eine Pressemitteilung, die in dieser Form und Floskelhaftigkeit von Journalisten stets kritisiert und nie und nimmer 1:1 (übrigens samt Tippfehler “Tageseitungen”) publiziert würde. Bei der Meldung aus dem eigenen Haus nahm man es beim Handelsblatt wohl nicht so genau.

28Nov

Kein Aprilscherz: re:publica’09 vom 1.-3. April 2009 in Berlin

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Die re:publica08 war für mich so etwas wie ein Initiationsritus zur Aufnahme in die Blogosphäre. Ich kannte keinen Menschen dort, habe aber den einen oder anderen kennengelernt und ansonsten drei Tage gestaunt und die Laptop-schwangere Atmosphäre eingeatmet. Es war ansteckend. Es folgte die Next08, die Pl0gbar Rhein/Main, spontane Twitterer-Treffen in Frankfurt, schließlich das BarcampBerlin3 samt Web 2.0 Expo.

Und inzwischen kenne ich deutlich mehr Leute, habe ein besseres Gefühl dafür entwickelt, wie die deutsche und europäische Blogger-, Social Web- und Startup-Szene tickt und bin gefühlt ein gutes Stück geekiger geworden. Ich habe für meinen alten Arbeitgeber einen kleinen Beitrag über die re:publica08 geschrieben, der mit “Das Herz der Blogosphäre” oder so betitelt war. In diesem Jahr habe ich das Herz noch beim Schlagen beobachtet wie ein Chirurg. Nächstes Jahr bin ich schon Teil des Blutkreislaufs.

Also, wir sehn uns auf der re:publica09!

6Apr

re:publica 08 aufgeschnappt – 3.-4.4.

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Zweiter und dritter Tag der Konferenz der harten Stühle. Eine Auswahl an Soundbites:

“Greenpeace will die Kommunikation dialogischer gestalten.”
- Volker Gassner, Greenpeace

“Vertauen ist schwer skalierbar. Das geht nur offline.”
- Wortmeldung von Ralf Bendrath, Netzpolitik.org beim Panel Advocacy 2.0

„Wenn man sich den Samstag abend in den Öffentlich-Rechtlichen so anschaut, kann man sich gut vorstellen, dass die die das noch gucken, das tun, weil sie da nicht mehr weggkommen.“
- Johnny Häusler, Spreeblick

„Ich möchte gern den öffentlich-rechtlichen Content remixen können. Am besten mit Creative Commons License. Ich habe es mit den Gebühren ja auch bezahlt. Im Moment muss ich ja Angst haben in den Knast zu kommen, wenn ich die Tagesschau in mein Blog einbinden möchte.“
- Publikumskommentar beim Panel “Was ist öffentlich-rechtlich im digitalen Zeitalter?”

“I don’t think Robert Scoble is a citizen journalist.”
- Bicyclemark, www.citizenreporter.org