Tag: Apple


4Okt

Warum Apple keine PR braucht

Kategorie Zeugs | TAGS

Weil sie schon so fest in deinem Gehirn verankert sind, dass du blind auf den Link zu diesem Artikel geklickt hast.

So, und jetzt viel Spaß bei all den Sensationen, die da kommen mögen!

UPDATE: Gut, es war wohl nix mit Sensationen. Ein Hardware-Update für’s iPhone und – das dürfte spannender weren – die Vorstellung des “intelligenten Assitenten” Siri.

22Apr

Lufthansa findet die Relevanz-Brücke und zeigt, wie “Cluetrain” geht

Kategorie Fallbeispiele | TAGS , , , ,

Ich bin begeistert. Seit Langem mal wieder. Begeistert von einem kleinen, unaufwändigen, aber umso effektiveren Social-Media-Kommunikationsschachzug. Von Lufthansa. Und der geht so:

Vor ein Paar Wochen verliert oder vergisst ein Apple Entwickler in einer Bar in Kalifornien einen Prototypen des noch streng geheimen iPhone der nächsten Generation. Das Gerät gelangt über Umwege an die weltweit vielgelesenen Tech-Blogs Engadget und Gizmodo, die Anfang dieser Woche darüber berichten. Die Gerüchtehungrige Netzgemeinde, allesamt zumindest Apple-interessiert, wenn nicht gar Fans, stürzt sich auf die Story und verbreitet sie weiter. Soweit, so normal.

Es stellt sich heraus, dass der schusselige Apple-Entwickler den Namen Gray Powell trägt, eine Facebookseite hat, und sein kostbares Gadget in einem deutschen Biergarten vergaß, weil er dem leckeren Gerstensaft aus deutschen Landen etwas zu sehr zugesprochen hatte. (Die ganze Story hier.) Zack, das ist sie, die Relevanz-Brücke. Das kleine Verbindungsstück von einer Apple-Geek-Geschichte zur deutschen Fluglinie Lufthansa.

Die macht sich die Story heute kurzerhand zu Nutze und schickt diesen Tweet vom Account @Lufthansa_USA in die Welt hinaus.

Hinter dem Link zu Twitpic steht ein offener Brief an iPhone-Vergesser Gray Powell. Der sieht dann so aus:

Wer darüber nicht geschmunzelt oder laut gelacht hat, dem ist nicht mehr zu helfen, oder?

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5Jan

Steve Jobs himself als Krisenkommunikator

Kategorie Menschen, Unternehmen | TAGS , , , , ,

Die seit Mitte Dezember wieder aufgeflammten Gerüchte um den Gesundheitszustand von Apple-CEO Steve Jobs führten nicht nur zu Einbrüchen beim Aktienkurs der Apfelfirma, sondern heute auch zu einer unerwarteten Wende in der Kommunikationspolitik des Chefs.

In einem offenen Brief an die “liebe Apple Community” nimmt er Stellung zu den Mutmaßungen und teilt dem Leser mit, warum er 2008 so stark an Gewicht verloren hatte (eine erst kürzlich diagnostizierte Hormonstörung ist schuld) und dass er sich in Behandlung befinde.

Für ein Unternehmen, das über 10 Jahre nie auch nur ein einziges Gerücht kommentiert hat, ja das es zum Spannung steigernden Prinzip erhob, vor großen Messen wie der MacWorld absolutes Stillschweigen über neue Produkte zu bewahren, ist das ein bemerkenswerter Schritt. Dass ihn der CEO jetzt aufgrund der Zuspitzung der Gemengelage höchstpersönlich geht, ist jedoch nur konsequent.

Steve Jobs hat Apple seit seiner Rückkehr 1996 ganz auf sich und seine Visionen zugeschnitten. Er selbst ist der beste Vermarkter des Erfolgs. Dass diese einseitige Ausrichtung bis hin zum von den Fans zelebrierten Personenkult sehr riskant war, zeigte sich spätestens als Jobs vor einigen Jahren an Bauchspeicheldrüsen-Krebs erkrankte und damals für einige Monate ausfiel. Seit dem hat sich jedoch nur wenig an der personenbezogenen Kommunikationspolitik geändert.

Doch Apple wird dafür sorgen müssen, dass es auch ohne Steve Jobs weitergehen kann. Wenn nicht kurzfristig (was Steve Jobs ja niemand wünscht), dann doch auf lange Sicht. Und da wird dann auch etwas sehr persönliches wie der Gesundheitszustand des Chefs ein Schlüsselthema für die Unternehmenskommunikation. In den nächsten Jahren wird Apple gut daran tun, seinen iCEO seltener auf die Bühnen zu schicken und neue Gesichter als Identifikationsfiguren aufzubauen. Das geschieht morgen (und schon bei vorangegangenen “Keynotes”), indem Marketing-Chef Phil Schiller die Eröffnungsrede halten wird. Sicher nicht so geschmeidig und schneidig-selbstbewusst wie “His Steveness”, aber am Ende zählt dann doch das Produkt und nicht die Person, die es verkauft.

(Die Nachricht rauscht natürlich schon rasend durch die Online-Welt. Man hätte natürlich auch mal an Jobs’ Supermarktkasse fragen können.)

19Aug

Saurer Apfel

Kategorie Unternehmen | TAGS , , , , , , ,

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Wenn Michael Arrington vom TechCrunch schlecht über Apple schreibt, ist das bemerkenswert. Vor allem, weil Arrington inzwischen so etwas wie der Übergatekeeper für Tech-Themen ist. Was er schreibt, wird gelesen und kommentiert und in Blogs weltweit tausendfach referenziert.

Es ist deshalb kein gutes Zeichen für den Medienstar der Techbranche schlechthin, Apple, wenn das Thema mangelhafte Produktqualität einen Post von Arrington beherrscht. Hardwareprobleme mit MacBooks, unausgegorene Software und schlechte Akkulaufzeiten auf iPhones, der katastrophale Start des Online-Dienstes MobileMe, der eigentlich Google, Blackberry, Microsoft und Yahoo gleichzeitig ausstechen sollte, der Kritikpunkte gibt es viele.

All diese Dinge sind bislang aber mit bemerkenswert leisem Grummeln in der Mac-Gemeinde und selbst in den Medien behandelt worden. Die Kommentare klangen eher nach “Mann, Apple, das müsst ihr aber besser hinkriegen. Aber das iPhone ist schon geil!”.

Meine Prognose: Arringtons kritischer Post wird in den nächsten Tagen und Wochen dazu führen, dass Mainstream-Medien sich Apples Produktqualität und Garantiepolitik genauer anschauen werden und die spektakulären Fälle breittreten werden.

Nach dem Apple-Jubel der vergangenen 2 Jahre wird jetzt Apple-Bashing auf den Plan treten. Und womöglich ist das die einzige Sprache, die der eitle Herr Jobs versteht. Vielleicht ist es tatsächlich einer gewissen Hybris geschuldet, dass Apple nicht großzügiger auf verärgerte Kunden eingeht und vielleicht liegt es einfach an erhöhten Produktionsvolumina, dass mehr technische Defekte ans Tageslicht kommen. Das alles war aber erwartbar und darf von einer Premium-Marke mit Jedermannanspruch auch erwartet werden. Herr Jobs hätte es also einfacher haben können.