Kategorie: Werkzeuge


18Jan

Twitter im PR-Einsatz – Bitte nur mit viel Umsicht!

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Der weltweit tätige Dienstleister für die PR-Branche, Cision (Medienbeobachtung, Datenbanken), plant PR Newser zufolge ab Mitte des Jahres zumindest in den USA die Aufnahme von Twitter-Namen von Journalisten in ihre Datenbank. Das unterstreicht zweifellos die Bedeutung, die Twitter auch für die Öffentlichkeitsarbeit inzwischen hat, birgt aber auch Risiken für den Dienst.

Social Media-Vordenker Steve Rubel mahnt die PR-Kollegen denn auch zum umsichtigen Umgang mit dem neuen Kommunikationskanal.

My advice to those of you in PR is to participate first, pitch later (this is counsel my colleague Phil Gomes regularly
teaches). Ideally I would love to see everyone in PR be on Twitter but
only if we add value. This means that we must transparently and openly
participate in conversations, always respect the community and build
relationships. Do this (and do this well) and most everyone will be
happy to hear our pitches.

Diesen Punkt kann man nicht genug betonen. Twitter lebt mehr als jede andere zweinullige Technik vom Dialog und vom Aufbau nachhaltiger und persönlicher Beziehungen. PRler, die Twitter einfach als weiteren Weg zur massenhaften Verbreitung von Links zu Pressemitteilungen oder womöglich Pitches per Direct Message missbrauchen, werden auf die Nase fallen.

Denn Twitter bietet, anders als die gute alte E-Mail, die Möglichkeit, unliebsame Absender einfach zu blocken. Und das wäre der Anfang vom Ende von Twitter als strategisch eingesetztes PR-Werkzeug.

1Dez

Tool-Watch: Power.com

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Sie haben schon 5 Millionen Nutzer, aber hierzulande und selbst in den USA kennt sie kaum jemand: Power.com. Ursprünglich aus Brasilien und sowohl dort als auch in Indien stark im Markt vertreten, schickt sich der Dienst an, ab heute auch die Staaten zu erobern. Da ist es nur eine Frage von Tagen oder wenigen Wochen, bis auch hierzulande die Web-Szene mit Power.com spielt. Also beschleunigen wir das doch ein bisschen.

Power.com aggregiert die Nutzerprofile der verschiedensten Social Networks (derzeit Facebook, MySpace und die bei uns weniger bekannten Hi5 und Orkut) auf einer Seite. Dazu nimmt das Portal noch Instant Messaging-Dienste. Das Besondere: Power.com ist selbst kein Social Network. Es holt nur alle persönlichen Profile und Kommunikationswege an einem Ort zusammen und ermöglicht Kommunikation in beide Richtungen. Nachrichten die von Power.com aus verschickt werden, werden auf den jeweiligen Portalen oder IM-Diensten “zugestellt”.

Für die Freunde in den jeweiligen Netzwerken ändert sich nichts. Sie lesen die Nachrichten in ihrer gewohnten Umgebung. Der Power.com-Nutzer hingegen hat nur noch eine Anlaufstelle für alle Networking- und Kommunikatonsaktivitäten im Social Web.

Die Anmeldung ist denkbar einfach. Man gibt sein Login für eines der bereits genutzen Social Networks ein, der Rest erledigt sich von selbst. Noch werden deutsche Services, wie XING oder StudiVZ nicht unterstützt. Auch Twitter fehlt in der Liste. Doch wenn Power.com erst einmal vom Geheimtipp zum “Next Big Thing” avanciert ist, wie Mashable vermutet, werden auch diese Features kommen. Dann ist Schluss mit dem Springen zwischen den verschiedenen Diesten und dem Einsammeln der verstreut eintreffenden Nachrichten. Für den Heavy User des Social Web eine sehr attraktive Aussicht.

30Nov

Themen-Monitoring bei Twitter mit Twilert

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Twilert ist für Twitter, was die Google Alerts für Google News und Groups sind.

Die automatisierten E-Mail-Updates von Google News sind aus dem Arbeitsalltag von PR-Leuten ja schon nicht mehr wegzudenken. Man gibt ein Suchwort ein und abonniert neue Webseiten oder Nachrichten, die das Stichwort enthalten per E-Mail. Gerade bei Themen, die aufkommen können, aber nicht müssen, ist das sehr praktisch und spart viel manuelle Sucharbeit.
Twilert Logo
Mit Twilert kann man jetzt auch Twitter nach vorgegebenen Stichworten durchsuchen lassen und erhält zur gewünschten Tageszeit eine E-Mail mit den passenden Tweets. Das ist besonders hilfreich für Leute, die im laufenden Tagesgeschäft vielleicht keine Zeit haben ständig auf RSS-Feeds mit einer Twitter-Suche zu schauen, oder die unterwegs einen Blackberry nutzen, aber nicht per Browser Feeds lesen möchten.

Twilert erlaubt neben der einfachen Schlagwortsuche auch verknüpfte Wörter, gezielte Suche nach Hashtags (die kleinen Themenmarker bei Twitter mit dem # davor) und sogar die Eingrenzung der Sprache des betreffenden Tweets.

Besonders interessant: Man kann auch gezielt nach Personen suchen (zum Beispiel eine Zusammenfassung aller “Preußen Münster” Tweets von @tknuewer abonnieren, wenn man das möchte) und den Suchumkreis geographisch eingrenzen.

Wie gut diese Funktionen in der Praxis tatsächlich sind, kann ich noch nicht beurteilen. Das Konzept hingegen klingt vielversprechend und kann zumindest für das Monitoring nicht brandheißer Themen und Konversationen in Twitterland sehr nützlich sein. Für das Issues Monitoring im Sinne der Beobachtung potenziell krisenrelevanter Entwicklungen hingegen eignet sich Twilert leider nicht, denn es ist gibt keine Funktion “sende sofort eine E-Mail”. Aber da der Dienst wie so viele erst am Anfang steht, mag das ja auch noch kommen.

(via Drew)

19Nov

Twitter-Monitoring mit Twollow

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Wenn mal man als Unternehmen oder Privatperson wissen will, wo im Netz über einen selbst oder über die eigenen Produkte geschrieben wird, ist das oft gar nicht so einfach herauszufinden. Die Programmierschnittstelle von Twitter macht das einfacher, denn über sie lassen sich so praktische Werkzeuge wie Twollow erstellen.

Twollow sorgt dafür, dass man automatisch den Twitterern folgt, die bestimmte Schlagworte verwendet haben. Dadurch wird die Identifikation von Online-Konversationen zu einem Thema sehr viel einfacher. Das Tool ist durchaus für die Früherkennung von kritischen Gesprächen oder krisenhaften Entwicklungen geeignet.

Natürlich ist Twitter nur ein kleiner Teil der Web-Welt, aber dafür der Bereich, der am schnellsten für die Verbreitung von Themen und Neuigkeiten sorgt. Im Guten wie im Schlechten.

Dieses Video zeigt, wie Twollow funktioniert.

Quick Twollow.com Demo from jon on Vimeo.

Ich habe für meinen Firmen-Account @oseon die Stichworte “Oseon” und “Oseon Conversations” bei Twollow eingerichtet. Wenn du also mal ausprobieren möchtest, wie es ist automatisiert gefolgt zu werden, twittere doch einfach etwas mit einem der beiden Begriffe!

Wenn du Twollow selbst ausprobieren möchtest, sei bitte vorsichtig bei der Wahl der Suchbegriffe. Zu generische Schlagwörter sorgen für sehr viele Auto-Follows, die schnell als Spam missverstanden werden können.

(via Klaus Eck, Claudia Sommer, und Zweipunktnull)

18Nov

Jenseits von QWERTZ & Maus

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So sehr wir uns auch an unsere Tastatur und Maus als Eingabegeräte gewöhnt haben, so anachronistisch erscheinen sie doch bei genauerem Hinsehen. Heute reifen Technologien, die unsere Art mit Daten umzugehen grundlegend verändern werden. Was im Film Minority Report vor sechs Jahren noch Fiktion und Trick war, wird heute schon Wirklichkeit, wie dieser Film sehr beeindruckend zeigt.

g-speak overview 1828121108 from john underkoffler on Vimeo. (via Jan)

Das QWERTZ- oder QWERTY-Layout heutiger Computertastaturen geht zurück auf die Schreibmaschinen und war schlicht eine mechanische Notwendigkeit, damit sich die verschiedenen Lettern beim Schlag auf Farbband und Papier nicht in die Quere kamen. Heute produzieren und manipulieren wir immernoch die allermeisten Daten mit Hilfe eines überkommenen Werkzeugs. Sehnenscheidenentzündungen inklusive.

Neben dem ergonomischen Problem gibt es noch ein kognitives. Das menschliche Hirn ist zum Beispiel für das Lernen aus Texten gar nicht so gut geeignet. Sie sind lineare Zeichenfolgen mit einer Bedeutung, die sich erst durch einen sehr komplexen Prozess im Gehirn erschließt. Der Hyperlink im Web erlaubt zwar den schnellen Sprung von einem zum nächsten Dokument, doch auch hier bleibt der Vorgang linear. Das Warum der Verbindung ist ebenfalls nicht im Hyperlink selbst enthalten. Und während wir mit den Augen den Text erfassen und mit dem Gehirn die Bedeutung erarbeiten müssen wir mit sehr indirekt wirkenden Aktoren (Tastatur und Maus) hindurchnavigieren. Sehr umständlich ist das.

Wie das Videobeispiel oben zeigt, geht es auch anders. Die Technik erlaubt es uns heute, die dritte Dimension hinzuzunehmen und die Datenmanipulation durch Gestensteuerung unmittelbarer zu machen. Da mit Hilfe solcher Techniken auch Verbindungen zwischen Dingen im Raum darstellbar werden, kommt eine zusätzliche kognitive Ebene hinzu, die Bedeutung und Zusammenhänge sehr viel schneller transportiert als Text. Außerdem bewegt man sich viel mehr, was ebenfalls verständnis- und lernfördernd wirken kann, weil auch motorische Nervenimpulse mit abstrakten Informationen verknüpft werden können.

Die Unmittelbarkeit, mit der bei so genannten Multi-Touch-Oberflächen Daten manipuliert werden können, ist mit ein Grund für den Erfolg des iPhone und anderer Touchscreen-Systeme. Wie dieser Channel bei Vimeo zeigt, gibt es eine ganze Reihe experimenteller Interface-Systeme, die die von QWERTZ und Maus lösen und Hände, Oberflächen, grafische Benutzerschnittstellen und Daten samt ihrer Bedeutung schaffenden Verknüpfungen und den Objekten, die uns umgeben, näher zueinander bringen. Ein weiteres Beispiel ist Microsofts “Surface”, ein interaktiver Multitouch-Tisch, der mit den Gadgets die man darauf stellt automatisch in Verbindung tritt und die Daten (z.B. Fotos) sichtbar macht.

Microsoft Surface from benzoid on Vimeo.

Hier liegt meines Erachtens der Schlüssel zum nächsten (r)evolutionären Entwicklungsschritt in der Computertechnik. Neben der Spracherkennung werden Multitouch- und 3D-Manipulationstechniken dem “Überallcomputer” einen enormen Schub verleihen. Die kulturellen Auswirkungen werden wir und nachfolgende Generationen in allen Lebensbereichen zu spüren bekommen: in Beruf, Freizeit, Schule, Kunst, Kino, etc. Das wird von uns allen einen Abschied abverlangen: den vom Zehnfingersystem.