Kategorie: PR & Marketing


17Dez

PR, Events und das Social Web (Leseprobe aus “PR im Social Web”)

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In der PR sind Öffentlichkeit und Vertraulichkeit oft zwei Seiten der gleichen Medaille. Einerseits arbeiten wir PR-Leute darauf hin, unsere Unternehmen oder die unserer Kunden in die Öffentlichkeit zu bringen, andererseits braucht es für dieses Ziel auch Vertrauen. Vertrauen etwa zwischen Managern und Journalisten, wenn sie sich auf ein Hintergrundgespräch treffen, das in erster Linie der Beziehungspflege dient. Dabei setzt man Vertrauen in sein Gegenüber, dass Dinge, die vertraulich bleiben sollen auch vertraulich bleiben. Unter vier oder sechs Augen mag das funktionieren, aber je größer der Kreis der Personen wird, der Vertrauliches erfährt, desto höher ist das Risiko, dass sich einer nicht an die formelle oder unausgesprochene Abmachung hält.

Das Internet verschiebt die Grenzen von Vertraulichkeit und Öffentlichkeit

Mit der Durchdringung des Alltags und des Wirtschaftslebens durch das Internet wächst das Risiko, dass Geheimnisse den Weg in die Öffentlichkeit finden. Was die Whistleblower von Wikileaks für die internationale Politik bewirkten – nämlich das Bewusstsein dafür, dass nichts mehr vor Veröffentlichung sicher ist – wird auch für das Wirtschaftsleben zum Normalzustand. Das Social Web ist da nur die Infrastruktur mit der sich Bemerkenswertes oder Skandalöses in Windeseile verbreitet. Die dezentrale Struktur des Internet macht es grundsätzlich unmöglich, eine Information, die einmal öffentlich ist, wieder zu verbannen. Damit müssen auch Unternehmen leben.

Diese Entwicklung sollte natürlich nicht einer allgemeinen und unbegründeten Paranoia Vorschub leisten. Es ist nur für Kommunikationsprofis wichtig zu verstehen, dass sie bereits heute unter anderen Rahmenbedingungen agieren als noch vor zehn Jahren. Vertrauen und Vertraulichkeit, Transparenz und Geheimnis stehen heute unter neuen Vorzeichen. Das wirkt sich auch auf PR-relevante Ereignisse aus. Weiterlesen »

9Dez

Shitstorm-Überlebenstipps – Ergänzungen willkommen!

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Rund um die Wikileaks-Story  jagt ein “Shitstorm” den nächsten. Paypal, MasterCard, Visa, das State Department – jeder kriegt sein Fett weg. Gut für unser Buch “PR im Social Web” (Facebook-Page), weil wir aktuelle Beispiele einbinden können. Ich verfasse gerade ein paar Tipps, was PR-Leute präventiv und im Auge des Sturms tun können. Ergänzungen sind sehr willkommen!

  1. Integeres Verhalten des Unternehmens fördern um gar nicht erst Anlass für Empörung zu bieten
  2. Intern für die Mechanismen des Social Web sensibilisieren, damit Entscheider die Konsequenzen kennen
  3. Im Fall des Falles frühzeitig Stellung beziehen und dabei auf geschliffene “Corporate-Sprache” verzichten
  4. Im Extremfall (siehe zum Beispiel jüngst PayPal Deutschland im Fall Wikileaks) lieber Kommentare und Facebook-Pinnwand abschalten, bis der Sturm vorüber ist. Alles andere beschädigt weiter die Marke und erschwert den Neustart und den Wiederaufbau von Vertrauen.

Update: Dieser Post ist auch Thema beim neusten SocialMediaPReview Podcast mit Timo Lommatzsch, Sebastian Keil und Christian Bölling. Hier entlang, bitte!

## Mit meiner Züricher Kollegin Marie-Christine Schindler (@mcschindler) schreibe ich am Fachbuch “PR im Social Web – Das Handbuch für Kommunikationsprofis”. Es erscheint Anfang 2011 im O’Reilly Verlag. Bei Facebook geben wir Einblicke in die Entstehung und freuen uns über Feedback.

14Sep

“Zukunft der PR” – Ein paar Gedanken anlässlich des #pr2f

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Im Vorfeld des PR 2.0 FORUM am 1.10. in Hamburg fragt Björn von Kongressmedia im Social Web World Notizblog eine ganze Reihe von Kollegen, wie sie die Zukunft der PR sehen. Ich habe da natürlich auch meine Gedanken beigesteuert. Wenn es um die Zukunft des PR-Verantwortlichen geht, lautet meine Kernthese:

Ist die klassische Definition des PR-Managers als “Perception Manager” von innen nach außen gerichtet, kommt ihm nicht erst seit gestern die Aufgabe hinzu, den Managern in Fachabteilungen und Vorstandsetagen beizubringen, wie die Welt tatsächlich ist und was den Menschen wichtig ist. Ein Unternehmen, das nur kommuniziert, was es sich hinter verschlossenen Türen ausgedacht hat, wird schmerzhaft lernen müssen, dass es verpasst hat für seine Zielgruppe relevant zu bleiben/werden.

Der PR-Manager wird zum “Public Relevance Manager”, zur Schlüsselfunktion, die sicherstellt, dass das Tun und Lassen des Unternehmens auch seinen Widerhall in der gesellschaftlich-ökonomischen Wirklichkeit findet.

Den Rest lest ihr drüben im Notizblog. Und übrigens, das PR 2.0 FORUM wird ein richtig interessanter Tag, wie ihr beim Blick auf die Agenda entdecken werdet. Und das sage ich jetzt nicht nur, weil ich die Tagung moderiere. Echt nicht! Also schnell anmelden, wir sehen uns in Hamburg!

12Mai

Mittagstisch Nr. 7: Social Media Newsrooms, Prozesse vor Tools und etwas Trigema

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Nachdem die vergangenen Social Media PReview Mittagstische in recht kleinem Kreis stattfanden, waren gestern endlich mal wieder alle versammelt und mit Sebastian Voss hatten wir sogar noch einen Gast dabei.

Die Themen diesmal:

Viel Spaß beim Reinhören! Und wie immer eine herzliche Einladung, mit einem eigenen Themenvorschlag beim nächsten Mal dabei zu sein!

7Mai

Blogger-Regeln: Der DRPR demontiert sich selbst

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Da ist sie also, die Onlinerichtlinie des DRPR. Seit drei Wochen im Netz auf einem Posterous-Blog mit zwei Dutzend Kommentaren seitdem. Ich kam leider erst heute dazu, das ganze nochmal in Ruhe zu lesen und den Textentwurf, der ja als Diskussionspapier vorliegt zu kommentieren (dazu bitte hier entlang). Die Aufregung der Blogdiskussion im Januar – angestoßen durch Alexander Güttlers Äußerungen in der W&V – hat sich gelegt. Der Aufreger war ja auch nicht, dass der DRPR sich mit Online-Kommunikation beschäftigt – das soll er ruhig tun – sondern dass er vertreten durch Herrn Güttler einen Anspruch formuliert, der weit über die bislang vom DRPR adressierten Kommunikationsprofis (vulgo PRler) hinaus reichte. Man wollte “Blogger-Regeln” schaffen, die für mehr Transparenz im Social Web sorgen sollten. Davon ist im jetzigen Textentwurf nichts mehr zu sehen. Trotzdem bleibt der PR-Rat bei seinem Anspruch, wie ein Zitat des Vorsitzenden im PR Magazin zeigt. Weiterlesen »