Tapio Liller
über PR, Marketing, das Internet und wie das alles zusammenpasst. Tapio ist Inhaber der Unternehmensberatung für PR und Online-Kommunikation Oseon.
Zu Oseon »über PR, Marketing, das Internet und wie das alles zusammenpasst. Tapio ist Inhaber der Unternehmensberatung für PR und Online-Kommunikation Oseon.
Zu Oseon »In London und anderen Städten auf der Insel randalieren und plündern Horden von Leuten quer durch ihre Stadtteile und brennen Häuser nieder, gefährden Menschenleben. Wenn der dünne Firnis der Zivilisation abbröckelt, bleibt vom Menschen nur noch das Tier übrig. Neben den schrecklichen Bildern vom Geschehen scheint die (deutschen) Medien vor allem zu interessieren, wie es zu den Massenausschreitungen kommen konnte. Dann fallen schnell die zwei Namen, die seit der Ägyptischen Revolution offenbar fest gesetzt sind, wenn es um die Kommunikation von vielen Menschen untereinander geht: Facebook und Twitter.
“Die Krawallmacher und Plünderer organisierten sich über Facebook und Twitter…” heißt es dann im ZDF-Morgenmagazin und anderswo. Abgesehen davon, dass das wohl nur in Grenzen stimmt – wie der britische Guardian berichtet nutzen die Plünderer vor allem den (weitgehend geschlossenen) BlackBerry Messenger – was sagt dem Zuhörer diese Information? Macht es irgendeinen Unterschied, ob sich Verbrecher über das Social Web organisieren oder einfach nur per Telefon und SMS? Weiterlesen »
Die PR-Branche ist eine Löwengrube. Aus einiger Entfernung betrachtet, sieht man stolze Löwen mit prächtiger Mähne – große, weltweit agierende Agenturen, die für die Reputation noch größerer Konzerne einstehen und Markenwerte in Milliardenhöhe beeinflussen. Die Löwen putzen sich regelmäßig heraus, geben sich mit Awards und Ethikrichtlinien einen modernen, weltoffenen und glamourösen Anstrich. Schließlich weiß man ja, wie man sich in Szene setzt. Diese Aura hat den PR-Agenturen über Jahrzehnte geholfen, als attraktive Arbeitgeber dazustehen und jede Menge kluger Menschen anzuziehen.
Geht man aber näher heran und beobachtet die Branche einige Zeit – idealerweise als teilnehmender Beobachter – wird man feststellen, dass es in der Löwengrube alles andere als gesittet zugeht. Neid und Missgunst auf den Erfolg des Konkurrenten ist an der Tagesordnung. Dispute werden mal mehr, mal weniger laut ausgetragen. Weiterlesen »
Ed Wohlfahrt hat in einem leidenschaftlichen Post gestern einen wunden Punkt der Kommunikation im Social Web angesprochen: Allzu oft sind Social Media Manager oder Community Manager nicht mehr als nette Grüßonkel, die im schlechtesten Fall online Kundenbeschwerden abfangen, aber das Problem des Kunden nicht lösen können.
Ed meint deshalb, nur zuhören und freundlich Sorrysagen reicht nicht, es braucht Wissen über den konkreten Kunden und die Befugnis, etwas für ihn zu tun. Damit macht er ein großes Fass auf – und das völlig zurecht. Denn gerade wenn Unternehmen das Social Web für den direkten Dialog mit Kunden und so zwangsläufig auch für Kundenservice nutzen möchten, müssen sie sich Gedanken über Prozesse und Rollen von Mitarbeitern machen.
Der Countdown bis zum Erscheinungstag von “PR im Social Web – Das Handbuch für Kommunikationsprofis” läuft. Das Buch ist inzwischen im Druck und spätestens am 1. April 2011 wird es überall im Handel erhältlich sein. Meine Co-Autorin Marie-Christine Schindler und ich habe auf unserer Facebook-Seite zum Buch zwar schon gelegentlich durchblicken lassen, welche Themen wir behandeln, aber heute geben wir erstmals den Blick auf das gesamte Inhaltsverzeichnis frei.
(Tipp: Zum Betrachten des Inhaltsverzeichnisses im Vollbild-Modus, einfach oben rechts auf das Rechteck-Icon klicken.)
Wir freuen uns natürlich weiter über Feedback und eure Fragen bei Facebook, wo es auch zu gegebener Zeit mehr über Launch-Events und Gelegenheiten zum persönlichen Treffen, Kennenlernen und dann auch Signieren des Buchs geben wird. Wer das Buch gleich zum Erscheinungstermin in Händen halten will, kann es bei Amazon vorbestellen (Affiliate Link).
UPDATE: Marie-Christine und ich sind samt unserer Lektorin Susanne Gerbert im April auf der re:publica in Berlin. Da wird es auch eine kleine Buchlaunchveranstaltung geben und wer dann schon ein Exemplar hat, bekommt es natürlich von uns signiert!
(PS: Danke an unseren Verlag O’Reilly für das hübsche Inhaltsverzeichnis samt Cover!)
Im Internet sind nur Halsabschneider, Betrüger und andere Verbrecher unterwegs, die mit nicht nachlassendem Eifer durch die Corporate Blogs und Facebook-Fanseiten rechtschaffener Unternehmen marodieren, nur um dort anderer Leute Daten abzugreifen oder wahlweise übelste Beleidigungen gegen Firma, Marke und Mitarbeiter loszuwerden. Diese nur ganz leicht übertriebene Vorstellung vom Internet, vom doch eigentlich “sozialen” Netz, begegnet mir regelmäßig in Gesprächen mit Seminarteilnehmern aus Unternehmen, die gerade erst gehört haben, dass dieses Social Media Ding ja wichtig sein muss und man sich deshalb damit auseinandersetzen muss.
Ich mache den Leuten keinen Vorwurf, dass sie das Social Web erst jetzt entdecken. Dafür können sie nichts, es gibt für jedes Thema eine Late Majority – und mit dem Erklären und Aufklären verdiene ich unter anderem mein Geld. Dieser Post ist also keine (An-)Klage, sondern ein Ausdruck von tiefer Verwunderung. Verwunderung über das offenbar in den Köpfen vieler Menschen tief verankerte Misstrauen gegenüber anderen Menschen.
Dieses Misstrauen äußert sich offenbar besonders leicht, wenn die anderen Menschen – die da draußen im Internet – dem Netznovizen 1. nicht persönlich bekannt sind und sich 2. hinter einer neuen Technologie verstecken können, die er – der Netznovize – 3. noch nicht verstanden hat.
Unwissenheit macht Angst. Und Angst ist bekanntlich der Weg zur dunklen Seite (Yoda, “Star Wars”, ihr wisst schon). Weiterlesen »