Tapio Liller
über PR, Marketing, das Internet und wie das alles zusammenpasst. Tapio ist Inhaber der Unternehmensberatung für PR und Online-Kommunikation Oseon.
Zu Oseon »über PR, Marketing, das Internet und wie das alles zusammenpasst. Tapio ist Inhaber der Unternehmensberatung für PR und Online-Kommunikation Oseon.
Zu Oseon »Als wir im Oktober mit dem Gründungstext von “The Third Club” an den Start gingen, passierte genau das, was wir damit bezwecken wollten: Es wurde gerätselt und darüber gesprochen. Über den Namen, über die Aussagen des Gründungstextes, über die Personalkonstellationen, was da jetzt wohl komme und vor allem wie man denn mitmachen könne.
Heute ist die “ordentliche” Website von The Third Club live gegangen und ich denke, dass dort über die nächsten Wochen und Monate klarer wird, was es mit dem rätselhaften Club so auf sich hat, und worum es uns geht. Weiterlesen »
Ich habe es mir angewöhnt, regelmäßig innezuhalten, ein paar Schritte zurückzugehen und abseits des Tagesgeschäfts darüber nachzudenken, warum ich was und für wen tue. Als Unternehmer, Agenturgründer, Berater und seit Kurzem auch als Familienvater.
Der Blick auf’s Ganze aus der Vogelperspektive hat mir im Sommer 2008 die Perspektive Selbstständigkeit eröffnet. Mitten in der ersten Finanzkrise, kurz vor dem Lehman-Crash. Ich wollte aus dem Gewohnten raus, weil ich das Gefühl hatte, lange genug für andere gearbeitet zu haben. Und der Plan, irgendwann etwas wirklich Eigenes auf die Beine zu stellen, war damals schon 10 Jahre alt – er hatte sich schon im Studium in meinem Hinterkopf festgesetzt.
Irgendwann war dann der Zeitpunkt da, an dem ich mir sagte: “Ca suffit!” Es reicht. Genug Fremdbestimmung, genug Rezeptdenken, genug mit dem Kampf gegen den Trägheitsvirus des “historisch Gewachsenen”. Nach eigenen Regeln spielen, auf die Nase fallen, Schrammen abholen, aufstehen, weitermachen.
Schon seit vielen Jahren ist mein Lieblingsmotto der Satz von Samuel Beckett:
“Ever tried? Ever failed? – Fail again. Fail better!”
Nach diesem Motto habe ich vor fast auf den Tag genau 3 Jahren Oseon Conversations gegründet und bin das Wagnis eingegangen, zu scheitern. Es ist bis heute gutgegangen. Weiterlesen »
Ja, das Innovationstempo der Netzkonzerne kann einem schon mal unheimlich sein. Da versucht Google über Jahre mit der (finanziellen und personellen) Brechstange (Buzz, Wave, Google+) das Thema “Social” zu knacken und Facebook beschließt kurzerhand, sich einfach mal neu zu erfinden. Zumindest wenn man den allfälligen “Warum Facebook das Internet wie wir es kennen revolutionieren wird”-Artikeln glaubt.
Dem beiläufigen Beobachter und vielleicht Nutzer all dieser Plattformen fällt wohl allenfalls auf, dass die Benutzeroberfläche des Dienstes plötzlich anders aussieht. Hier tauchen neue Listen auf, dort werden in der Timeline die Artikel neu sortiert und priorisiert. Ein wenig Aufregung und Umgewöhnung später, geht Otto-Normal-Facebooker wieder seiner Wege und nutzt was da ist.
Es sind aber die Intensivnutzer, die gern aus beruflichen Gründen hinter die neu gestrichene Fassade schauen und anfangen zu analysieren. Da kommt dann schnell etwas metaphorisch-panikhaftes heraus, wie bei Olaf Kolbrück, der in Mark Zuckerberg einen digitalen Sonnengott Louis Quatorze’scher Dimension sieht, der sich alles, aber auch alles aus dem Leben der Leibeigenen Facebooknutzer unter den Nagel reißen will. So nachvollziehbar Olafs Skepsis und sein offen eingestanden emotional begründeter Vertrauensverlust in das soziale Netzwerk ist, so wenig kann ich seine plötzliche Panik verstehen. Es ist ja nicht so, dass Facebook vor der Ankündigung der Neuerungen ein digitaler Weisenknabe gewesen wäre.
Es gibt selten Blogposts, die mich bei fast jeder Zeile innerlich oder äußerlich nicken lassen, weil sie (m)einen Nerv treffen. Heute hat Thilo Specht in seinem Blog “Cluetrain PR” einen solchen Artikel rausgehauen. Er ist lang, er ist süffig geschrieben und strahlt aus jedem Gedanken die Leidenschaft aus, die Thilo zu Recht als Erfolgsfaktor für PR, Marketing und überhaupt das ganze Kommunikationsgedöns im Social Web benennt und einfordert.
Und weil dieser Post so wichtig ist und sich bestens als Wochenendlektüre eignet, verlinke ich ihn einfach mal ohne weiteren Kommentar. Wer mein Blog hier verfolgt wird schon merken, warum ich beim Lesen soviel genickt habe.
Währen die Medien noch die Kommunikation der Brandschatzer bestaunen, organisieren sich in London ganz normale Leute wirklich über Social Media, um nach den Krawallen aufzuräumen. Für mich eine eindrucksvolle Demonstration der Macht von Interessengemeinschaften, die sich über das Netz finden. Es wäre wünschenswert, wenn diese Beispiele genauso die Runde in den Medien machten, wie die Bilder von Ladenplünderungen und Bränden.
Hier einige Beispiele: Weiterlesen »