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	<title>Open Source PR - Das Oseon-Blog &#187; Medien</title>
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	<description>Tapio Liller über PR, Marketing, das Internet und wie das alles zusammenpasst. Tapio ist Inhaber der Unternehmensberatung für PR und Online-Kommunikation Oseon.</description>
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		<title>Facebook reloaded &#8211; Endlich ein Grund zur Panik!?</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 09:21:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tapio</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ja, das Innovationstempo der Netzkonzerne kann einem schon mal unheimlich sein. Da versucht Google über Jahre mit der (finanziellen und personellen) Brechstange (Buzz, Wave, Google+) das Thema &#8220;Social&#8221; zu knacken und Facebook beschließt kurzerhand, sich einfach mal neu zu erfinden. Zumindest wenn man den allfälligen &#8220;Warum Facebook das Internet wie wir es kennen revolutionieren wird&#8221;-Artikeln [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, das Innovationstempo der Netzkonzerne kann einem schon mal unheimlich sein. Da versucht Google über Jahre mit der (finanziellen und personellen) Brechstange (Buzz, Wave, Google+) das Thema &#8220;Social&#8221; zu knacken und Facebook beschließt kurzerhand, <a href="http://t3n.de/news/f8-keynote-facebook-erfindet-neu-332255/">sich einfach mal neu zu erfinden</a>. Zumindest wenn man den allfälligen &#8220;Warum Facebook das Internet wie wir es kennen revolutionieren wird&#8221;-Artikeln glaubt.</p>
<p>Dem beiläufigen Beobachter und vielleicht Nutzer all dieser Plattformen fällt wohl allenfalls auf, dass die Benutzeroberfläche des Dienstes plötzlich anders aussieht. Hier tauchen neue Listen auf, dort werden in der Timeline die Artikel neu sortiert und priorisiert. Ein wenig Aufregung und Umgewöhnung später, geht Otto-Normal-Facebooker wieder seiner Wege und nutzt was da ist.</p>
<p style="text-align: left;">Es sind aber die Intensivnutzer, die gern aus beruflichen Gründen hinter die neu gestrichene Fassade schauen und anfangen zu analysieren. Da kommt dann schnell <a href="http://off-the-record.de/2011/09/26/goodbye-facebook/">etwas metaphorisch-panikhaftes heraus, wie bei Olaf Kolbrück</a>, der in Mark Zuckerberg einen digitalen Sonnengott Louis Quatorze&#8217;scher Dimension sieht, der sich alles, aber auch alles aus dem Leben der <del>Leibeigenen</del> Facebooknutzer unter den Nagel reißen will. So nachvollziehbar Olafs Skepsis und sein offen eingestanden emotional begründeter Vertrauensverlust in das soziale Netzwerk ist, so wenig kann ich seine plötzliche Panik verstehen. Es ist ja nicht so, dass Facebook vor der Ankündigung der Neuerungen ein digitaler Weisenknabe gewesen wäre.</p>
<p style="text-align: center;">
<p><span id="more-1758"></span></p>
<p><a href="https://twitter.com/#!/ChristophKappes/status/118356827057569792"><img class="aligncenter size-full wp-image-1760" title="@ChristophKappes Tweet" src="http://www.opensourcepr.de/wp-content/uploads/2011/09/Bildschirmfoto-2011-09-27-um-11.06.17.png" alt="" width="407" height="218" /></a></p>
<p>Ich hätte von Olaf als beruflichem Beobachter der Netzwelt eher eine Analyse erwartet, wie sie Thilo Specht dieser Tage schrieb. Er blickt, <a href="http://www.robertbasic.de/2011/09/facebook-groesste-semantikmaschine-der-welt/">inspiriert durch Robert Basic</a>, hinter die Pixelfassade und <a href="http://cluetrainpr.de/index.php/facebook-ii-the-empirie-strikes-back/">erklärt das Potenzial</a>, das die Einführung von &#8220;Verben&#8221; als Datenfeld in Facebook <strong>für das Geschäft von Facebook</strong> bewirken. Denn:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Je mehr semantische Daten Facebook sammelt, um so wertvoller wird das  Unternehmen. Denn je mehr Variablen sich miteinander verküpfen lassen,  um so relevanter wird Facebook für Marktforschung und Business  Intelligence.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Machen wir uns doch nichts vor: Facebook genauso wie Google sind im Datengeschäft tätig. Beide haben sehr unterschiedliche Herangehensweisen, wie sie an die Daten herankommen. Google sammelt, scannt, digitalisiert, aggregiert und analysiert alles, was die Welt in ihrer Gänze hergibt. Facebook macht es sich bequemer und lässt die Menschen ihre Verhaltensweisen, Interaktionen, Aufenthaltsorte, Vorlieben, Abneigungen und Beziehungen untereinander selbst am Bildschirm abliefern. Wir müssen eben abwägen, ob für uns persönlich noch die <a href="http://www.avatter.de/wordpress/2011/09/facebook-ist-einfach-zu-teuer-geworden/">Kosten/Nutzen-Rechnung</a> stimmt.</p>
<h3>Big Data für&#8217;s Big Business</h3>
<p>Wofür Facebooks Datenerfassungsmethode  gut sein kann, zeigt Thilo in seinem Post: Zielgenaue Werbung ist da nur die bekannte Oberfläche; richtig werthaltig wird es, wenn aggregierte und georeferenzierte Daten  für Geschäftszwecke von Immobilienmaklern, Versicherungen, Einzelhandelskonzernen, Telekommunikationsanbietern und so weiter ausgewertet und für Geschäftsentscheidungen genutzt werden können. &#8220;Big Data Business Intelligence&#8221;  sozusagen.</p>
<p>Aber soll uns all das per se dubios vorkommen? Natürlich, sagen die einen und verweisen zurecht darauf, dass Facebook nicht sonderlich zimperlich ist, wenn es um das Abgreifen neuer Datenverknüpfungen geht. Die kommen gern in zunächst einmal praktischen Funktionen wie &#8220;sag uns, wer deine früheren Kollegen waren, damit wir die in eine Liste packen können&#8221; daher, bringen Facebook aber eine Fülle neuer Variablen und Korrelationsmöglichkeiten. Die Taktik kann man perfide nennen, man kann sie aber auch clever finden.</p>
<p>Natürlich nicht, könnte man aber genauso sagen. Schließlich gehen wir als aufgeklärte Nutzer (hoffentlich) mit einem wachen Geist und einem gesunden Maß an Risikobewusstsein an solche neuen Dienste heran. Es ist ja schließlich niemand gezwungen Facebook oder Google zu benutzen. Es gibt Alternativen und es soll auch Leute geben, die ganz ohne soziale Netzwerke auskommen und trotzdem die Vorteile des Internets für sich ausschöpfen.</p>
<h3>Zwischen Otto Normalsurfer und Privacy-Panik</h3>
<p>Sicher, es wird eine Menge Menschen geben, die Facebooks &#8220;Timeline&#8221; und was da sonst noch kommen mag nicht hinterfragen. Die werden es einfach nutzen und den Wert des Datenbergs mehren. Aber solange ein Herr Zuckerberg sich nicht tatsächlich zum absolutistischen Sonnenkönig aufschwingt und ein &#8220;L&#8217;Internet, c&#8217;est moi!&#8221; ausruft, samt damit verbundener Gängelung und womöglich Unterdrückung von Meinungen und persönlichen Freiheiten, neige ich dazu, das ganze mit einer Portion Gelassenheit zu beobachten und mir eben zu überlegen, was ich auf den Plattformen von mir preisgebe und was nicht.</p>
<p>Es ist gut, <a href="http://www.haltungsturnen.de/2011/09/its-not-just-german-angst-privacy-is.html">dass die (Netz-)Öffentlichkeit über die Implikationen von Innovationen für Privatsphäre und Datenschutz spricht</a>. Es ist sogar notwendig, das in die Breite zu tragen und möglichst viele Menschen aufzuklären und zu einem selbstverantwortlichen Umgang mit dem Internet zu ermutigen. Aber ein Satz neuer Funktionen in Facebook oder wasweißichwo ist kein Grund zur Panik.</p>
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		<title>Alles Internet, oder was? &#8211; Gedanken zur Bericherstattung über die London Riots</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 08:39:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tapio</dc:creator>
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		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[London Riots]]></category>
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		<description><![CDATA[In London und anderen Städten auf der Insel randalieren und plündern Horden von Leuten quer durch ihre Stadtteile und brennen Häuser nieder, gefährden Menschenleben. Wenn der dünne Firnis der Zivilisation abbröckelt, bleibt vom Menschen nur noch das Tier übrig. Neben den schrecklichen Bildern vom Geschehen scheint die (deutschen) Medien vor allem zu interessieren, wie es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In London und anderen Städten auf der Insel randalieren und plündern Horden von Leuten quer durch ihre Stadtteile und brennen Häuser nieder, gefährden Menschenleben. Wenn der dünne Firnis der Zivilisation abbröckelt, bleibt vom Menschen nur noch das Tier übrig. Neben den schrecklichen Bildern vom Geschehen scheint die (deutschen) Medien vor allem zu interessieren, wie es zu den Massenausschreitungen kommen konnte. Dann fallen schnell die zwei Namen, die seit der Ägyptischen Revolution offenbar fest gesetzt sind, wenn es um die Kommunikation von vielen Menschen untereinander geht: Facebook und Twitter.</p>
<p>&#8220;Die Krawallmacher und Plünderer organisierten sich über Facebook und Twitter&#8230;&#8221; heißt es dann im ZDF-Morgenmagazin und anderswo. Abgesehen davon, dass das wohl nur in Grenzen stimmt &#8211; <a href="http://www.guardian.co.uk/media/2011/aug/08/london-riots-facebook-twitter-blackberry?INTCMP=SRCH">wie der britische Guardian berichtet nutzen die Plünderer vor allem den (weitgehend geschlossenen) BlackBerry Messenger</a> &#8211; was sagt dem Zuhörer diese Information? Macht es irgendeinen Unterschied, ob sich Verbrecher über das Social Web organisieren oder einfach nur per Telefon und SMS? <span id="more-1718"></span>Ich meine, Gewalttäter und Brandschatzer bleiben Gewalttäter und Brandschatzer, egal wie sie sich verabreden. Das Medium ist hier nicht die Botschaft. Auch nicht, wenn es die Gatekeeper-Medien zu einer solchen machen wollen. Die Botschaft steckt viel tiefer. Im nach wie vor von einem Klassendünkel beherrschten Großbritannien driften Teile der Gesellschaft ab, jahrelange <a href="http://www.guardian.co.uk/uk/2011/aug/08/looting-fuelled-by-social-exclusion">soziale Ausgrenzung (Guardian)</a> und politisches Versagen mögen wohl die Ursachen für die hemmungslosen Ausschreitungen sein.</p>
<p>Aber warum halten sich unsere &#8220;Qualitätsmedien&#8221; dann mit solchen Nebensächlichkeiten wie den Instrumenten der organisierten Gewalt auf? Wenn im ZDF-Morgenmagazin eine bemitleidenswerte junge Redakteurin als &#8220;Internet-Erklärerin&#8221; auftreten muss (bezeichnenerweise twittert sie unter dem Nick <a href="https://twitter.com/#!/indiesemnetz">@indiesemnetz</a>), ist es meines Erachtens um die Medienkompetenz weiter Teile der Bevölkerung nicht gut bestellt. Facebook, Twitter, Blackberry Messenger, alles irgendwie Internet und alles irgendwie so kompliziert, dass damit Verbrechen so schnell koordiniert werden können, dass die Ordnungsbehörden nicht mehr hinterherkommen.</p>
<p>Vergangene Woche noch wünschte ich mir, dass wir <a href="http://www.opensourcepr.de/2011/08/01/alte-medien-neue-medien/">nicht mehr das Netz erklären, sondern mehr mit ihm auf die Beine stellen</a> sollten. Heute warte ich auf den ersten deutschen Politiker, der aus Anlass der &#8220;London Riots&#8221; die Abschaffung von Verschlüsselungstechnologien für Smartphones fordert und wieder der Vorratsdatenspeicherung, dann eben zur nachträglichen Verbrechensaufklärung, das Wort redet. Herr Uhl übernehmen Sie!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Stichwort &#8220;etwas auf die Beine stellen&#8221;, bei Twitter organisiert eine Truppe freiwilliger Helfer unter <a href="https://twitter.com/#!/Riotcleanup">@riotcleanup</a> die Aufräumarbeiten in zerstörten Läden und auf den Straßen. Einfach so, weil es geht. Toll! (Danke für den Hinweis <a href="http://twitter.com/kriegs_recht">an Henning Krieg</a>!) &#8211; <a href="http://www.opensourcepr.de/2011/08/09/community-london-raeumt-auf/">Hier ein eigener Post mit Beispielen dazu</a>, beeindruckend!</p>
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		<title>Alte Medien, neue Medien</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 14:27:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tapio</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Er hält sich enorm hartnäckig im Sprachgebrauch, der Begriff von den &#8220;Neuen Medien&#8221; (gern mit großem N, wie in &#8220;Neues Testament&#8221;). Wer diesen Terminus verwendet, meint damit alles mit Computer, oder wahlweise alles mit Internet und impliziert mit seiner Wortwahl, dass es auch &#8220;alte Medien&#8221; gibt (die meist mit kleinem a). Das sind dann so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er hält sich enorm hartnäckig im Sprachgebrauch, der Begriff von den &#8220;Neuen Medien&#8221; (gern mit großem N, wie in &#8220;Neues Testament&#8221;). Wer diesen Terminus verwendet, meint damit alles mit Computer, oder wahlweise alles mit Internet und impliziert mit seiner Wortwahl, dass es auch &#8220;alte Medien&#8221; gibt (die meist mit kleinem a). Das sind dann so Dinge wie Bücher, Zeitung, Radio und Fernsehen.</p>
<p>Wenn ich jemand &#8220;Neue Medien&#8221; sagen höre, stellen sich mir die Nackenhaare hoch. Denn meine persönliche Erfahrung zeigt, dass jemand der &#8220;Neue Medien&#8221; sagt, dem Neuen nicht sonderlich aufgeschlossen gegenübersteht. Oft geht das mit <a href="http://www.konstantinklein.com/2011/07/liebe-internet-nichtversteher.html">Angst aus Unwissen</a> einher. Leute, die &#8220;Neue Medien&#8221; sagen, bestellen auch gern einen &#8220;Beauftragten für Neue Medien&#8221; &#8211; einen Internetversteher. Das ist der &#8211; meist jüngere Kollege &#8211; der einen eigenen YouTube-Account hat, oder Facebook schon von innen gesehen hat.</p>
<p>&#8220;Neue Medien&#8221;, das klingt nach immernoch nicht im Hier und Jetzt angekommensein. Nach Unsicherheit und der Suche nach Rat, ja Schutz, vor dem Unbekannten. Wenn ein &#8220;Neue Medien&#8221;-Sager fortschrittlich ist, dann fühlt er sich immerhin mit dem Schreiben von E-Mails leidlich wohl. Denn das kennt er.<span id="more-1711"></span> Auch etwas Online-Shopping hat er schon gewagt, aber immer mit dem komischen Gefühl beim Eintippen der Kredikartennummer. Deshalb bestellt er lieber auf Lastschrift oder noch besser, auf Rechnung.</p>
<p>Die Tatsache, dass es diesen Begriff heute noch gibt, dass er immer wieder in TV-Sendungen, in politischen Debatten und ja, auch in Agentur-Briefings auftaucht, lässt mich seufzen und aufmerken zugleich. Seufzen, weil ich es nicht glauben kann, dass es im Jahr 12 nach Boris &#8220;<a href="http://youtu.be/4X11JCrq1V0">Bin ich schon drin, oder was?</a>&#8221; Becker noch immer Menschen am gut gebildeten Ende der Gesellschaft gibt, für die das Internet wahlweise ein großes Mysterium ist (&#8220;Was machen die Leute da?&#8221;) oder ein Sündenpfuhl (&#8220;Da wird man doch ständig beklaut!&#8221;) ist. Und aufmerken, weil ich dann weiß, dass ich für einen erfolgreichen Fortgang des Gesprächs ein paar Stufen einfacher erklären muss.</p>
<p>Aber wenn ich einen Wunsch frei hätte, so für den Rest des Jahres, dann wäre es toll, wenn einfach alle endlich akzeptierten und verstünden, dass <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Internets">das Internet erstens schon längst nicht mehr neu</a> ist und zweitens einfach eine Infrastruktur ist wie die Leitungen, die den Strom in die Glühbirne bringen oder die Rohre, die das Wasser zum Wasserhahn leiten. Internet bringt eben Daten zu uns. Nicht mehr, nicht weniger.</p>
<p>Entscheidend für das Fortkommen unserer Gesellschaft und des Geschäftslebens ist nicht, ob eine Infrastruktur neu oder alt ist, sondern wie man sie dafür nutzt, mit anderen zu kommunizieren, Handel zu treiben und soetwas wie Kultur zu erschaffen. Lasst uns deshalb nicht fragen: &#8220;Was ist das?&#8221;, &#8220;Wie funktioniert das?&#8221; oder &#8220;Warum ist das anders als die Dinge, die wir schon länger kennen?&#8221;</p>
<p>Lasst uns stattdessen Antworten auf die Frage finden: <strong>&#8220;Was können wir damit bewegen?&#8221;</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>&#8220;Mein Name im Buchregal&#8221; &#8211; Vortrag beim Webmontag Frankfurt</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Apr 2011 13:57:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tapio</dc:creator>
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		<category><![CDATA[PRimSocialWeb]]></category>
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		<category><![CDATA[Webmontag]]></category>
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		<description><![CDATA[Gestern hatte ich die Gelegenheit, zum ersten Mal beim Webmontag Frankfurt (#wmfra, Facebook-Link) zu sprechen. Nachdem das mit Marie-Christine Schindler gemeinsam geschriebene Buch &#8220;PR im Social Web&#8221; (Amazon-Link) nun auf dem Markt ist, habe ich versucht ein paar Erfahrungen aus der Zeit des Konzipierens und Schreibens weiterzugeben. Die Talks beim Webmontag hatten die knackige Zeitvorgabe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern hatte ich die Gelegenheit, zum ersten Mal beim <a href="http://www.facebook.com/wmfra">Webmontag Frankfurt</a> (#wmfra, Facebook-Link) zu sprechen. Nachdem das mit <a href="http://www.mcschindler.com">Marie-Christine Schindler</a> gemeinsam geschriebene Buch &#8220;<a href="http://bit.ly/PRimSocialWeb">PR im Social Web</a>&#8221; (Amazon-Link) nun auf dem Markt ist, habe ich versucht ein paar Erfahrungen aus der Zeit des Konzipierens und Schreibens weiterzugeben. Die Talks beim Webmontag hatten die knackige Zeitvorgabe von maximal 10 Minuten. Daher der teils etwas eilige Sprechstil.</p>
<p>Hier das Video zum Vortrag.<br />
<object width="560" height="349"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/YBlFBmnWtfI?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/YBlFBmnWtfI?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="349" hd="true"></embed></object></p>
<p>Und hier die Slides zum parallelen Nachschauen.</p>
<div style="width:510px" id="__ss_7673089"> <strong style="display:block;margin:12px 0 4px"><a href="http://www.slideshare.net/tapioliller/mein-name-im-buchregal-erfahrungen-eines-fachbuchautors" title="Mein Name im Buchregal - Erfahrungen eines Fachbuchautors">Mein Name im Buchregal &#8211; Erfahrungen eines Fachbuchautors</a></strong> <iframe src="http://www.slideshare.net/slideshow/embed_code/7673089?rel=0" width="510" height="426" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
<div style="padding:5px 0 12px"> Weitere <a href="http://www.slideshare.net/">Präsentationen</a> von <a href="http://www.slideshare.net/tapioliller">Tapio Liller</a> </div>
</p></div>
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		<title>Die Erpresser aus den Fachverlagen</title>
		<link>http://www.opensourcepr.de/2011/02/23/die-erpresser-aus-den-fachverlagen/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Feb 2011 16:01:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tapio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Anzeigen]]></category>
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		<category><![CDATA[PR]]></category>
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		<description><![CDATA[Dass es den Fachverlagen in Deutschland dreckig geht, ist keine Neuigkeit. Im IT-Bereich, den ich seit über 10 Jahren beruflich aus nächster Nähe verfolge, sind in den letzten Jahren viele Titel eingestellt oder auf reine Online-Präsenzen mit Mikroredaktionen eingedampft worden. Im Sommer vergangenen Jahres erst verabschiedeten sich InformationWeek und Network Computing, einstmals wichtige Eckpfeiler jeder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass es den Fachverlagen in Deutschland dreckig geht, ist keine Neuigkeit. Im IT-Bereich, den ich seit über 10 Jahren beruflich aus nächster Nähe verfolge, sind in den letzten Jahren viele Titel eingestellt oder auf reine Online-Präsenzen mit Mikroredaktionen eingedampft worden. Im Sommer vergangenen Jahres erst <a href="http://www.opensourcepr.de/2010/06/25/fachtitel-sterben-fachblogs-leben-zum-ende-von-informationweek-und-network-computing/">verabschiedeten sich InformationWeek und Network Computing</a>, einstmals wichtige Eckpfeiler jeder PR-Kampagne für Software- und Hardware-Hersteller, aus dem Rennen. Im Consumer-Segment sieht es bei den Auflagen nicht besser aus, wie <a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/die-schwere-krise-der-computerzeitschriften_100033024.html">bei Meedia neulich zusammengefasst</a> wurde.</p>
<p>Als PRler beobachte ich angesichts der sinkenden Auflagen, schrumpfenden Heftumfänge und zurückgehenden Anzeigenbuchungen schon lange einen wachsenden Druck zur &#8220;Advertorialisierung&#8221;. Will heißen: Verlagsleiter &#8211; das sind die, die für den Anzeigenverkauf zuständig sind &#8211; nehmen massiv Einfluss auf die Redaktionen, möglichst nur solche Firmen mit Berichterstattung zu &#8220;belohnen&#8221;, die auch Anzeigen schalten &#8211; oder die optisch als redaktionellen Beitrag kaschierte Variante einer Anzeige, das &#8220;Advertorial&#8221;. Manche Firmen können es sich leisten Anzeigen zu schalten, viele nicht. Deshalb investieren sie vornehmlich in PR. Zur Einordnung ein Beispiel: Mit dem Geld für zwei ganzseitige Anzeigen in der Computerwoche kann man für einen kleineren Software-Anbieter eine sehr ordentliches PR-Programm bezahlen &#8211; für ein ganzes Jahr.</p>
<p>Die Methoden mit denen die Verlage Marketingverantwortlichen und PR-Agenturen wie meiner auf den Leib rücken, lassen sich in drei Gruppen unterteilen:</p>
<ol>
<li><strong>Die Mitleidsnummer </strong>wird gern von einem Redakteur vorgetragen. <span id="more-1479"></span>Er beklagt sich über knapp besetzte Redaktionen, zu wenig Zeit für die eigentliche Arbeit, seit Monaten verschobenen Urlaub wegen Krankheitsvertretungen und natürlich über die ach so kleinen Heftumfänge, die es ja so schwierig machen, über Unternehmen XY zu berichten.</li>
<li><strong>Die taffe Anzeigenverkäuferin </strong>hat ihre Wiedervorlagen im Griff und ruft so lange in der PR-Agentur oder bei der Marketingperson an, bis man sich entweder entnervt verleugnen lässt oder einen Rest aus dem Jahresbudget zusammenkratzt, der noch für eine Sonderwerbeform mit Leadgenerierung investiert wird; nur um dann endlich wieder ein Jahr Ruhe vor dieser Person zu haben.</li>
<li><strong>Die Erpresser</strong> sind sich nicht zu schade, offen mit Sanktionen zu drohen. Meist sind es Verlagsleiter oder Anzeigenleiter persönlich. Sie schwadronieren von &#8220;Businessmodellen der Fachverlage&#8221;, die auf Anzeigenbuchungen basierten, von den steigenden Kosten für Druck und Vertrieb der Hefte, von Fairplay und Win-Win-Situationen und zögern schließlich keine Sekunde damit, einen Satz wie den folgenden rauszuhauen: <em>&#8220;In diesem Sinne haben wir [UNTERNEHMEN] bis auf weiteres auf Redaktionstopp gesetzt und werden solange keine Beiträge Ihres Hauses mehr annehmen, bis sich die Strategie Ihres Hauses wieder geändert hat.&#8221;</em></li>
</ol>
<h3>Zeit für einen Rant!</h3>
<p>Dieser Satz ist keine Erfindung von mir, er war in einer Mail eines Verlagsleiters enthalten. Auch die restliche E-Mail strömt eine Arroganz aus, die sich selbst ein Verlag mit üppig sprudelnden Werbeeinnahmen nicht erlauben könnte. Dieser Fall ist leider nur pars pro toto zu sehen und kommt in ähnlicher Form auch bei anderen Verlagen vor. Darin spiegelt sich so viel Inkompetenz, dass meine Hutschnur noch Stunden später unter Spannung steht. Diesem Verlagsleiter möchte ich stellvertretend für seine Kollegen zurufen:</p>
<ol>
<li>Erzählen Sie mir nicht, was mein Unternehmen für Ihre Publikationen leisten muss, um eine gnädige redaktionelle Erwähnung zu finden! Erzählen Sie mir lieber, was Ihre Publikation für mein Unternehmen leistet! Anzeigenbuchungen sind schließlich keine Almosen sondern erfordern eine Gegenleistung.</li>
<li>Erzählen Sie mir nichts über Businessmodelle von Fachverlagen, wenn Ihr auf Hochglanz aufgehübschtes Blatt nur 8 Mal im Jahr erscheint und trotzdem auf den ersten 7 Seiten nur alte Newsmeldungen abdruckt, die ich nach der Lektüre im Netz schon längst wieder vergessen hatte. Von den redaktionellen Beiträgen will ich mal ganz schweigen, da ich ja jetzt weiß, dass sie von den Anzeigenkunden gekauft wurden.</li>
<li>Erzählen Sie mir nichts über die zigtausend Pressemeldungen, die sie erhalten und mit denen sie ja ach so selektiv umgehen müssen! Wenn Ihre Redaktion unter Fachjournalismus das &#8220;redaktionelle Überarbeiten&#8221; von Inhalten von Unternehmen versteht, wundert es mich nicht, dass ihr Heftchen keiner lesen will.</li>
<li>Erzählen Sie mir nicht, wie hoch die Druck- und Vertriebskosten sind, wenn die Website ihres sogenannten Fachtitels (von der des Verlags ganz zu schweigen) aussieht, als wäre sie von einem Praktikanten Anfang der Nullerjahre zusammengeklöppelt worden. Achja, und wenn ich inhaltlich was Neues erfahren will, bin ich bei einer der zahllosen Pressemitteilungsschleudern besser aufgehoben als bei ihrer PR-Text-Ablaichstelle. Dort sind die Meldungen wenigstens aktuell.</li>
</ol>
<p>Abgesehen von der Abstrusität solch verzerrter Weltbilder von Verlagsverantwortlichen: Wer als PR-Schaffender auf solche Ansinnen eingeht und tatsächlich Anzeigen gegen redaktionelle Berichterstattung bucht &#8211; und sei es indirekt über die Marketing-Abteilung &#8211; schließt ein Koppelgeschäft. Und Koppelgeschäfte sind nach den Standesrichtlinien der PR-Branche verboten.</p>
<p>In den <a href="http://www.drpr-online.de/statische/itemshowone.php4?id=56">Richtlinien des Deutschen Rats für Public Relations zu Medienkooperationen</a> heißt es:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Medienkooperationen dürfen den Wirtschaftspartner und seine PR-Agentur nicht zur Einflussnahme auf die redaktionelle Freiheit des mit ihnen kooperierenden Mediums verleiten. Selbst Andeutungen sind zu<br />
unterlassen.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Das richtet sich natürlich an die PR-Leute. Es dürfte aber auch gern umgekehrt für die Verlage gelten. Zu ihrem eigenen Schutz und den der unabhängigen Presse. Ah, da fällt mir zum Schluss noch das neckische &#8220;PS&#8221; ein, das der Verlagsleiter an seine Mails zu hängen pflegt:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Übrigens, es gilt der Grundsatz &#8220;Ohne Werbung keine Pressefreiheit&#8221;, denn nur dann kann man Journalisten und Fachredakteure beschäftigen und adäquat bezahlen.&#8221;</em></p></blockquote>
<p><strong>PS:</strong> Mir tun die Journalisten leid, die in solchen Verlagen ihren Dienst tun und von ihren Verlags- und Anzeitenleitern als Anzeigenverkäufer missbraucht werden. Wenn sie auch nur ein Stück Selbstachtung haben, sollten sie sich diesem Druck entgegenstellen. Meine Solidarität haben sie.</p>
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		<item>
		<title>Verlinkt nicht! Zitiert nicht!</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Feb 2011 15:13:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tapio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Commentarist]]></category>
		<category><![CDATA[FAZ]]></category>
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		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Süddeutsche Zeitung]]></category>
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		<description><![CDATA[Links sind böse! Sehr böse sogar! Links sind die Wurzel allen Übels! Durch Links gelangen Leser auf eine Webseite. Durch Links erscheinen Webseiten weiter oben in den Suchmaschinenergebnissen. Links sorgen dafür, dass Menschen in den Weiten des Internets von A nach B kommen und so neue Dinge erfahren und auf neue Gedanken kommen. Das kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Links sind böse! Sehr böse sogar! Links sind die Wurzel allen Übels! Durch Links gelangen Leser auf eine Webseite. Durch Links erscheinen Webseiten weiter oben in den Suchmaschinenergebnissen. Links sorgen dafür, dass Menschen in den Weiten des Internets von A nach B kommen und so neue Dinge erfahren und auf neue Gedanken kommen. Das kann so nicht weitergehen!</p>
<p>Noch schlimmer als Links sind Zitate! Zitate kommen direkt aus der Hölle! Zitate aus Artikeln machen neugierig auf die komplette Geschichte. Zitate regen zum Klicken an, weil sie ein kleinwenig vom Inhalt eines Artikels verraten, aber nie alles. Wenn man ein Zitat gelesen hat und es interessant fand, muss man klicken, um das ganze Bild zu bekommen. Schande! Zitate gehören verboten!</p>
<p>Wie gut, dass es endlich jemand sagt! Die Verlage von Frankfurter Allgemeiner Zeitung und Süddeutscher Zeitung fordern Unterlassung von den Betreibern einer Webseite namens &#8220;Commentarist&#8221;. Diese Hasardeure haben beides getan: zitiert und verlinkt. Und zwar unter anderem auf Kommentare und Meinungsbeiträge der beiden Verlage. Sie haben also dafür gesorgt, dass Leser neugierig werden und klicken und den ganzen Kommentar auf der Ursprungsseite lesen. Dafür sollen sie in der Internet-Hölle schmoren und den Rest ihres jämmerlichen Daseins tote Links anklicken müssen: &#8220;404 &#8211; Not Found&#8221;. Sie haben nichts anderes verdient!<span id="more-1461"></span></p>
<p>Wo kämen wir denn hin, wenn plötzlich jeder zitieren und verlinken könnte, worauf er lustig ist. Man könnte ja auf dumme Gedanken kommen und keine Zeitungen mehr kaufen. Und keine Paid-Content-Angebote mehr wahrnehmen. Und überhaupt, man könnte ja vielleicht sogar selbst etwas veröffentlichen und dann andere darauf verlinken lassen. Und das geht nun wirklich nicht.</p>
<p>Also mein Rat: Verlinkt nicht! Zitiert nicht! Auf keinen Fall. Ich verlinke auch nicht auf die FAZ oder die Süddeutsche. Auf Commentarist auch nicht. Und ich zitiere auch nicht aus dem Artikel über die Sache bei Spiegel Online. Ich könnte ja auf Unterlassung verklagt werden. Wenn ihr trotzdem wissen wollt, wie die Geschichte anfing und mit welch schlagenden Argumenten die Anwälte von FAZ und SZ gegen Commentarist vorgehen, müsst ihr schon mit einer Suchmaschine suchen und dann klicken. Aber nur ein Mal! Als Schlagwort reicht schon &#8220;Commentarist&#8221; &#8211; Da kommt schon genug zum Weiterlesen.</p>
<p>Ach und nochwas: Verlinkt bloß nicht auf diesen Blogpost! Und zitiert ihn nicht! Keinesfalls! Ich könnte euch auf Unterlassung verklagen. Geht statt dessen lieber auf <a href="http://leistungsschutzrecht.info/" target="_blank">die Website von IGEL</a> und informiert euch über den Begriff &#8220;Leistungsschutzrecht&#8221; und was es damit auf sich hat. Den einen einzigen Link traue ich mich noch zu setzen. Aber sagt das bitte nicht weiter, ich will keinen Ärger!</p>
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		<title>Fachtitel sterben, Fachblogs leben &#8211; Zum Ende von InformationWeek und Network Computing</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 15:49:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tapio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[PR]]></category>
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		<category><![CDATA[social media]]></category>
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		<description><![CDATA[Die IT-Fachpresse war einst vom Erfolg verwöhnt. Zu seligen Dotcom-Zeiten verbuchte man steile Zuwächse beim Anzeigenumfang und die Hefte von Computerwoche, InformationWeek, ComputerZeitung und Co. waren so dick wie heute nur noch gut gebuchte Ausgaben der c&#8217;t. Die Zeiten sind vorbei. Heute gab der in Poing bei München ansässige Fachverlag CMP-Weka bekannt, dass seine Technik-Titel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die IT-Fachpresse war einst vom Erfolg verwöhnt. Zu seligen Dotcom-Zeiten verbuchte man steile Zuwächse beim Anzeigenumfang und die Hefte von Computerwoche, InformationWeek, ComputerZeitung und Co. waren so dick wie heute nur noch gut gebuchte Ausgaben der c&#8217;t. Die Zeiten sind vorbei. Heute gab der in Poing bei München ansässige Fachverlag CMP-Weka bekannt, dass seine Technik-Titel <a href="http://www.informationweek.de/">InformationWeek</a> und <a href="http://www.networkcomputing.de/">Network Computing</a> zum 31.7.2010 eingestellt werden. 28 Mitarbeiter müssen sich neue Jobs suchen, <a href="http://kress.de/tweet/tagesdienst/detail/beitrag/104803-schwaches-werbeumfeld-cmp-weka-stellt-iweek-und-network-computing-ein.html">wie der Verlag heute gegenüber dem Branchendienst Kress bestätigte</a>. Das ist tragisch für die Redakteure, Produktioner, Grafiker und Anzeigenverkäufer, aber es war &#8211; wenn man sich die Entwicklung der Fachtitel über die vergangenen Jahre anschaut &#8211; auch absehbar. Es war ein langsamer, schleichender Tod; nur hinausgezögert durch Kurzarbeit seit dem Sommer 2009.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 460px"><a title="CIMG0095 by testspiel, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/testspiel/4725736698/"><img class=" " title="Foto unter CC by-nc-sa von " src="http://farm2.static.flickr.com/1029/4725736698_ee425a60cf.jpg" alt="CIMG0095" width="450" height="338" /></a><p class="wp-caption-text">Foto unter CC by-nc-sa von </p></div>
<p>Beide Titel waren bei IT-PR-Leuten stets als &#8220;Top-Medien&#8221; eingestuft, Titel, in die man seine Kunden auf jeden Fall bringen wollte. Doch das wurde angesichts der immer geringeren Heftumfänge zunehmend schwierig. Die Network Computing versuchte schon seit langem, ihre Umsätze über so genannte &#8220;Foren&#8221; zu sichern, einen speziell gekennzeichneten Abschnitt im Heft, in den man nur gegen Bezahlung, dann aber regelmäßig kam. Software- und Hardware-Hersteller ohne üppiges Marketingbudget mussten zusehen, wie sie anderweitig ins Heft kamen, oder sich mit knappen Online-Meldungen bescheiden.</p>
<p><span id="more-1322"></span></p>
<h4>Unternehmen publizieren selbst, Fachmedien verlieren ihr Gewicht</h4>
<p>InformationWeek und Network Computing sind die zwei jüngsten Opfer einer Fachmedienkrise, die schon vergangenes Jahr die Computer Zeitung und weitere IT-Titel aus dem Leinfeldener Konradin-Verlag dahingerafft hatte. Sie verließen sich zu lange darauf, dass IT-Manager und Administratoren gern Gedrucktes auf dem Schreibtisch haben, und verpassten den Anschluss im Web. Dort bestimmen inzwischen die großen Unternehmenssoftware- und Hardware-Häuser selbst die Agenda. Genauso wie sie Hausmessen veranstalten, statt auf die CeBIT zu gehen, betreiben Sie  eigene Publikationen &#8211; gedruckt &#8211; und vor allem im Netz, statt Werbung in Fachtiteln zu schalten. Außerdem nutzen sie ihre Web-Präsenzen, auch in Form von Corporate Blogs, als PR-Werkzeug. Oft werden Neuerungen zuerst auf einem Blog angekündigt, erst dann werden die Fragen der Presse beantwortet. Früher undenkbar. So schwindet den einstmaligen Gatekeepern in den Fachredaktionen ein wichtiger Wert ihrer Arbeit: die Exklusivität.</p>
<p>Den Wert &#8220;Unabhängigkeit&#8221; besorgen inzwischen ebenfalls andere Akteure: Fachblogs und Foren, in denen Experten, meist Anwender der komplexen IT-Lösungen selbst über ihre Erfahrungen berichten und Tipps geben. Auch betreiben Branchenanalysten und Berater eigene Blogs und sorgen so für eine weitere Quelle für die Beurteilung der Produkt- und Leistungsversprechen der Hersteller.</p>
<p>Wenn man sich vor Augen führt, dass auch und gerade im Business-to-Business-Umfeld, die Recherche im Netz schon längst die erste Option für die Suche und Bewertung von möglichen Lösungsangeboten ist (siehe dazu die B2B-Studie von <a href="http://about.virtual-identity.com/index.php/2009/11/11/das-informationsverhalten-von-b2b-entscheidern-und-die-konsequenzen-fur-das-online-marketing/">virtual identity</a>), wird klar, wie die Abläufe sind: Wer eine Investition plant, recherchiert zuerst im Internet. Und dabei lagen schon im vergangenen Jahr Fachpublikationen und Social-Media-Quellen gleichauf, was die Relevanz betrifft.</p>
<h4>Gewichtung von PR-Ressourcen muss sich verschieben</h4>
<p>Die Konsequenz für Produkt-PR und Unternehmenskommunikation ist, dass bewährte Instrumente wie Redaktionsbesuche, Platzierung von Fachartikeln, Messebriefings, Presse-Events und die gute alte Pressemitteilung immer weniger Wirkung entfalten, während der Aufwand gleich bleibt oder sogar steigt. Es ist deshalb auch für kleinere und mittlere Unternehmen &#8211; nicht nur aus der IT-Branche &#8211; höchste Zeit, sich mit Alternativen auseinanderzusetzen.</p>
<p>B2B-Unternehmen müssen künftig noch stärker dort &#8220;stattfinden&#8221;, wo ihre Kunden nach Informationen, Hintergründen und Bewertungen suchen &#8211; im Internet. Allein die eigene Firmenwebsite aufzuhübschen reicht dazu allerdings nicht. Die Kunden suchen Argumente, Hilfestellungen, Antworten auf ihre oft komplexen Fragen. Torsten Herrmann <a href="http://www.chainrelations.de/social-media-im-b2b-entscheidungsprozess">schreibt in seinem Blog anschaulich</a>, in welchen Phasen der Informationssammlung und Entscheidungsvorbereitung Social Media auch vertriebsunterstützend genutzt werden können.</p>
<p>Neben der Informationsbeschaffung geben die &#8220;sozialen&#8221; Möglichkeiten des Web aber noch mehr her: Sie eignen sich nämlich hervorragend zum Aufbau und zur Pflege von Beziehungen von Menschen im Unternehmen zu ihren Kunden. Thilo Specht hat dazu <a href="http://cluetrainpr.de/index.php/leads-leads-leads-b2b-ist-das-neue-sexy-im-social-media-zirkus/">kürzlich sehr pointiert geschrieben</a>.</p>
<p>Und genau das ist die große Chance des Social Web, die eine Neugewichtung von PR-Resourcen weg von &#8220;klassischer Gatekeeper-PR&#8221; hin zu Beziehungspflege und Fach-Publizistik mit den Mitteln des  Internet so attraktiv machen. Unternehmen können umfassend informieren, Fragen beantworten und Neuigkeiten kommunizieren &#8211; und sie können zugleich Gespräche führen, neue Interessenten kennenlernen und Kontakte pflegen &#8211; so einfach wie nie zuvor.</p>
<p>Das Ende zweier ehemaliger Top-Titel in der IT-Fachpresselandschaft ist bedauerlich und menschlich tragisch. Für PR-Treibende sind diese und andere Publikationen aber längst nicht mehr alternativlos.</p>
<p>PS: Wer das Thema B2B-Kommunikation im Social Web vertiefen möchte, dem sei die <a href="http://thomaspleil.wordpress.com/2010/06/16/social-media-in-der-b2b-kommunikation/">Studie des Online-Journalismus und PR-Studiengangs der Hochschule Darmstadt</a> empfohlen, die Prof. Thomas Pleil vergangene Woche vorstellte.</p>
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		<title>#Zensursula reloaded &#8211; Internetverhinderung im Namen des Jugendschutzes</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 17:15:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tapio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[JMStV]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendschutz]]></category>
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		<description><![CDATA[Es geht wieder los. Im vergangenen Sommer schickte sich die damals noch Familienministerin von der Leyen (aka Zensursula) an, das Internet im Namen des Schutzes vor Kinderpornografie mit unnützen Stoppschildern zu pflastern (dazu meine Posts aus dem letzten Jahr). Heute hängt das zugehörige Gesetz dank Regierungswechsel irgendwo zwischen Bundespräsident und Verfassungsgericht. Aber dabei bleibt&#8217;s nicht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es geht wieder los. Im vergangenen Sommer schickte sich die damals noch Familienministerin von der Leyen (aka Zensursula) an, das Internet im Namen des Schutzes vor Kinderpornografie mit unnützen Stoppschildern zu pflastern (dazu <a href="http://www.opensourcepr.de/2009/04/28/zensursula-rumpelstilzchen/">meine</a> <a href="http://www.opensourcepr.de/2009/05/25/unterstutzung/">Posts</a> <a href="http://www.opensourcepr.de/2009/05/25/netzsperren-video/">aus</a> dem letzten Jahr). Heute hängt das zugehörige Gesetz dank Regierungswechsel irgendwo zwischen Bundespräsident und Verfassungsgericht. Aber dabei bleibt&#8217;s nicht. Es gibt ja noch andere Mittel und Wege. Den &#8220;Jugendmedienschutz-Staatsvertrag&#8221; (JMStV) zum Beispiel, der gerade überarbeitet wird. Darin in der aktuellen Entwurfsfassung: Zensurmaßnahmen, die Kinder vor &#8220;beeinträchtigenden Inhalten&#8221; schützen sollen, in ihrer breiteren Wirkung aber so etwas wie eine Abschottung des &#8220;deutschen Internet&#8221; vom Rest des Internet bedeuten würden.</p>
<p><a href="http://ak-zensur.de/2010/01/jmstv-stellungnahme.html">Was genau drin steht, fasst der AK Zensur zusammen</a>. Und er sagt, warum die im JMStV-E (E für Entwurf) vorgesehenen Regelungen noch hanebüchener sind, als ein Stoppschild, das man leicht umgehen kann.</p>
<p><strong>Kostprobe gefällig?<span id="more-1236"></span></strong></p>
<ul>
<li>Access-Provider müssen Inhalte auf Unbedenklichkeit für die Jugend prüfen</li>
<li>Inhalteanbieter müssen alle Inhalte kennzeichnen (eine Art FSK-Siegel für Webcontent)</li>
<li>Nachweispflicht für z.B. Blogger, dass sie möglicherweise jugendgefährdende Inhalte (z.B. Kommentare) zeitnah entfernt haben</li>
<li>..achja, und sowas wie &#8220;Sendezeiten&#8221; für Webseiten nach dem Motto: &#8220;nur lesbar zwischen 22 und 6 Uhr&#8221; (hätte ja gelacht, wenn es nicht so unglaublich wäre)</li>
</ul>
<p>Damit würden <strong>Internetprovider und Hosting-Anbieter</strong> (es wird nicht unterschieden) abermals <strong>zu Zensurgehilfen</strong> eines wohlmeinenden, aber über die Mechanismen eines freien Internet m.E. völlig ahnungslosen Staates gemacht. Abgesehen davon, dass es denen, die es wirklich darauf anlegen Dreck ins Netz zu stellen, nur einen weiteren Grund gibt, einfach Server im Ausland zu betreiben.</p>
<p>Konsequent zu Ende gedacht hießen diese Regeln, dass Webhosting in Deutschland unbezahlbar würde, Content- und Commerce-Anbieter allein durch das Risiko rechtlicher Schwierigkeiten in den Ruin getrieben werden und die Web-Wirtschaft in Deutschland ihr Heil anderswo auf der Welt wird suchen müssen.</p>
<p>Das alles im Namen des Jugendschutzes? Da muss es andere Möglichkeiten geben!</p>
<p><em>Mehr zum Thema bei (wird erweitert):</em></p>
<ul>
<li><a href="http://www.netzpolitik.org/2010/11-blog-das-ende-der-freien-kommunikation-im-internet/">Netzpolitik</a></li>
<li><a href="http://blog.1und1.de/2010/01/22/das_ende_der_freien_kommunikation_im_internet/">1&amp;1 Blog</a> (Provider-Stellungnahme)</li>
<li><a href="http://www.internet-law.de/2010/01/zensur-uber-den-umweg-des.html">Internet-Law</a></li>
<li><a href="http://www.jensscholz.com/2010/01/jugendschutz-als-klowandreiniger-und.htm">Jens Scholz</a> (er überlegt, was zu tun ist und verweist auf&#8230;)</li>
<li><a href="http://blog.koehntopp.de/archives/2736-Ab-18.html">Kristian Köhntopp</a> (der darin einen &#8220;Anschlag auf die kooperative Kultur des Internet&#8221; sieht)</li>
<li><a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Lob-und-Tadel-fuer-Plaene-zum-Jugendmedienschutz-912908.html">heise</a> gibt einen Überblick über die Reaktionen der Branchenverbände</li>
<li>und natürlich laufend neu <a href="http://rivva.de/realtime/jugendschutz?qdr=1d">bei Rivva</a></li>
</ul>
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