16Nov

Diagnose: Bequemlichkeit – Warum Sascha Lobo der PR-Branche zu Recht den Spiegel vorhält

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PR ist ein in aller Regel vom Rest der Welt missverstandenes Gewerbe. Daran haben PRler ohne Zweifel ihren Anteil, weil sie es versäumt haben, die Mechanismen ihres Geschäfts transparent zu machen und dem Rest der Welt zu erklären.

Ein weiterer Grund für das Missverständnis, was PR ist und will und soll, liegt darin begründet, dass kaum jemand weiß, wie PR tatsächlich, also in der Praxis funktioniert. Doch das eigentliche Drama, das letztlich dazu führte, dass Sascha Lobo heute der PR-Branche in Gänze einen Realitätsverlust bescheinigt, liegt darin, dass selbst viele PR-Leute nicht (mehr) wissen, was sie da eigentlich tun.

PR ist eben nicht (nur)

  • Pressemitteilungen schreiben und an Verteiler schicken in der Hoffnung, dass etwas hängen bleibt;
  • Journalisten “abtelefonieren” und “Artikel platzieren” (wie es manche unbedarfte Auftraggeber nennen);
  • Pressekonferenzen organisieren, über deren Inhalte Journalisten dann schreiben;
  • Pressereisen zu veranstalten, bei denen Journalisten (und gelegentlich Blogger) an besondere Orte gebracht werden, in der Hoffnung über das Erlebte oder die dort vermittelten Inhalte zu berichten;
  • Events zu konzipieren und durchzuführen, die der geneigten Journaille einen Anlass zur Berichterstattung bieten;
  • Die Präsenz von Unternehmen im Social Web zu gestalten und für abertausende Fans und Follower zu sorgen;
  • etc. etc.

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PR ist natürlich all das, beziehungsweise kann von jedem dieser Dinge etwas enthalten, wenn es angebracht ist. Die eigentliche Leistung der PR-Beratung liegt hingegen darin, zu entscheiden, wann eines oder mehrere dieser Instrumente angebracht sind und wann nicht. Der Professionalität des PR-Handwerks wiederum ist es überlassen, diese und andere Instrumente fachgerecht und in höchster Qualität einzusetzen. Leider gibt es natürlich genug PRler, die weder das Erstere tun, noch das Letztere beherrschen. Weiterlesen »

27Okt

Hervorgekramt: “P is for People & Passion”

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In der Folge der Gründung des Third Club schwirrt mir der Begriff Leidenschaft wieder verstärkt im Kopf herum. Leidenschaft für Menschen, für Ideen, für Unternehmertum, für kreatives Marketing und PR. Dabei fiel mir ein, dass ich vor inzwischen zweieinhalb Jahren auf der remix09 mal eine Skizze vorgestellt hatte, wie die Leidenschaft ihren Weg zurück ins Marketing finden könnte.

Dabei ging (und geht) es um eine Neufassung der “Vier P des Marketing” nämlich Product, Price, Promotion und Place. Warum ich glaube, dass es besser People, Product, Participation und Passion heißen sollte, könnt ihr in der Präsentation von damals nachlesen. Weiterlesen »

19Okt

Von Samuel Beckett lernen – Warum ich “The Third Club” mitgegründet habe

Kategorie Menschen, Unternehmen | TAGS , , ,

Ich habe es mir angewöhnt, regelmäßig innezuhalten, ein paar Schritte zurückzugehen und abseits des Tagesgeschäfts darüber nachzudenken, warum ich was und für wen tue. Als Unternehmer, Agenturgründer, Berater und seit Kurzem auch als Familienvater.

Der Blick auf’s Ganze aus der Vogelperspektive hat mir im Sommer 2008 die Perspektive Selbstständigkeit eröffnet. Mitten in der ersten Finanzkrise, kurz vor dem Lehman-Crash. Ich wollte aus dem Gewohnten raus, weil ich das Gefühl hatte, lange genug für andere gearbeitet zu haben. Und der Plan, irgendwann etwas wirklich Eigenes auf die Beine zu stellen, war damals schon 10 Jahre alt – er hatte sich schon im Studium in meinem Hinterkopf festgesetzt.

Irgendwann war dann der Zeitpunkt da, an dem ich mir sagte: “Ca suffit!” Es reicht. Genug Fremdbestimmung, genug Rezeptdenken, genug mit dem Kampf gegen den Trägheitsvirus des “historisch Gewachsenen”. Nach eigenen Regeln spielen, auf die Nase fallen, Schrammen abholen, aufstehen, weitermachen.

Schon seit vielen Jahren ist mein Lieblingsmotto der Satz von Samuel Beckett:

“Ever tried? Ever failed? – Fail again. Fail better!”

Nach diesem Motto habe ich vor fast auf den Tag genau 3 Jahren Oseon Conversations gegründet und bin das Wagnis eingegangen, zu scheitern. Es ist bis heute gutgegangen. Weiterlesen »

5Okt

Liebe Social-Media-etcetera-Marketer, GEHT’S NOCH?

Kategorie Zeugs | TAGS , , , , ,

Es kann doch echt nicht wahr sein, dass auf Konferenzen, die überwiegend von Kommunikationsleuten (PRler, Marketer, CRM Spezis, etc.) bevölkert werden, so ein Satz überhaupt noch fallen muss:

Die Marketing-Fachzeitschrift acquisa überliefert einen Satz des Keynote-Referenten Phil Winters (ein CRM und “Customer Intelligence” Fachmann) auf der Fachmesse CRM Expo wie folgt: “Auch bei Social Media müssen sich Unternehmen fragen, was es der Zielgruppe bringt.”

Und ich denke mir: “JA, WAS DENN SONST, ZUM HENKER NOCH MAL?” Social Media – oder wie ich es lieber nenne, Kommunikation im Social Web (und nicht nur dort!), muss IMMER einen Bezug zur Zielgruppe haben, sonst kann man es gleich lassen.

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4Okt

Warum Apple keine PR braucht

Kategorie Zeugs | TAGS

Weil sie schon so fest in deinem Gehirn verankert sind, dass du blind auf den Link zu diesem Artikel geklickt hast.

So, und jetzt viel Spaß bei all den Sensationen, die da kommen mögen!

UPDATE: Gut, es war wohl nix mit Sensationen. Ein Hardware-Update für’s iPhone und – das dürfte spannender weren – die Vorstellung des “intelligenten Assitenten” Siri.