27Mai

Gute Gründe gegen eine Bewerbung bei Oseon Conversations – und meine Antworten dazu

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Gute PR-Mitarbeiter wachsen nicht auf den Bäumen. Die Erfahrung habe ich schon bei meinem früheren Arbeitgeber gemacht, wo ich für das Recruiting von Absolventen mitverantwortlich war. Es braucht Geduld und ein Gespür für den “richtigen Typ” Bewerber. Das gilt umso mehr, wenn man wie ich als Agenturgründer den allerersten Mitarbeiter sucht. Schließlich kann man sich im einzigen Büroraum der Firma nicht aus dem Weg gehen. Wir werden uns gegenübersitzen. Da muss neben der fachlichen Qualifikation auch die Chemie stimmen.

Als ich Anfang März die Stelle “Mitarbeiter Nr. 1″ ausschrieb, war die Resonanz in der online vernetzten PR-Szene großartig und ich bedanke mich bei allen Retweetern und persönlichen Tippgebern. Das war großartig! Heute brauche ich wieder eure Hilfe beim Weitersagen.

Denn entgegen einer Abmachung hat der Kandidat, dem ich vor ein paar Wochen ein Angebot gemacht habe, wieder abgesagt. Die Gründe gehören nicht hierher. Das kann passieren, ist ärgerlich, aber nicht zu ändern.

Deine Fragen, meine Antworten

Ich habe mir natürlich in der Zwischenzeit auch meine Gedanken zur Stelle und zu möglichen Bedenken von Bewerbern gemacht. Deshalb möchte ich hier in Ergänzung zur Stellenausschreibung (hier auf oseon.com) einige Fragen beantworten, die vielleicht den Entschluss zur Bewerbung noch behindern:

  • Oseon ist eine kleine Firma. Gehe ich da nicht ein großes Risiko ein? – Sicher ist Oseon Conversations mit künftig dann erstmal 2 Leuten keine etablierte Agentur mit festen Strukturen und der gefühlten Sicherheit einer mittelgroßen oder großen PR-Firma, die schon ein Team von 5-50 Leuten hat.

    Das bedeutet aber nicht, dass mein erster Mitarbeiter jeden Monat Angst haben muss, sein Gehalt nicht ausgezahlt zu bekommen. Wenn ich das nicht könnte, würde ich niemand einstellen. Die Kundenbasis ist sicher (langfristige Verträge) und stetig wachsend. Zu dieser möglichen Sorge gibt es also keinen Grund.

    Und: Du wirst so schnell keine Agentur finden, die flachere Hierarchien hat, wo du vom ersten Tag an direkt vom und mit dem Chef lernen kannst und die Früchte deiner Arbeit unmittelbar gesehen und anerkannt werden. Außerdem will ich die Agentur nachhaltig erfolgreich machen; sie ist nicht als “mein Projekt”, sondern als Business mit dem Anspruch auf langfristigen Erfolg angelegt.

  • Ich weiß nicht so recht, ob Technologie-Kunden das richtige für mich sind. - Im Moment hat Oseon Conversations einige Kunden, die im engeren und weiteren Sinne mit IT und Technologie-Themen zu tun haben. Das ist nicht jedermanns Sache, aber man muss kein Softwareentwickler sein oder schon virtuelle Server gemanagt haben, um für diese Firmen professionell PR zu machen. Wenn du mit Begriffen wie Cloud Computing, Virtualisierung, SEO und eCommerce etwas anfangen kannst, ist das prima. Wenn nicht, bringe ich’s dir bei. So wie ich mir selbst immer wieder neue Themenkreise erschließe. Das macht PR so vielfältig und spannend.

    Übrigens soll und wird es bei diesem Themenkreis nicht bleiben. Oseon ist schließlich keine Tech-PR-Bude, sondern offen für alle Branchen. Und ich bin offen für Vorschläge, wer uns brauchen könnte. Vielleicht hast du ja schon eine Idee?

  • Du suchst Junior-Berater, was ist mit Absolventen? – Die ursprüngliche Ausschreibung lautete auf eine/n berufserfahrene PR-Berater/in. Der Hintergrund ist der, dass ich jemand brauche, der mir schnell operative Dinge abnehmen kann. Damit ich wieder Zeit für das Wachstum der Firma habe. Das kann aber durchaus auch ein/e clevere/r Absolvent/in mit Agenturerfahrung leisten. Wer sich schnell die ersten Sporen verdienen will, ist deshalb genauso willkommen wie jemand, der nach dem Volontariat eine neue Aufgabe sucht. Mir ist nur wichtig, dass du diesen Job wirklich lebst und dich für deine PR-Karriere engagierst. Alles andere wird sich weisen.
  • Frankfurt? Och nööö, nicht Frankfurt. – Das dachte ich vor Jahren auch als ich für meinen ersten Job hierher kam. Und siehe da, ich bin hängengeblieben und lebe (nicht erst seit gestern) gern in Frankfurt. Frankfurt, habe ich das Gefühl, ist die kleinste Großstadt in Deutschland. Alles da, alles drin, nur ohne die langen Wege von Berlin und Hamburg, ohne den Karneval von Köln und Düsseldorf und ohne den spießigen Schickicharme von München (sorry, München!).

    Klar, Frankfurt ist in der Lebenshaltung so teuer wie jede andere Großstadt auch, aber hey, irgendwas ist ja immer. Abgesehen davon: von Frankfurt ist man mit der Bahn in 3,5 bis 4 Stunden überall in Deutschland. Auch bei Mutti und den Freunden im Ruhrgebiet, oder sogar in Paris. Für nen Eindruck von Frankfurt jenseits des Bankenstadt-Klischees empfehle ich übrigens das Blog “Fein Am Main” und den Pflasterstrand.

Also, falls diese Fragen in deinem Kopf herumspuken, und dich von einer Bewerbung abhalten, würde ich mich freuen, wenn du sie nochmal überdenkst. Außerdem bin ich jederzeit auch ganz unverbindlich telefonisch zu erreichen oder rufe zurück. An Ungewissheiten deinerseits soll es jedenfalls nicht scheitern.

Also: nochmal in die Stellenanzeige schauen und dann schnell bewerben. Wenn es passt, kannst du sofort anfangen. Es gibt viel zu tun!

12Mai

Mittagstisch Nr. 7: Social Media Newsrooms, Prozesse vor Tools und etwas Trigema

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Nachdem die vergangenen Social Media PReview Mittagstische in recht kleinem Kreis stattfanden, waren gestern endlich mal wieder alle versammelt und mit Sebastian Voss hatten wir sogar noch einen Gast dabei.

Die Themen diesmal:

Viel Spaß beim Reinhören! Und wie immer eine herzliche Einladung, mit einem eigenen Themenvorschlag beim nächsten Mal dabei zu sein!

7Mai

Blogger-Regeln: Der DRPR demontiert sich selbst

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Da ist sie also, die Onlinerichtlinie des DRPR. Seit drei Wochen im Netz auf einem Posterous-Blog mit zwei Dutzend Kommentaren seitdem. Ich kam leider erst heute dazu, das ganze nochmal in Ruhe zu lesen und den Textentwurf, der ja als Diskussionspapier vorliegt zu kommentieren (dazu bitte hier entlang). Die Aufregung der Blogdiskussion im Januar – angestoßen durch Alexander Güttlers Äußerungen in der W&V – hat sich gelegt. Der Aufreger war ja auch nicht, dass der DRPR sich mit Online-Kommunikation beschäftigt – das soll er ruhig tun – sondern dass er vertreten durch Herrn Güttler einen Anspruch formuliert, der weit über die bislang vom DRPR adressierten Kommunikationsprofis (vulgo PRler) hinaus reichte. Man wollte “Blogger-Regeln” schaffen, die für mehr Transparenz im Social Web sorgen sollten. Davon ist im jetzigen Textentwurf nichts mehr zu sehen. Trotzdem bleibt der PR-Rat bei seinem Anspruch, wie ein Zitat des Vorsitzenden im PR Magazin zeigt. Weiterlesen »

7Mai

DRPR Onlinerichtlinie – Kommentar zum Diskussionspapier

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Als ich im Januar die Motive und Vorgehensweise des Deutschen Rats für Public Relations (DRPR) bei der Entwicklung vermeintlich geplanter “Blogger-Regeln” hinterfragte, wurde im Kollegenkreis eine angeregte Diskussion geführt. Die Fachmagazine PR Report und PR Magazin nahmen das Thema auf. Leider kamen wir inhaltlich nicht so recht weiter, weil das vom DRPR-Mitglied Alexander Güttler angekündigte Papier in der Entwurfsfassung nicht allgemein zugänglich war. Inzwischen (seit 12. April 2010) ist das “Diskussionspapier über Standards in der Online PR” im Netz nachlesbar und der DRPR lädt für einen Zeitraum von 4 Wochen zur Kommentierung ein. Dann wollen wir mal! Weiterlesen »

5Mai

Telekom startet Twitter-Support @telekom_hilft

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“Comcast Cares” ist das große, und gern zitierte Vorbild für Kundendienst per Social Media. Der US-Kabel-TV- und Internetanbieter Comcast gilt vielen als Referenz für schnelle Hilfe über Twitter und andere Social Media Plattformen. Jetzt schickt sich die Deutsche Telekom an, es dem Vorreiter aus Übersee gleich zu tun. Erstes sichtbares Zeichen davon: Der heute frisch gestartete Twitter-Account @telekom_hilft.

Sieben mit Vornamen und Foto identifizierbare Service-Mitarbeiter der Telekom bieten (Telekom-Kunden-)Twitterern in Not ihre Hilfe an. Noch lässt sich über die Qualität des Twitter-Service naturgemäß nicht sagen, aber es findet schonmal sichtbar ein Dialog statt, bei dem offensichtlich auch Antworten auf spezifische Fragen übermittelt werden. Z.B. “…zur Zeit ist kein V-DSL Ausbau in Wachberg geplant. ^wi” Das Kürzel ^wi steht dabei für die Mitarbeiterin Wiebke. Weiterlesen »