29Jan

PR-Rat, Blogger und verdeckte PR – Die offenen Fragen

Kategorie PR & Marketing | TAGS , , , , ,

Darf er nun, soll er überhaupt oder muss er gar? Die Diskussion um den Vorstoß des Deutschen PR Rats (DRPR), im Rahmen eines neuen Regelwerks für die Kommunikationsarbeit im Internet auch Transparenzregeln für Blogger zu formulieren, sorgte für einige Diskussionen hier im Blog. Am Ende stand aber leider kein Ergebnis, sondern nur die Feststellung, man sei doch allseits einer Meinung, was das Gebot der “Absenderklarheit” bei Auftragskommunikation angehe. Aber was nun?

Auftrag: Aufklärung – Mission: Regulierungshoheit

Keine Frage, die Debatte ist gut, wichtig, und wohl auch nötig. Denn das vom PR-Rat – soweit heute erkennbar – formulierte Gebot der “Absenderklarheit” ist durchaus dazu geeignet, auch Außenstehenden deutlich zu machen, dass Public Relations keineswegs die Kunst der verdeckten Manipulation der Massen ist, zu der sie von manchen Medien und über die Praxis dieses Berufs unaufgeklärten, aber umso aufgeregteren Laien, gern gemacht wird. Jede Aufklärung, jede Richtigstellung, jede sachliche Information über die ethischen Grundsätze und guten Praktiken von PR – egal ob im Netz oder offline – ist zu begrüßen. Ganz abgesehen davon ist das auch Aufgabe der Berufs- und Agenturverbände, die den Deutschen Rat für Public Relations tragen.

Aber was ist von der Herangehensweise des PR-Rats an das Thema zu halten? Ich rekapituliere. Weiterlesen »

26Jan

#Zensursula reloaded – Internetverhinderung im Namen des Jugendschutzes

Kategorie Medien, Märkte | TAGS , , , ,

Es geht wieder los. Im vergangenen Sommer schickte sich die damals noch Familienministerin von der Leyen (aka Zensursula) an, das Internet im Namen des Schutzes vor Kinderpornografie mit unnützen Stoppschildern zu pflastern (dazu meine Posts aus dem letzten Jahr). Heute hängt das zugehörige Gesetz dank Regierungswechsel irgendwo zwischen Bundespräsident und Verfassungsgericht. Aber dabei bleibt’s nicht. Es gibt ja noch andere Mittel und Wege. Den “Jugendmedienschutz-Staatsvertrag” (JMStV) zum Beispiel, der gerade überarbeitet wird. Darin in der aktuellen Entwurfsfassung: Zensurmaßnahmen, die Kinder vor “beeinträchtigenden Inhalten” schützen sollen, in ihrer breiteren Wirkung aber so etwas wie eine Abschottung des “deutschen Internet” vom Rest des Internet bedeuten würden.

Was genau drin steht, fasst der AK Zensur zusammen. Und er sagt, warum die im JMStV-E (E für Entwurf) vorgesehenen Regelungen noch hanebüchener sind, als ein Stoppschild, das man leicht umgehen kann.

Kostprobe gefällig? Weiterlesen »

22Jan

Frisch auf die Ohren: SMPReview Mittagstisch Nr. 2

Kategorie Menschen, PR & Marketing | TAGS , ,

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Timo, Sebastian und ich haben uns gestern mittag mal wieder ein viertelstündchen über die Social Media und PR-Themen der Woche unterhalten. Zum Social Media PReview Podcast geht es hier entlang.

Am Rande sei angemerkt, dass die im Podcast angesprochene Diskussion um den Vorstoß des Deutschen PR-Rats hier im Blog inzwischen ein gutes Stück weiter ist, als es zum Zeitpunkt der Aufzeichnung gestern Mittag war.

20Jan

PR-Rat will mehr “Absenderklarheit” – und stiftet Verwirrung (Update)

Kategorie PR & Marketing | TAGS , , , , ,

Ein Artikel bei der w&v heute ließ mich doch etwas verwirrt zurück. “PR-Rat will Regeln gegen Schleichwerbung im Internet” steht da. Darin wird der Präsident des Agenturverbands GPRA Alexander Güttler zitiert, der ein bislang noch im Entwurfsstadium befindliches Papier (mit-)geschrieben hat, das für mehr Transparenz im Miteinander von PR-Auftraggebern und Online-Dingen wie Foren, Blogs, Produktbewertungsseiten etc. sorgen soll. Laut Artikel fordert der Deutsche PR Rat (DRPR):

“Die Grundregel der Offline-PR, den Absender der Maßnahme offenzulegen, soll auch für das Internet gelten.”

“Absenderklarheit” nennt Alexander Güttler das. Die w&v schließt daraus:

“Konkret hieße das, dass Blogger in Zukunft offenlegen müssen, wenn sie gegen Geld positive Produktbesprechungen in Blogs und Foren veröffentlichen.”

Leider wird aus dem Artikel nicht deutlich, ob eine solche oder ähnliche Forderung in dem GPRA/DRPR-Papier selbst enthalten ist oder nicht. Leider ist das Papier auch nicht – Entwurfsstadium hin oder her – öffentlich zugänglich. Darüber soll erst Ende Februar im PR-Rat abgestimmt werden. Das ist vom formalen Prozess her natürlich OK, aber es wundert mich dann doch, dass der Entwurf in Teilen vom Verbandschef mit der Fachpresse diskutiert wird, ohne dass die Fachöffentlichkeit zeitgleich den ganzen Inhalt des Papiers lesen und beurteilen kann. Eigentlich gilt doch gerade unter PR-Leuten, dass man über ungelegte Eier nicht spricht?!

So bleiben zunächst einige Fragen ungeklärt, die aber für das Geschäftsgebaren von PR-Agenturen, die Legitimation des PR-Rats und die Kommunikation mit Bloggern durchaus relevant sind: Weiterlesen »

13Jan

Best of 2009 – Die meistgelesenen Artikel bei Open Source PR

Kategorie Zeugs | TAGS ,

So ein Blog lebt davon, dass es Leser hat. Für mich ist das ein großer Motivationsfaktor, wenn ich sehe, dass meine Gedanken und Beobachtungen auf Interesse stoßen und besser noch – auch kommentiert werden. Das vergangene Jahr hatte so einige Überraschungen zu bieten, die sich in steilen Ausschlägen in der Analytics-Kurve niedergeschlagen haben. Hier im Überblick die meistgelesenen Posts des Jahres 2009:

  1. Die Netzignoranten – Eine Replik auf Susanne Gaschke vom 3.5.09.
    5.738 Seitenaufrufe – Bester eingehender Link von Stefan Niggemeier, gefolgt von Thomas Knüwer.
  2. “Ja, aber” – 11 populäre Einwände gegen Social Media vom 16.11.09.
    5.134 Seitenaufrufe – Meister Traffic direkt, über RSS und Twitter.
  3. PONS kann’s. Gelungenes Blogger-Mailing vom 21.07.09.
    2.275 Seitenaufrufe – Meister Traffic direkt, über Twitter und Google.
  4. Der Strukturwandel der PR – und was Vodafone damit zu tun hat vom 8.7.09.
    1.775 Seitenaufrufe – Meister Traffic direkt, über pr-journal.de und Twitter.
  5. Zensursula und die Rumpelstilzchen vom 28.4.09.
    1.266 Seitenaufrufe – Meister Traffic direkt, über Stefan Niggemeier und Thomas Knüwer.

Soweit die Top 5 nach Zugriffen. Meistkommentierter Beitrag war die Nummer 2 “Ja, aber…” mit 63 kommentaren. Ingesamt habe ich 2009 über 100 Artikel veröffentlicht, kein schlechter Schnitt für eine Nebenbeschäftigung.

Was war euer persönlicher Highlight-Post auf Open Source PR? Worüber würdet ihr gern mehr lesen? Ich freue mich über jede Anregung in den Kommentaren!

Und natürlich: Vielen Dank euch allen für’s Lesen und Mitkommentieren!