28Sep

Keine Lückenbüßer – Thomas Knüwer wird Berater

Kategorie Menschen, Märkte | TAGS , , , , ,

“Da gibt es ein großes Loch im Dreieck zwischen Unternehmensberatung, Werbung und PR. Und in dieser Lücke befindet sich Social Media und Web 2.0 (ein Begriff, den ich lange nicht gemocht habe, aber ein besserer ist mir auch nicht eingefallen). Und es ist ein Feld, das mich fasziniert und umtreibt.?”

Handelsblatt-Blogger und Internet-Experte Thomas Knüwer verlässt das Holtzbrinck-Blatt zum Ende des Monats und gründet sein eigenes Beratungsunternehmen KpunktNull (Website noch nicht live). Damit will das genannte “große Loch” füllen.

Ich selbst habe vor knapp einem Jahr Oseon Conversations mit dem Ziel gegründet, eben jenes Loch mit einem pragmatischen und zupackenden Beratungsunternehmen zu füllen und den Wandel des Kommunikationsgeschäfts in Deutschland voranzutreiben.

Nach dem ersten Jahr kann ich sagen, dass es genau die richtige Entscheidung war, und dass es in diesem Loch, das vor allem ein Wissensloch ist, sehr viel zu tun gibt. Viele etablierte PR-Agenturen tun sich mit dem Thema Social Media und Online-Kommunikation nach wie vor schwer, in sehr vielen Unternehmen beherrschen Zurückhaltung und pure Angst das Bild und die klassischen Werbeagenturen tun sich mit dem direkten Gespräch mit den Menschen schwer, weil sie noch immer in Zielgruppen, Reichweiten und Markenkonstrukten denken. Von den Verlagen und der Medienbranche mal ganz zu schweigen.

Deshalb freue ich mich, wenn ein profilierter Anwalt des Internet wie Thomas Knüwer den Schritt in die Selbstständigkeit wagt und mit in dieses Loch steigt, um es nach und nach auszuleuchten. Als Lückenbüßer müssen wir uns jedenfalls nicht fühlen, denn die Zukunft des Unternehmertums hängt ganz entscheidend von der Fähigkeit ab, den Wandel der Kommunikationskultur für sich nutzen zu können. Dazu braucht es Berater, die wissen, wovon sie reden.

Deshalb: Viel Erfolg, Thomas!

(Es gibt natürlich schon einen Twitter-Account der neuen Beratung: @kpunktnull)

9Sep

Social Media kennen keinen Feiertag. Aber wer kümmert sich dann um Monitoring und Dialog?

Kategorie PR & Marketing | TAGS , ,

“Social media doesn’t close at 5pm. Or take weekends off. Or go on vacation.”

Die Feststellung bei Convince & Convert ist recht banal – einerseits. Spätestens seit “Vodafail” ist zudem klar, dass auch in Deutschland Social-Media-Krisen und Brouhahas gern mal spät abends oder am Wochenende an Fahrt aufnehmen. Aber sind Unternehmen und ihre Dienstleister darauf wirklich vorbereitet?

Es gibt bemerkenswert engagierte Kommunikationsleute wie Stefan Keuchel (@frischkopp) von Google, der sich auch weit nach Feierabend um Informationen etwa zum Ausfall von GMail bemüht und seine Follower auf dem Laufenden hält.

Aber das ist in meiner Wahrnehmung noch die Ausnahme. Liegt’s daran, dass Social Media noch nicht als wichtig genug eingeschätzt werden, um entsprechende Ressourcen zu rechtfertigen? Oder braucht es erst eine eigene Online-Krise, bis man sich überhaupt damit befasst?

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Wie wird 24/7/365-Monitoring und Dialog bei euch organisiert? Und wer zahlt’s?

9Sep

10 Regeln, nein Denkanstöße, für Social Media Kommunikation (und eine Konferenz)

Kategorie Fallbeispiele | TAGS , ,

Im Oktober veranstaltet die frisch gestartete Quadriga Hochschule für Kommunikation und Public Affairs in Amsterdam eine zweitägige europäische Konferenz zum Thema Online Kommunikation. Als kleinen Service bietet die Website eine Liste von “10 Regeln für erfolgreiche Social Media Kommunikation” (Download des englischen PDF) an.

Die “Regeln” sind dabei eher Denkanstöße, die Einsteigern ins Thema helfen können, Social Media Kommunikation ohne übertriebene Euphorie und ohne Aktionismus zu betrachten. Durch alle zehn Punkte zieht sich der Grundtenor “überleg’ dir gut, was du wirklich brauchst und was du zu leisten im Stande bist”. Was in Regelform daherkommt, ist gefüllt mit einer Reihe von Fragen, die man sich als Kommunikationsverantwortlicher stellen sollte. Tut man das, wird man feststellen, dass Social Media Kommunikation keineswegs einfacher, schneller oder gar billiger ist als herkömmliche Unternehmenskommunikation.

Hier das “Regelwerk” zum Durchblättern: