30Jul

Fünf gute Gründe für Posterous (und einer dagegen)

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Wer sagt eigentlich, dass ein neuer Dienst wie Posterous eigentlich gleich “the next big thing” sein muss? Es reicht doch schon vollkommen, dass er praktisch und – leider nicht allzu oft der Fall – einfach zu bedienen ist.

Klar, man kann so ziemlich alles, was man im Netz so findet in Posterous reinschmeißen und das dann automatisch an alle Plattformen, die vielleicht die eigenen Freunde und Bekannten nutzen, verteilen lassen. Das kann, muss aber nicht spammy sein.

Was mich ein wenig wundert (und zugleich freut) ist, dass Posterous in den letzten Tagen eine so steile Welle der Aufmerksamkeit in der deutschen Blogosphäre erhält. Schließlich gibt’s den Dienst schon ne ganze Weile und ich nutze ihn seit Januar. Aber vielleicht ist das einer jener Social-Media-Netzwerkeffekte wenn ein “Superhub” wie Steve Rubel bekannt gibt, er lifestreame jetzt nur noch über Posterous.

Dass ich seit einigen Wochen dazu übergegangen bin, täglich mehrfach beim “kleinen Bruder” dieses Blogs, beim Nebelhorn zu posten, hat ein paar gute Gründe:

  1. Es ist sehr einfach. E-Mail oder Bookmarklet (ich nutze Posterous im Firefox Add-on Share-a-holic) genügen.
  2. Eine Überschrift reicht. Manche Dinge müssen nicht groß kommentiert werden. Es reicht, sie in der Betreffzeile zu verschlagworten und fertig.
  3. Ich teile gern Fundstücke aus dem Netz mit anderen (dann auch via Autopost zu Twitter und Facebook), das ist für mich Teil der Kultur im Social Web. Auf welchem technischen Kanal jemand meine Beobachtungen findet, ist mir erstmal egal. Und gerade deshalb ist Posterous praktisch. Ein Platz, (fast) alle erreicht.
  4. Es funktioniert unterwegs. Ich kann Bilder, Videos, Audiodateien vom iPhone per Mail zu Posterous schicken. Der Dienst übernimmt die Konvertierung in abspielbare Formate. Fehlt noch ein Autopost von Live-Qik-Aufnahmen.
  5. Für mich fast der wichtigste Grund: Posterous historisiert alle Fundstücke zentral, unabhängig vom Medium. Noch treibe ich es nicht auf die Spitze, aber es wäre denkbar, dass Posterous meine Bookmarkdienste bei Mento und Delicious ersetzt und meine YouTube-Favoriten überflüssig macht. Twitpic und Twitvid macht es schon obsolet.

All diese Dinge nehmen dem Online-Erlebnis, dem Finden, Teilen und kursorischen Kommentieren eine ganze Menge Ballast ab. Und sie erlauben es mir, hier bei Open Source PR die ausführlichen Artikel zu posten für die ich mir bewusst Zeit nehme, ohne dass sie von all den kleinen Dingen überdeckt werden.

Der einzige Nachteil von Posterous, der mir aufgefallen ist: Die Plattform schickt keine Pingbacks an andere Blogs. Dementsprechend bleibt der Verlinkungsgrad eines Posterous-Blogs relativ gering. Das wird aber durch die Twitter-Autopost-Funktion wieder ausgeglichen, die zum Teil mehr Leser pro Post generiert, als ein Artikel hier im “großen” Blog.

PS: Wer nur meine Posterous-Updates per Twitter sehen möchte, darf gern @nebelhorn folgen.

PSPS: Für professionelle Contentproduzenten, zum Beispiel Eventblogger, könnte Posterous eine einfache Lösung sein sehr viele verschiedene Plattformen mit einem Klick zu bedienen. Fallen euch noch weitere Anwendungsfelder ein?

28Jul

Pflichtlektüre: Universal McCann Wave4 – Social Media Tracker

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Universal McCann investiert seit einigen Jahren regelmäßig viel Geld in die Untersuchung der weltweiten Entwicklung von Social Media. Der Wave Report fasst die Ergebnisse sehr anschaulich und lesenswert zusammen.

Hier die komplette Publikation, direkt im Browser blätterbar (für die Bildschirm füllende Ansicht einfach auf das kleine Quadrat neben der Lupe klicken!).

23Jul

Die Macher der PONS Blogger-Aktion im Interview (mp3)

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Seit Dienstag landen immer mehr grüne Schulhefte des Wörterbuch-Verlags PONS in den Briefkästen ausgewählter Blogger. Die Resonanz auf das Blogger-Mailing ist bislang durchweg positiv und es erreicht offensichtlich genau die richtigen Empfänger mit sehr relevanten Inhalten. Grund genug, einmal die Macher hinter der Aktion zur Entstehung, den Erwartungen und weiteren Plänen zu befragen.

Dem Open Source PR Podcast Interview stellten sich

  • - Anne Pelzer, Leiterin Marketing & PR bei PONS
  • - Björn Eichstädt, Managing Partner bei der PR-Agentur Storymaker, und
  • - Thomas Zorbach, Geschäftsführer von VM-People, die das Mailing konzipiert haben.

In den 30 Minuten geht es um die Idee zur Aktion, die Erwartungen aus PR- und Marketingsicht, Fragen der Messbarkeit des Erfolgs, um die Risiken solcher Aktionen (ja, auch Vodafone kommt vor), und vor allem darum, wie PONS mit dem Feedback der Blogger und der Nutzer der neuen Online-Rechtschreibplattform umgehen wird. Soviel sei verraten: Es sind noch grüne Schulhefte unterwegs und am kommenden Montag gibt’s noch ein Goodie für jedermann.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Open Source PR Podcast zum PONS Blogger-Mailing (Rechtsklick “speichern unter” zum Download der MP3-Datei)

21Jul

PONS kann’s. Gelungenes Blogger-Mailing. Note: 1-

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UPDATE: Ich habe mit den Machern der Kampagne ein Interview geführt. Das gibt’s hier zu hören.

Blog Relations, die Ansprache von Bloggern im Rahmen von Kommunikationskampagnen ist eine ausgesprochen knifflige Angelegenheit. Es ist sehr schwer, jeden einzelnen Blogger richtig einzuschätzen, was seine Grundhaltung zur Ansprache durch PR angeht. Und es ist noch schwerer, wirklich relevante Inhalte zu schaffen, die dann dazu führen, dass über ein Unternehmen oder Produkt auch geschrieben wird. Pressemitteilungen, wie sie auch bei mir immer mal wieder aufschlagen, sind dafür denkbar ungeeignet. Ein großartiges Beispiel, wie man es richtig macht, lieferte mir heute aber der Wörterbuchverlag PONS ins Haus.

1. Der Brief & das Heft

Beim Gang zum Briefkasten fiel mir ein C5-Umschlag mit handschriftlicher Adresse in die Hände. Absender: PONS GmbH in Stuttgart. Bestellt hatte ich dort nix, lediglich der Aufdruck “Presse” auf dem Etikett ließ mich als PRler aufmerken. Der Inhalt des Umschlags machte mich deutlich neugieriger. Es kam ein A5-Schulheft zu Tage, eingepackt in einen dieser Plastik-Schutzumschläge, die wohl jeder von uns aus der Schule kennt. Erste Erinnerungen an Kindertage ploppten hoch.

Das Heft war in der gleichen Handschrift fein-säuberlich mit meinem Namen und dem Namen dieses Blogs beschriftet. Spätestens hier, war die Neugier hellwach und ein erstes Schmunzeln auf den Lippen. Sonst war nix im Umschlag. Kein Begleitschreiben, keine Karte. Nur das Heft.
PONS.eu Mailing an Blogger

2. Der Inhalt

Auf der zweiten Innenseite dann eine weitere Überraschung. Ein Ausdruck eines meiner eigenen Blogposts – mit Korrekturzeichen! Jemand hatte sich die Mühe gemacht, meine zuweilen etwas dahingeschluderten Blogtexte auf Rechtschreibung zu prüfen. Zum Glück hat derjenige aber nur zwei Fehler gefunden. Ertappt fühlte ich mich trotzdem, so als professioneller Textmensch.
Personalisierter Inhalt des PONS Blogger-Mailings
Daneben dann in Lehrerrot die persönliche Ansprache: “Lieber Tapio Liller, … Ich erlaube mir, Ihnen heute einen Fehler zurückzugeben, denn ich bin folgender Meinung: Wenn der “Fun-Freitag” schon weiterziehen muss, dann aber richtig! “freitags” ist ein Adverb und wird kleingeschrieben. …” Dazu eine Einladung, den Testzugang zur neuen Plattform “Deutsche Rechtschreibung Online” zu nutzen, und künftige Problemfälle selbst zu lösen.
"Note" und Login-Daten zum Testzugang für PONS.eu
Auf der nächsten Seite dann, die Note 2+ (puh!) und die Unterschrift der “Lehrerin” Anne Pelzer. Die Login-Daten für den Testzugang gab’s dann noch stilecht auf ein Löschblatt gedruckt dazu.

3. Die Landing-Page

Als ob es mit der charmant-persönlichen Ansprache mit Call-to-Action nicht schon genug wäre, folgte auf der Landingpage nach dem Login die nächste Überraschung: Frau Pelzer stellt sich mir per Video vor, das Flipchart neben ihr begrüßt mich mit “Herzlich Willkommen, Tapio Liller!” Frau Pelzer erklärt ruhig und klar, dass die Rechtschreibung in Blogs doch oft leidet und eine gewissen Nachlässigkeit mit der Konfusion rund um die Rechtschreibreform entschuldigt wird. Dazu gebe es ab September von PONS ein neues Nachschlagewerk, ab Ende Juli aber schon ein kostenloses Online-Portal. Produktnews abgeliefert!
PONS Screenshot Begru?ßung zum Bloggermailing

Dazu dann noch die Begründung, warum gerade ich eine Vorabeinladung bekomme: “Weil wir das Gefühl hatten, dass Sprache für Sie persönlich wichtig ist, möchten wir, dass Sie als einer der ersten vorab dieses neue Rechtschreibportal testen.” Bingo! Jetzt haben sie mich. Ja, Sprache ist mein berufliches Werkzeug Nummer 1, und ja, ich teste gern neue Angebote.

4. Die Erfolgsfaktoren

Das Blogger-Mailing hat also in meinem Fall zu 100% funktioniert. Und zwar aus mehreren Gründen:

a) es ist sehr aufmerksamkeitsstark und ruft Erinnerungen an die Schulzeit wach,

b) es ist relevant, weil ich mich tatsächlich tagtäglich mich Sprache und Rechtschreibung auseinandersetze,

c) es ist personalisiert und ich habe nie das Gefühl, nur ein “Empfänger” oder “Konsument” zu sein und

d) es hat eine Dramaturgie, die mich Schritt für Schritt durch die Dokumente und Informationen bis zum Test des Produkts führt.

Abgesehen davon blogge ich jetzt hier darüber, was sicher auch einkalkuliert war, da ich mich gern mit Best- und Bad-Practices rund um Social-Media-Kommunikation beschäftige. Aber das mache ich sehr gern, weil’s einfach gut ist.

5. Die Goodies

Neben dem Zugang zum neuen Rechtschreibportal (der tatsächlich schnell brauchbare Ergebnisse liefert) gibt’s auf der Landingpage noch weiterführende Angebote. So kann ich die Buchversion kostenlos bestellen, bei Interesse Werbepartner werden, das (noch etwas jungfräuliche) Blog “Fehlermeldungen” besuchen, und PONS bei Twitter folgen.

Alles in Allem eine sehr gelungene Aktion, die dem Empfänger Spaß macht und Anschlussgespräche verursacht. Während ich diese Zeilen geschrieben habe, hat auch Olaf Kolbrück drüben bei Off-the-Record sein Schulheft ausgepackt. Wer ist noch mit von der Partie?

NACHTRAG: Das Mailing wurde konzipiert von der Berliner Agentur VM-People, die Tübinger PR-Agentur Storymaker kümmert sich um die begleitende Kommunikation und das PONS-Marketing um “Lehrerin” Anne Pelzer ist natürlich auch mit von der Partie. Das ergibt sich aus den Tweets von Storymaker-Co-Chef Björn Eichstädt.

Nachtrag 2: Weitere Schulhefte erhielten die folgenden Blogger (Liste wird laufend ergänzt, Hinweise willkommen!)

21Jul

Kommentar-Sabotage im Vodafone-Blog?

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Als ob die in der vergangenen Woche mit zunehmender Aggressivität geführten Blog- und Kommentarschlachten um die “Generation Upload”-Werbekampagne von Vodafone nicht schon schwer genug wären, ist das Vodafone-Team gestern Abend in eine böse Falle gegangen. Ein m.E. stilistisch im letzten Absatz eher unglücklich formulierter Blogpost des Kampagnentestimonials Ute Hamelmann (alias “Schnutinger“) wurde so offensichtlich mit Fake-Kommentaren bedacht, dass es niemandem entgehen konnte.

Ein böser Verdacht: Astroturfing im eigenen Blog?!

Eine Kostprobe, gegeben von einer “Elisabeth Seeger”:

“Vielen Dank, dass du diese Erlebnisse mit uns und anderen teilst. Du bist wie wir, und wer noch nicht so ist, ist herzlich eingeladen, so wie wir zu werden. Jeder und jede ist willkommen, seinen bzw. ihren Beitrag zur Community zu leisten! Mich interessiert, mit welchen Telefonen meine Freunde telefonieren und welche Erfahrungen sie mit anderen Communities gemacht haben! Ich freue mich, wenn ich den Kontakt zu Bekannten halten kann. Das Internet ermöglicht mir, mich selbst zu verwirklichen und meine Wünsche in realisierbare Konzepte zu übersetzen – gemeinsam mit anderen. So bilden wir eine starke Gemeinschaft. Wir sind sympathisch und doch intelligent. Das HTC Magic mit Internetanschluss werde ich sicher einmal ausprobieren. Es ist sehr praktisch und genau auf meine Bedürfnisse zugeschnitten.”

Soviel Anbiederung tut schon fast weh und wäre vor ein paar Jahren noch als “Astroturfing“, also die positive Kommentierung im Auftrag unter falscher Identität, lautstark geächtet worden – und wurde es dann auch. Aber würde Vodafone das wirklich tun? Auf dem eigenen Blog Claquere schreiben lassen? Wohl kaum. Dafür wissen die für die Social-Media-Seite der Kommunikation Verantwortlichen im eigenen Hause und bei der Werbeagentur Scholz & Friends gut genug, dass das der sichere Weg in den Untergang ist.

Skepsis ist deshalb spätestens beim zweiten allzu wohlmeinenden Kommentar eines “Bernd Hasert” angezeigt:

“Mit großem Interesse habe ich Deinen starken Blogartikel gelesen. Das erwähnte Telefon könnte mir gefallen! Es ist gut, wenn Telefone nur eine Taste haben. Zusammen mit den attraktiven Datentarifen der Firma Vodafone könnte ich so auch mobil Internetauftritte ansurfen. Bilder von meiner Lebensgefährtin und mir zu dem Dienstleister Flickr uploaden zum Beispiel. Ich finde Vodafone richtig super und viel besser als die Deutsche Telekom. Hab mal online die Preise und das Leistungsspektrum verglichen.”

Das war um 20:38 Uhr am Montag Abend. Das Problem: Es dauerte bis 21:57 Uhr, bis Vodafone-Sprecherin Carmen Hillebrand per Kommentar einschritt und zumindest zu Protokoll gab, dass ihr “einige Kommentare ebenfalls merkwürdig” vorkamen. Bis dahin waren aber schon mehr als 30 wenig schmeichelhafte Kommentare eingegangen und die Spekulationen über das vermeintliche Astroturfing ins Kraut geschossen. 79 Minuten können in einem Blog furchtbar viel Zeit sein!

Immerhin blieb Carmen Hillebrand dran und klärte auf, die Kommentare kämen nicht aus dem IP-Bereich von Vodafone, könnten also nicht von intern gepostet sein. Etwas später auch ein klares “wir faken garantiert keine kommentare” von Scholz&Friends-Mann Nico Lumma.

Bei einer aufgeregten Kommentatorenschar helfen diese Beteuerungen leider nur begrenzt. Man unterstellt der Werbeagentur denn auch prompt “die Wahrheit zu dehnen“. Es entsteht eine Diskussion, die nicht zu ‘gewinnen’ ist. Das Vodafone-Blog steht dann noch auf Grund der Vorgeschichte unter besonderer Beobachtung kritischer Blogger und Kommentatoren. Da bleiben nur die klare Bekenntnis, nicht zu faken und großer Langmut im Umgang mit den Kritikern.

Vodafone: “Wir faken nicht” – Aber wer dann?

Doch es bleibt eine dumpfe Ahnung, dass die beiden plumpen Stiefellecker-Kommentare (sie kamen wohl von 2 unterschiedlichen IP-Adressen) von Dritten in böser Absicht gepostet wurden. Etwa in der Absicht die Glaubwürdigkeit des Vodafone-Blogs zu untergraben und die bei den besonders fleissigen Kommentatoren ohnehin kritische Stimmung noch weiter anzuheizen. Man könnte hier von Kommentar-Sabotage oder einer Kommentar-Bombe sprechen, die in der Hoffnung gezündet wurde, den Blog-Gastgeber öffentlich zu diskreditieren.

Doch wie hätte Vodafone besser gegensteuern können?

Meines Erachtens gibt es drei Verfahrensweisen, die hier das Risiko minimiert hätten:

1. Den Blogpost tagsüber veröffentlichen, solange im Unternehmen ausreichend personelle Ressourcen präsent sind, um die Kommentare unmittelbar zu prüfen und zu moderieren. Am Abend ist das deutlich schwieriger. Kommentarmoderation ist Hausrecht des Gastgebers und schließt die Löschung von grob unpassenden Kommentaren ein. Die Verhaltensregeln sollten allerdings gut auffindbar sein.

2. Astroturfing-verdächtige Kommentatoren zur Verifikation anschreiben. In den allermeisten Blogs muss man beim Kommentieren zur Verifikation seine E-Mail-Adresse angeben. Mit einer kurzen Nachfrage lässt sich klären, ob die Adresse existiert und die Absicht des Kommentators erfragen. Den fraglichen Kommentar bis zur Klärung zurückzuhalten ist legitim. Folgt bei schneller Nachfrage keine schnelle Antwort, auf die Freischaltung verzichten.

3. Authentizität nicht mit Nachgiebigkeit verwechseln. Jeden Kommentar – auch wenn er ‘überpositiv’ ist – durchzulassen mit der Begründung, man wolle “so wenig wie möglich sperren“, kann eben auch nach hinten losgehen. Eine authentisches Corporate Blog bedeutet eben nicht nur, in Stil und Ton glaubwürdige Artikel zu veröffentlichen, sondern auch glaubwürdig mit der folgenden Diskussion umzugehen. Das kann auch bedeuten, die Kommentarregeln klar und unnachgiebig durchzusetzen.

Gibt es noch weitere Techniken, Kommentarbomben und Astroturfing-Sabotage zu vermeiden? Ich freue mich auf eure Erfahrungen und Einschätzungen in den Kommentaren!