26Jun

Der Fun Freitag ist weitergezogen

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In den letzten Monaten habe ich hier Freitags immer mal wieder mehr oder weniger Vermischtes und Lustiges gepostet. Doch Open Source PR soll ja primär ein Blog zu Fachthemen und zur ernsthaften Auseinandersetzung mit unserer Medien-PR-Web-Marketing-Welt sein.

Da schien mir mein Zweitblog “Nebelhorn” bei Posterous der bessere Platz für die Späße dieser Webwelt zu sein. Dort schmeiße ich mehr oder minder regelmäßig Links, Bilder, Videos und andere Fundstücke aus dem Web oder der “echten Welt” (ist das Web nicht echt?) rein. Meist nur mit einer Zeile kommentiert, oder gar nicht. Gelegentlich gibt’s auch nen längeren Text.

Also, wer mag, möge sich meinen Posterous RSS-Feed abonnieren. Ansonsten gibt das Nebelhorn auch bei Twitter Laut, wenn’s was Neues gibt. Viel Spaß!

24Jun

Wo sind all die Blumen hin?

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Vor vielen Jahren, damals, als ich noch an der Uni Essen das zukunftsträchtige Fach Kommunikationswissenschaft (Singular!, darauf legte man Wert) studierte, war das Medienforum NRW der Hotspot der Medienbranche Deutschlands, ach was sag ich, Europas! Da trafen sich die Movers and Shakers der Fernsehbranche (Helmut Thoma und Fritz Pleitgen), der Musikbranche (Tim Renner und Dieter Gorny) und der Verlagsbranche (Rupert Murdoch) und kungelten die Zukunft der Medienwelt unter sich aus. Als Student mogelte ich mich zu den Empfängen im Kölner Gürzenich (“die gute Stube” der Domstadt) und Konferenzen auf den Messegelände rein, um etwas Big Business zu schnuppern und vielleicht irgendwo auf direktem Wege einen begehrten Praktikumsplatz in der Glamourwelt zu ergattern. Zwei oder drei Sommer hintereinander ging das so. Köln war gefühlt mein Sprungbrett zur großen Medienkarriere. Köln duftete nach Erfolg, und es gab große Buffets für lau, damals ’98/’99′/’00!

Das Medienforum NRW gibt es heute noch. Doch von Glamour und Erfolg, von Vision und Zukunft keine Spur. Und für diese Erkenntnis musste ich noch nichtmal selbst hin und mich durch Lieferanteneingänge reinschleichen, geschweige denn eine teure Konferenzkarte kaufen. Es steht in Blogs wie Olafs “off the record” oder bei Carta und Thomas.

Denn ein Thema hatte das Medienforum trotz seines Allgültigkeitsanspruchs und der Standortförderungsrhetorik des damaligen NRW-Miniterpräsidenten Clement nicht auf dem Programm: Das Internet. Und das hat sich spätestens in diesem Medienkrisenjahr gerächt.

Der Puls der Zeit ist weitergezogen, die früheren Protagonisten auch. Helmut Thoma ist schon längst eine “One Man Show” (Selbstbeschreibung), Fritz Pleitgen genießt den Ruhestand, Tim Renner hat sich seine Nische im Musikgeschäft gesucht, Dieter Gorny ist besitzstandswahrender Lobbyist der Plattenindustrie geworden und Rupert Murdoch macht weiter das, was er am Besten kann: Gibt den Big Boss und sich zumindest Mühe, ein wenig Vision zu verbreiten.

Und ich? Ich hole mir meine Portion Inspiration,Vision und Duft des Erfolgs bei anderen Veranstaltungen und baue mein eigenes Business auf. Ob’s irgendwann “big” wird, wer weiß?

22Jun

Obama – President of Fun

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Wer sagt, dass Politik immer bierernst sein muss und ein Staatsoberhaupt keine Späße machen darf? An Barack Obama ist, wenn man sich die folgende Ansprache beim International Radio & Television Correspondents Dinner so anschaut, ein Comedian verloren gegangen. (Ob er sich die Sprüche selbst ausgedacht hat oder nicht ist da eher nebensächlich.)


(via Medienlese)

Und wer austeilt muss auch einstecken können und über sich selbst lachen. Beim grandiosen Vortrag des Schauspielers John Hodgman (er spielt u.a. in der Apple-Werbung den “PC”) hat Obama im Anschluss auch Gelegenheit dazu. Schließlich wird ihm eröffnet, dass er eindeutig in die Kategorie der “Nerds” gehört. (Man stelle sich vor welches Gesicht George W. Bush bei dieser Rede gemacht hätte.)

Und zu guter Letzt gibt’s hier noch einen Animationsfilm von JibJab, der Obama vollends auf den Arm nimmt. Er wurde dem Präsidenten ebenfalls bei dem Journalistendinner gezeigt. Ob er gelacht hat? Wahrscheinlich sogar.

(via Nerdcore)

18Jun

Die Gedanken sind frei

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Aus gegebenem Anlass.

1. Beleget den Fuß
Mit Banden und mit Ketten
Daß von Verdruß
Er sich kann nicht retten,
So wirken die Sinnen,
Die dennoch durchdringen.
Es bleibet dabei:
Die Gedanken sind frei.
2. Die Gedanken sind frei
Wer kann sie erraten?
Sie fliehen vorbei
Wie nächtliche Schatten;
Kein Mensch kann sie wissen,
Kein Kerker verschließen
Wer weiß, was es sei?
Die Gedanken sind frei.
3. Ich werde gewiß
Mich niemals beschweren,
Will man mir bald dies,
Bald jenes verwehren;
Ich kann ja im Herzen
Stets lachen und scherzen;
Es bleibet dabei:
Die Gedanken sind frei
4. Ich denk was ich will
und was mich erquicket,
Und das in der Still
Und wenn es sich schicket;
Mein Wunsch und Begehren
Kann Niemand mir wehren;
Wer weiß was es sei?
Die Gedanken sind frei.
5. Wird gleich dem Gesicht
Das Sehen versaget,
So werd ich doch nicht
Von Sorgen geplaget.
Ich kann ja gedenken,
Was soll ich mich kränken?
Es bleibet dabei:
Die Gedanken sind frei.
6. Ja fesselt man mich
Im finsteren Kerker,
So sind doch das nur
Vergebliche Werke.
Denn meine Gedanken
Zerreißen die Schranken
Und Mauern entzwei:
Die Gedanken sind frei.

(Textfassung um 1800, aus Wikipedia)

Anke Gröner fasst meine Gefühlslage in die passenden Worte.