Hier ist das Transkript des Next09 Liveblogs. Es ersetzt den Verweis auf den Liveblog, der hier vorher stand.
- 1:11 PM: Moin aus Hamburg. Jeff Jarvis on stage bei der Next09
- 1:14 PM: Jeff referiert die wichtigsten Thesen aus seinem Buch “What would Google do?”
- 1:15 PM: Hier ist das Buch bei Amazon www.amazon.de
- 1:15 PM: Google is about Openness: “Do what you do best & link to the rest”
- 1:16 PM: Mark Zuckerberg Anekdote: Jemand fragte ihn, “wie kann ich so eine Community bauen, wie du sie hast?” Er dazu: “You can’t”
- 1:17 PM: Es geht vielmehr um “Elegant Organisation”
- 1:18 PM: Zum Beispiel: Lehre für’s lernen: Wir arbeiten zu sehr unabhängig voneinander. Kollaboration nützt allen.
- 1:18 PM: Traditionelle Geschäftsmodelle verwalten Mangel. Google verwaltet Überfluss
- 1:19 PM: Außerdem: der Massenmarkt ist tot. Lang lebe die “Masse der Nischen”.
- 1:20 PM: Jeff’s präsentation ist hier online www.slideshare.net
- 1:21 PM: Der Trick ist, die Nischen so miteinander zu vernetzten, dass sie in Summe wieder geschäftsrelevant sind.
- 1:22 PM: Nächste Lehre: Sich selbst fragen, was wirklich das eigene Geschäft ist. Ist Papier bedrucken wirklich das GEschäft von Verlagen?
- 1:23 PM: Neuer Ethos:
- 1:23 PM: Fehler “gut” machen – also zugeben, dass man Fehler macht und ihre Verbesserung kommunizieren.
- 1:24 PM: Das Leben ist “beta” – Nichts ist von anfang an perfekt. Die Iteration ist der Schlüssel zum Erfolg.
- 1:24 PM: “Beta” ist ein Start für kollaboratives Entwickeln.
- 1:25 PM: Wichtig: Google ist nicht perfekt, sie sind nicht transparent und offen.
- 1:26 PM: Aber der Grundsatz “Don’t be evil” ist mehr eine Unternehmenskultur, die das Hinterfragen des eigenen Tun zulässt.
- 1:26 PM: Hätten die Investmentbanker danach gehandelt, hätte es die Finanzkrise vielleicht nicht gegeben.
- 1:27 PM: Auch wichtig: Get out of the way. Unternehmen sollten ihren Kunden/Nutzern nicht vorschreiben was sie mit dem Produkt wie zu tun haben. Im Hintergrund halten ist schlauer.
- 1:28 PM: Denn so entwickeln sich anwendungen, die man selbst nicht erdacht hat.
- 1:29 PM: Jarvis sagt: er will nicht die Autorität und Entscheidungkraft von Experten aufheben, sondern vielmehr die Community einbeziehen, um mit ihren Ideen bessere Produkte zu machen.
- 1:30 PM: Das ginge sogar in einem Restaurant. Weil es auch dort Daten gibt, was gefällt und was nicht.
- 1:31 PM: If you care about your audience, good things will happen
- 1:31 PM: Einfluss des “Google-Denkens” auf andere Bereiche:
- 1:32 PM: Freundschaften: Man bleibt für immer miteinander verbunden (oder findet sich zumindest wieder, wenn man das will)
- 1:34 PM: Denken: Bessere Konversationen – auf Basis von Fakten – führen zu “tieferem Denken”
- 1:34 PM: Transparenz in Behörden und Regierungen ist ohnehin sehr wünschenswert.
- 1:34 PM: Soweit der Vortrag. Jetzt Fragen.
- 1:35 PM: Frage: Wie würde eine Google-Kirche aussehen?
- 1:35 PM: In Jeffs Blog gibt’s dazu ein paar linkts. www.buzzmachine.com
- 1:36 PM: Warum nicht den Google Algorithmus veröffentlichen, wenn schon alles um Teilen geht?
- 1:38 PM: Das wäre sehr wünschenswert und ein Punkt in dem Google sich öffnen könnte, ohne zwingend sein Geschäftsmodell zu gefährden.
- 1:41 PM: Über PR: PR behauptet, über Beziehungen bescheid zu wissen.
- 1:42 PM: Jeff behauptet das Gegenteil: Der Mittelsmann hat immer Probleme Googleig zu sein, weil sie immer in einem Interessenkonflikt festhängen.
- 1:43 PM: Er sieht auf Werbeagenturen und PR in nächster Zeit Probleme zukommen, da sie die Googleigen Prinzipien nicht werden umsetzen können.
- 1:45 PM: Jeff Jarvis ist übrigens ziemlich lustig. Und er läuft durch den Saal und sprintet zu den Fragestellern.
- 1:47 PM: Next: Umair Haque von Havas
- 1:47 PM: Jeff sagt eben zu Thomas Knüwer: This is a great presentation. Also hören wir weiter zu. :-)
- 1:48 PM: Umair spricht über “Constructive Capitalism”
- 1:50 PM: Umair benutzt prezi.com
- 1:51 PM: “The Zombieconomy” – Unternehmen, die früher großen Wertzuwachs verzeichnen konnten. Jetzt aber große Probleme haben. Autoindustrie, Versicherungen, Banken, Börse, Einzelhändler,…
- 1:52 PM: Insgesamt ist die Wachstumsrate der Wirtschaft verlangsamt. Zugleich gibt es immer mehr Unternehmen mit einer sehr kurzen Lebensdauer.
- 1:53 PM: Große Veränderung: Mehr Interaktion, mehr Kommunikation (mit einem “Interaction Index” gemessen)
- 1:55 PM: Pendants zu “toxischen Wertpapieren”: Burger, Hummer SUV, Eigenheime, 6Klingen-Rasierer
- 1:56 PM: Wir befinden uns heute nicht (nur) in einer Rezession, und Finanzkrise, sondern tatsächlich (wie Jeff Jarvis sagt) in einer Restrukturierung der Wirtschaft
- 1:56 PM: “The Great Compression”
- 1:58 PM: Grundfrage: Wie können wir heute wieder Wert schaffen?
- 2:00 PM: Statt Strategie geht es in Zukunft um Ideale
- 2:04 PM: Renewal, democracy, peace, equity, meaning – die neuen Prinzipien der Wirtschaft
- 2:06 PM: Die Prezi-Präsentation macht es recht schwer zu folgen oder Schlüsselbegriffe aufzuschnappen.
- 2:09 PM: Exploit , command, war, dominate, profit – das sind die alten Prinzipien der Wirtschaft
- 2:10 PM: Umair kontrastiert sie gegeneinander mit Beispielen.
- 2:13 PM: Der Vortragsstil von Umair ist übrigens eher schwer zu ertragen. Er spricht zu ich selbst und tigert auf der Bühne hin und her.
- 2:14 PM: Der Inhalt hingegen ist ziemlich spannend
- 2:16 PM: Die Krisentypen, die aus den Alten Prinzipien entstehen sind: Depletion, Rigidity, Conflict, Stagnation, Nihilism.
- 2:26 PM: Zu diesem Vortrag empfehle ich im Anschluss die aufnahme bei Seveload. Es ist zu Beispielreich und komplex um es sinvoll in ein Liveblog zu fassen. (Sorry!)
- 2:28 PM: Jetzt ist erstmal Pause. Danke für’s lesen!
- 3:17 PM: Zurück im Saal mit Andrew Keen, dem selbsternannten “Antichristen” des Web
- 3:18 PM: Es geht gleich gut los mit Jarvis und Haque bashing. “Die beiden glauben an die Individualismus. Es ist schwierig sich zu distanzieren.”
- 3:19 PM: Im Grunde haben schon Marx, Darwin, Spencer, etc. die Macht der formellen Institutionen in Frage gestellt und das Individuum über alles gestellt.
- 3:20 PM: Die Konsequenzen dieser Philosophien haben aber nicht nur Gutes gebracht, wie die Geschichte zeigt.
- 3:20 PM: Alle Befürworter der 2.0-Bewegung sagen “Weg mit der Kontrolle”
- 3:21 PM: “Google levels the playing field” (sagt Haque) – das hat mich erstaunt, sagt Keen
- 3:22 PM: Im Gegenteil, sagt Keen: Google kreiert mehr Monopol, schlechtere Werbung, mehr Kontrolle
- 3:22 PM: Freie Märkte leisten Oligarchien Vorschub.
- 3:22 PM: Das passiert heute.
- 3:23 PM: Der “Kult der Kollaboration”
- 3:23 PM: Gerald Hensel Keen ist so ein Schwätzer.
- 3:24 PM: Keen macht sich über Haques Beispiele für “Cult of Innovation” lustig, Walmart, Walker’s crisps, Nike.
- 3:24 PM: “When Walkers tells you that a packe of crisps is a meaningful experience, what the fuck is going on?” Keen
- 3:25 PM: Die Dominanz von Google kriegt ordentlich einen mit.
- 3:26 PM: “I’m not a Marxist, I’m not against technology. But I’m against garbage”
- 3:26 PM: Beispiele: der Chinesische Kapitalismus wäre nicht ohne Regierung möglich gewesen.
- 3:27 PM: Kapitalismus in Russland hat nie funktioniert, weil es keine funktionsfähige Regierung gab.
- 3:27 PM: Jarvis und Haque sind keine Analysten, sie sind Evangelisten.
- 3:27 PM: Wir brauchen eine “richtige Debatte”
- 3:28 PM: Jede Form der Kapitalistischen Wirtschaft wird durch die Individualisierung in Frage gestellt.
- 3:28 PM: Keens forderung, wir brauchen mehr Instititutionen, starke Instititutionen.
- 3:29 PM: I’m @ajkeen on Twitter, I like Twitter. It creates a sense of Community.c
- 3:30 PM: Das war’s schon. Schnell, hart, knackig. Noch einige Fragen.
- 3:31 PM: Haques These, dass durch Individualisierung Wettbewerb verschwindet, sagt Keen, ist lächerlich.
- 3:31 PM: You can’t be half-pregnant on Twitter. You’re either a follower or follow.
- 3:31 PM: There is competition, and people are fighting to win it.
- 3:33 PM: Wir sind alle Polemiker. Ich habe in “Cult of the Amateur” auch absichtlich Granaten geworfen.
- 3:34 PM: Journalists are the hand-workers of the 1840s. They are being swept away.
- 3:42 PM: pause. bis später
- 10:41 AM: Next09. Zweiter Tag!
- 10:42 AM: Jetzt Tim Leberecht von Frog Design über “Chief Meaning Officers”
- 10:43 AM: In zukunft müssen Unternehmen “Bedeutung” herstellen. Neue Rolle: “Der Chief Meaning Officer”
- 10:43 AM: Aufgabe 1: Listen & Converse
- 10:43 AM: Soweit so offensichtlich.
- 10:44 AM: Übergeordnete Beobachtung: Alles wird kleinteiliger. “Economy of micro scale”
- 10:45 AM: Hyperconnectivity –> Hypertransparency–> Fragmentation–>Minaturizsation of content–> Shorter Attention spans
- 10:45 AM: Folge: Brands müssen “schrumpfen”
- 10:46 AM: das unvermeidliche OBama-Beispiel: Fragmentierung bis auf jeden einzelnen Supporter, dem Microtools an die Hand gegebn wurden.
- 10:47 AM: Regel Nummer 3: Activate your customers.
- 10:47 AM: Co-creation als Aktivierungsmethode (soweit so bekannt)
- 10:48 AM: Mashups! Brands sollten ihren Fans/Kunden die Freiheit geben, selbst Remixe der Marke zu erstellen
- 10:49 AM: Trend von “Marketing Hardware” zu “Marketing Software”
- 10:49 AM: Hardware: festgelegte, geplante, produzierte Artefakte des Marketing
- 10:50 AM: Software: Erfahrung, Meinung, Conversations, Interaktionen, Verbindungen
- 10:50 AM: Empfehlung: shift zu 80 Software (flexibel!) und nur noch 20 Hardware (starr und verletzlich)
- 10:52 AM: Activate existing networks! (because they exist, you can’t build them)
- 10:53 AM: “First rule of the fight club. Don’t talk about the Fight club” – True for brands, too
- 10:54 AM: Regel 4: Acite like a media company
- 10:54 AM: Regel 5 Give more than you take
- 10:54 AM: Regel 6: Be the change
- 10:55 AM: (zugegeben, so etwas zusammenhanglos)
- 10:56 AM: Regel 7: Be yourself.
- 10:57 AM: “What’s intersting about you is you.”
- 10:57 AM: Adaptive, Transparent, Open, Micro (ATOM) – das marketingprinzip bei schrumpfenden Marken
- 10:59 AM: The Chief Meaning Office should be a sensemaker, not a rainmaker and help transform business.
- 10:59 AM: Sehr salbungsvoll und nett. Aber wem sagt er das?
- 1:11 PM: Jeff Jarvis und Umair Haque im moderierten Dialog
- 1:11 PM: Jarvis: the license to fail is the basis for innovation today
- 1:12 PM: Jarvis: the realtime web is just coming. we don’t even know what it will mean yet.
- 1:12 PM: Jarvis vertritt die Philosophie des “shoot first, ask later”
- 1:13 PM: Lehre für Startups: ständig anpassen und rechtzeitig herausfinden, was wirklich das eigene Geschäft ist.
- 1:14 PM: man darf gern mit vielen Zielen anfangen, dann aber gezielt und “fluid” eingrenzen
- 1:15 PM: Haque: stellt euch mal vor, wie es wäre, wenn ein Supermarkt den Kunden anzeigt, wie die Preise neben an sind.
- 1:16 PM: Die Information ist ein Wert, der den Kunden Entscheidungen vereinfacht.
- 1:16 PM: Moderator Paul Jozefak: Was ist mit dem Big Brother Aspekt von Google und dem Verkauf von Targeting-Daten
- 1:17 PM: Jarvis: Das wird nicht passieren, weil der Aufschrei noch größer wäre als bei Facebook
- 1:17 PM: Die Menschen kontrollieren Google, deshalb werden sie Daten der User nicht missbrauchen
- 1:18 PM: Haque und Jarvis sind sich einig: Wenn Google das Vertrauen der Nutzer missbraucht, wird es scheitern. Und je mehr sie das tun, desto schneller wird das gehen.
- 1:19 PM: Haque: Je mehr wir miteinander verbunden sind, desto schwieriger wird es für jeden einzelnen, “böse”/”evil” zu sein.
- 1:21 PM: Jarvis: The definition what’s big enough has shrunken.
- 1:23 PM: Haque: The old advertising business model of media is not working. A new model needs to be built on an inverse model. No longer “we talking to you” but “people talking to us”
- 1:24 PM: Einwand aus dem Publikum: Google is not a social creature.
- 1:24 PM: Twitter and Google don’t organise people like facebook does.
- 1:27 PM: Googles way to fail is constant experimentation.
- 1:27 PM: Paul Jozefak: So what’s next if you’re not Google.
- 1:28 PM: Jarvis: The big question is how to add real value, we need an invisible tissue that makes the web social. Second is “live”, the realtime Web.
- 1:29 PM: Haque: Demokratisierung des Web! Geschäftsmodelle, die den Rückkanal monetarisieren werden gefragt sein.
- 1:30 PM: (Haque nuckelt ständig an seiner Wasserflasche)
- 1:31 PM: Und Ende. Leider sehr kurze Sessions hier.

