21Apr

Ans Herz gelegt (Ein ? für Blogs)

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Heute morgen hieß es in den Nachrichten, die Konjunkturerwartungen der deutschen Wirtschaft zeigten nach oben. Ob das stimmt, wird sich anderswo zeigen, aber die deutsche Blogosphäre erfährt heute definitiv eine Sonderkonjunktur. Initiiert vom StyleSpion Kai, graben heute Blogger landauf landab in ihren Feeds und fördern die lesenswertesten Kleinode zu Tage. So auch ich.

Hier sind meine Lieblinge, die ich euch unabhängig von Frühlingsgefühlen oder anderen jahreszeitbedingten Erregungen gern zur Lektüre ans Herz lege. Sieben an der Zahl, so lautet meine Wahl:

1) PRlen.de – Ein noch recht junges, aber umso lesenwerteres Blog, in dem sich PR-Berater Jan Manz und Journalist Björn Sievers in alter “Hauser & Kienzle”-Manier über die Tücken des zwischen Hassliebe und pragmatischer Koexistenz mäandernden Verhältnisses von PR-Schaffenden und schreibender Zunft austauschen. Die Sätze dort sind kürzer, versprochen.

2) digitalpublic.de – Kommunikationsberater Jörg Wittkewitz begutachtet mit spitzer Feder und scharfem Verstand die Irrungen und Wirrungen der Digitalen Welt und was da noch alles dranhängt. Dabei bewahrt er die skeptische Distanz eines Philosophen. Das ist nicht immer leicht zu lesen – bzw. gedanklich nachzuvollziehen – aber gerade deshalb umso lohnenswerter, sich dafür Zeit zu nehmen.

3) ShiftHappens.de – Wer schon mal an seinen Chefs verzweifelt ist oder als Chef an seinen Mitarbeitern, oder wer sich einfach nur ein wenig Mut anlesen will für den Schritt in die Selbstständigkeit, ist bei Maren Hessler und Marcus Splitt bestens aufgehoben. Die beiden Organisationsentwickler vermitteln mit viel Elan, dass Business auch anders geht. Und diese Erkenntnis kann gar nicht weit genug vordringen.

4) Markus Albers – Thematisch dicht an den Themen von ShiftHappens ist Journalist Markus Albers, der in seinem Buch “Morgen komm ich später rein” neue Formen der Organisation von Arbeitsleben auslotet und in seinem Blog interessante Menschen rund um das Thema zu Wort kommen lässt und Fundstücke präsentiert.

5) Mellcolms gesammeltes Stammeln – Zu all den Sachthemen gibt’s natürlich auch Ausgleich, zum Beispiel bei Wortakrobatin Mellcolm, die in knackigen, kurzen Geschichten Dingen eine Seele einhaucht, von denen man vorher nicht wusste, dass sie eine haben (zum Beispiel Tassen!). Ein Blog mit Schmunzelgarantie!

6) Sechzig Grad – Sie ist die Einzige, die mich bloggend und twitternd “Herzbube” nennen darf und es ist klar, dass ich Karens Blogroman/Romanblog “Sechzig Grad” mit den heißen Erlebnissen der Deutsch-New-Yorkerin Josephine jedem Leser nahelege. Übrigens: Ich sehe die neuesten Kapitel auch erst, wenn alle anderen sie auch lesen können. Das sorgt gelegentlich für rote Ohren, I can tell you!

7) Pflasterstrand – Als Frankfurter kommt man am lokalen Veranstaltungsmagazin “Journal Frankfurt” ja nicht vorbei. Das Blog dazu hat seinen Namen vom früheren Sponti-Blatt gleichen Namens, das in der wilden Zeit der Studentenproteste von so illustren Herrschaften wie Joschka Fischer und Dany Cohn-Bendit betextet wurde. Heute beleuchten die Autoren des Journals im Blog all die bunten Themen, die im Heft keinen Platz mehr hatten oder vielleicht zu abseitig erscheinen. Und davon gibt’s reichlich. Must-read für Frankfurter und Frankfurter im Herzen.

18Apr

Nächsten Dienstag: Ein Herz für Blogs!

Kategorie Zeugs | TAGS , ,

Die Idee ist so schlicht wie herzlich. Stylespion Kai Müller ruft für kommenden Dienstag zur Aktion “Ein Herz für Blogs” auf.

(Logo von StyleSpion)

(Logo von StyleSpion)

Einfach mal die Kleinode, Fundstücke, Bookmark-Götter und -Göttinnen, die ReTweet-würdigsten Blogposts aus dem persönlichen Leserepertoire in einen Post packen und verlinken. So finden wir alle gegenseitig Neues und ein bisschen Linklove ist auch noch drin für alle.

Ich gehe schonmal auf die Suche nach Neuem. Das trübe Wochenende ist dafür ja bestens geeignet.

(Die Aktion schonmal vorab bekannt zu machen wird ihre Wirkung noch verstärken, also worauf wartest du?)

(via Blogpiloten)

17Apr

Wir brauchen ein deutsches Kutcher/CNN-Duell mit Oprah-Show!

Kategorie Medien, Menschen | TAGS , , ,

Natürlich ist das Follower-Duell zwischen CNN und Ashton Kutcher vollkommen belanglos, wenn nicht kindisch und albern, weil es nichts, aber auch gar nichts über die Qualität beider Twitterer aussagt. (Von Oprah Winfrey, die heute abend Kutcher und die Twitter-Chefs zu Gast haben wird, mal ganz zu schweigen.)

Aber trotzdem wage ich die These, dass wir genau so ein Duell auch in Deutschland brauchen. Wir brauchen eine Schlacht der Giganten, ein Stand-off der Twitter-Legenden, ein “High Noon” der Promi-Zwitscherer! Warum? Weil es dann endlich Normalität wäre, weil man dann aufhören könnte Twitter zu erklären.

Twitpic von boroughbaby

Twitpic von boroughbaby

Anthony Ha schreibt bei Venture Beat, dass er einen Rückgang der “Wow! Twitter!”-Geschichten nach dem Auftritt von Kutcher bei Oprah heute abend erwartet. Einfach, weil es mainstreamiger nicht mehr geht: “Dude, Twitter was on Oprah. ‘Nuff said.”

Genau das wäre auch für die deutsche Öffentlichkeit toll. Denn wenn man ehrlich ist, so als gefühlter Seit-Ewigkeiten-Twitter-Nutzer, sind wir es nicht langsam leid, immernoch fast jedem Zweiten Twitter erklären zu müssen? Man suche einfach mal nach “erkläre Twitter” bei Twitter-Search. Da vergeht kaum eine wache Stunde, in der nicht ein Twitterer jemand anderem beibringt, was es mit den 140 Zeichen und Followern und so weiter auf sich hat.

Was wäre das eine Erholung und Entspannung, wenn man hierzulande auch einfach sagen könnte: “Wie? Du kennst Twitter nicht? Das war doch sogar schon bei….”! – Ja, und da wird’s halt schwierig mit dieser kleinen Utopie. Welche TV-Sendung in Deutschland wäre massenerreichend genug, um populär und anschaulich einer ausreichend großen Menge Zuschauer näherzubringen, worum es hier geht?

“Wetten, dass…?” vielleicht? Nein, zu wenig Zeit pro Gast und ein Gastgeber ohne jegliche Affinität zum Thema. Bei Harald Schmidt? Zu elitär und zu spät am abend. Bei Kerner? Zu anbiedernd. Bei Beckmann? Zu betroffenheitsfixiert. Hm, wird schon eng…

Und welcher Prominente könnte vielleicht dem “Westen” oder “Welt kompakt” den Kampf ansagen (Zielmarke, seien wir bescheiden, 10.000 Follower)? Sascha Lobo? Nicht prominent genug. Michael Kessler? Dito. Markus Kavka? Äh, wer? Hier wird’s also noch enger.

Aber gut, vielleicht sind wir trotz gigantischer Zugriffswachstumszahlen auch hierzulande (dazu Meedia) einfach noch nicht soweit. Dennoch würde etwas Entspannung, mehr Gelassenheit in Sachen Twitter in der Tat gut tun, da bin ich ganz bei Sachar, der im “Jetzt ist Twitter tot”-Geschrei – wie dem von US-Tech-Blogger Lance Ulanoff – zurecht eine gewisse Arroganz des “Establishments” durchscheinen sieht.

Schließlich ist das Tolle an Twitter, dass es nicht DAS eine Twitter gibt, sondern genauso viele Twitters wie es Twitterer. Jeder baut sich sein eigenes, keine Timeline ist exakt gleich. 100%ige Individualisierung – ein Traum. Auch ohne Kutchers kesse Kurzbefindlichkeiten, CNNs “brechende Nachrichten” und Oprahs ahnungslose Einlassungen.

Soweit mein Wort zum Samstag. Weitermachen, äh, -twittern!

15Apr

Umfrage: Die PR-Branche und die Krise (Update)

Kategorie Märkte, PR & Marketing | TAGS , , ,

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Dem Realitätsausschnitt “Twitter” darf man ja nicht glauben, wenn’s um harte Daten und Fakten geht. Schon gar nicht, wenn man PR-Leute fragt, wie sich denn die Krise auf ihr Geschäft auswirkt. Da twittert man lieber die positiven Meldungen über gute Gespräche mit potenziellen Neukunden oder den erfolgreichen Vertragsabschluss mit einem Newbiz-Gewinn. Klar, man macht ja auch PR für sich selbst und die eigene Firma oder den Arbeitgeber.

Aber vielleicht lässt sich ja doch etwas Ehrlicheres aus der Kollegenschar erfragen, wenn das ganze anonym abläuft. Deshalb hier meine kleine und gänzlich unrepräsentative Umfrage zum Thema PR-Branche und Krise. Über rege Teilnahme und fleißige Re-Tweets freue ich mich natürlich sehr.

UPDATE: Die Umfrage ist inzwischen geschlossen, die Ergebnisse sind hier nachzulesen.

13Apr

Osterpoken – Die Gewinner

Kategorie Events | TAGS , , , , ,

Eine Woche lief die Aktion Osterpoken, heute abend war es soweit. In einer glanzvollen Live-Streaming-Gala mit der Rekordquote von 9 Zuschauern in der Spitze wurden die glücklichen Gewinner gezogen.

Als Stargast und Glücksfee mit von der Partie war Karen (@karens_bakery), Autorin des Blogromans “Sechzig Grad“.

Trotz reger Beteiligung auch des weiblichen Teils der deutschsprachigen Blogosphäre (es gab sogar eine Einreichung aus Österreich!) wollte es der Zufall, dass drei Männer künftig fabrikfrische Poken mit zu Networkingevents nehmen können. Hier die Original-Lose mit den Gewinnern und den in einer zweiten Los-Stufe zugelosten Poken.

Poken-Gewinner

Die Biene geht an Patrick (blog.patrickkempf.de).

Das Voodoo-Poken hat sich Alex verdient (orange-blog.de).

Das Panda-Poken findet ein neues Zuhause bei Gunnar (gunnarsohn.wordpress.com).

Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern und viel Spaß mit den Poken!
(Bitte meldet euch kurzfristig bei mir mit eurer Postanschrift – sofern nicht im Impressum eures Blogs – damit ich euch die Poken zuschicken kann!)

PS: Lobend erwähnen möchte ich persönlich noch die Poken-Bewerbungen von Sue (@happyschnitzel) und Melanie (@mellcolm), die zwar leer ausgingen, aber mit besonderer kreativer Kraft Schwung in die Sache brachten. Die Blogs der beiden seien ohnehin jedem Freund des kunstvoll gedrechselten Wortes und der pointierten Alltagsbeobachtung empfohlen.