Finanzfreitag (Jon Stewart vs. Jim Cramer)

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Die “Daily Show with Jon Stewart” ist schon seit Langem die Vorlage für ein intelligentes, böses und sehr lustiges Polit-Satireshow-Format, das Harald Schmidt eigentlich hätte für Deutschland umsetzen sollen, statt mit Oliver Pocher peinlich-flache Witzchen zum Besten zu geben.

Dass Jon Stewart nicht nur die Halbwahrheiten und Hohlfloskeln der Politik auf begnadete Art und Weise demaskieren kann, sondern auch einem Journalistenkollegen mustergültig den Spiegel vorhalten kann, bewies er in der gestrigen Ausgabe.

Vorab als Duell zweier TV-Giganten inszeniert, lud er den Ex-Hedgefonds-Manager Jim Cramer in die Show ein, der beim Finanzsender CNBC die Show “Mad Money” hat und dort laut und reißerisch Anlagetipps gibt, die in letzter Zeit nicht selten schlechte Tipps waren.

Anlass der sehenswerten Konfrontation: Ein ursprünglich nicht für’s TV bestimmtes Interview mit Jim Cramer, in dem er aus dem Nähkästchen plaudert und erzählt, wie Hedgefonds Börsenkurse manipulieren (konnten). Jon Stewarts Kritikpunkte:

  • - Jim Cramer ist der Bock als Gärtner, der Geldanlage als Entertainment verpackt, aber dem Anspruch seines Senders, auch dem Normalbürger Rat zu geben nicht gerecht wird
  • - Mangelnde journalistische Sorgfalt bei der Vorbereitung von Gesprächen mit Top-Finanzmanagern (Cramer: “Die haben mich belogen”)

Hier die Videos des Geprächs:

1. Teil (Anmoderation) bei The Daily Show

2. Teil (Das Gespräch), eine Sternstunde von Jon Stewart

3. Teil (Schluss und Deal) bei The Daily Show

Update: Die ungeschnittene Version ist hier zu finden.