25Jan

Wenn Mommert murmelt…

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…kommt leider nur Unsinn heraus. Mitunter rassistisch-gefährlicher Unsinn. Zumindest, wenn es um Twitter geht. Uwe Mommert (XING) ist Vorstand des Medienbeobachtungsdienstleisters Landau Media. In dieser Funktion ist er auch Mitherausgeber des Newsletters “PR Professional“, der leider weder durch echte Nachrichten (erscheint alle 2 Wochen) noch durch sonderliche Professionalität (wird auch gern mal unverlangt zugemailt) besticht.

In diesem Newsletter nun veröffentlicht Herr Mommert – nach Selbstbeschreibung “begeisterter Web 2.0-Fan” – eine Kolumne namens “Inside Web 2.0″. Zuletzt nahm er sich unter dem provokanten Titel “Verlierergezwitscher” den Microbloggingdienst Twitter vor. Der Beitrag langweilt den – zumindest einigermaßen Web 2.0-bewanderten – Leser nicht nur mit längst bekannten Fakten (“Führende Medien wie Spiegel und Welt kompakt zwitschern schon länger in dieser kollektiven Zeitvernichtungsmaschine vor sich hin.”) und wohlfeilen Pseudoaufregerfloskeln wie “belangloses Gebrabbel”, die eine gewisse Bruderschaft im Geiste mit dem Internet-Verächter der Süddeutschen Zeitung Bernd Graff (“Web 0.0 – Die neuen Idiotae“) vermuten lassen.

Null Erkenntnisgewinn und Berlusconiesquer Rassismus

Nein, der “leidenschaftliche Internet-User” Mommert schwingt sich noch zu ungeahnten Höhen der Erkenntnis auf, wenn er “kurzfristig überrascht” feststellt, dass Hessen-SPD-Wahlverlierer Thorsten Schäfer-Gümbel (Mommert schreibt falsch “Torsten”) während des Wahlkampfs Twitter nutzt, um kurze Eindrücke von der Wahlkampftour abzusetzen. Schäfer-Gümbel habe “sich da sicherlich aus den USA inspirieren lassen”, meint Herr Mommert und bringt die nächste Platitüde, die uns leider noch das ganze “Superwahljahr” lang begleiten wird. Man ahnt was kommt – Barack Obamas Internetwahlkampf.

Bis hierhin ist Uwe Mommerts Kolumne schlicht langweilig. Jetzt kommt aber der Schlussabschnitt, der meine Kinnlade der Schwerkraft überlies. Hier der Volltext, wieder mit Bezug auf Thorsten Schäfer-Gümbel:

“Nun bekommen wir Botschaften wie ‘Wir schützen gute Arbeit u.a. durch Mindestlöhne, Mitbestimmung und Innovation’ auch zugezwitschert. Aber: ein Twitter macht halt noch keinen Obama. Da reicht bei Schäfer-Gümbel auch eine Dauerkarte für das Solarium nicht.”

Was ist hier passiert? Der Vertriebschef eines Medienbeobachtungsunternehmens nutzt ein PR-Instrument für sein Unternehmen – denn genau das ist der “PR Professional” Newsletter – um sich und seinem Unternehmen den Anstrich eines Web 2.0-Experten zu geben, und schießt am Ende seiner “provokativen” Kolumne so über das Ziel hinaus, dass er dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi (“Obama ist jung, ansehnlich und sogar gebräunt”) zur Ehre gereicht. Selbst wenn Uwe Mommert die “Dauerkarte für das Solarium” als Metapher für den Einsatz von Social Media-Tools im Wahlkampf gemeint haben sollte, so ist sie doch so verunglückt und in der Konnotation latent rassistisch, dass sie eines Vorstands eines Dienstleisters für die PR-Industrie unwürdig ist. Seinem Unternehmen erweist Herr Mommert so einen Bärendienst.

Was die Abqualifizierung von Twitter als Zeitverschwendung betrifft, kann er ja seine Meinung behalten, wenngleich sie entgegen seiner Behauptung hier nicht von sonderlich ausführlicher Auseinandersetzung mit dem Medium zeugt (doch, er ist auch bei Twitter). Was mich außerdem erstaunt ist, dass der “offene Blogbrief” von Marc Pfeil zwar Mommerts Ansichten zu Twitter kritisiert, den geschmacklosen Solariumssatz aber nicht für kommentarwürdig hält.

Es ist also leider Gottes nicht überall Professionalität drin, wo “Professional” draufsteht.

Herr Mommert, wenn Sie jetzt mitgelesen haben, bin ich gespannt auf Ihre Erklärung für Ihren Fettnapf-Treffer!

PS: Die Website von “PR Professional” lässt Kommentar nur nach vorheriger Registrierung zu. Das ist sehr einsnullig und diskursfeindlich. Deshalb beziehe ich lieber hier Stellung und bin gespannt auf die Reaktionen.

23Jan

Twestival Frankfurt Tickets im Verkauf

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Für das Frankfurter Twestival – das Charity-Twitter-Treffen zu Gunsten von charity:water – sind jetzt die Spenden-Tickets im Vorverkauf. Einfach auf der Event-Seite auf Tickets gehen und über Amiando ein Ticket kaufen. Der Erlös geht direkt und ohne Abzüge in den Spendentopf.

Das Frankfurter Twestival startet am Donnerstag, 12. Februar, um 20:00 Uhr im “theplacetobe“, Weißadlergasse 3 (Nähe Café Karin).

Sponsoren gesucht
Die deutschen Twestivals (inzwischen 5 an der Zahl) suchen jetzt Sponsoren, die den guten Zweck unterstützen und die Veranstaltungen mit Geld und Sachleistungen versorgen möchten.

Unternehmen, die den direkten Draht zu einer kontaktfreudigen und web-affinen Gemeinschaft suchen, sind hier richtig. Schon ein kleiner Beitrag kann für die Twestivals eine große Wirkung haben und zum Gelingen dieses weltweiten Projekts beitragen. Kontakt über sponsoren@twestival.de

19Jan

Twestival – Deutschland engagiert sich (Update)

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Die Idee des Charity-Twitter-Events “Twestival” (hier mein erster Post dazu) nimmt Gestalt an (inzwischen über 100 Städte weltweit) und entwickelt eine eigene Dynamik in Deutschland. Bislang gibt’s Interesse und Teils schon Organisationsteams in

Hamburg: @zeniscalm (Blogpost dazu & Lokale Event-Site) – Mail: hamburg.orga @ twestival.de
Bremen: @analythis (Lokale Event-Site)
Frankfurt: @tapioliller (Lokale Event-Site)
Mannheim: @ripanti (Lokale Event-Site)
Berlin: @chiron08
und bei den Nachbarn in Wien: @mountaindan

Bei Cem haben sich per Kommentar auch weitere Interessenten gemeldet. Wenn ihr in eurer Stadt was starten wollt, meldet euch unter www.Twestival.com als Organisatoren an. Vom Londoner Twestival-Team gibt’s dann detailliertere Infos.

FRANKFURT Organisation:
Das hiesige Orga-Team ist leider noch dünn besetzt. Mit dabei im Moment @frankfurtine , @laufmaschine und ich. Morgen abend um 19.30 Uhr treffen wir uns zum ersten Planungs-Meeting im bewährten New-in-Town Home, Niddastr. 101, nähe Hbf. (Qype Infos) Weitere Unterstützer sind herzlich Willkommen! Kontakt auch über frankfurt.orga @ twestival.de

Das erste Treffen ergab zumindest schon ein Reihe von Ideen für Locations und lokale Sponsoren.

Twestival Germany Netzwerk bei mixxt
Die weitere Organisation wird jetzt auf einem eigens für die deutschen Twestivals eingerichteten Mixxt-Netzwerk stattfinden. Hier kannst du Mitglied werden und mitmachen.

PS: Dank an @nicole_de für den Hinweis auf “mit140Zeichen“.

18Jan

Twitter im PR-Einsatz – Bitte nur mit viel Umsicht!

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Der weltweit tätige Dienstleister für die PR-Branche, Cision (Medienbeobachtung, Datenbanken), plant PR Newser zufolge ab Mitte des Jahres zumindest in den USA die Aufnahme von Twitter-Namen von Journalisten in ihre Datenbank. Das unterstreicht zweifellos die Bedeutung, die Twitter auch für die Öffentlichkeitsarbeit inzwischen hat, birgt aber auch Risiken für den Dienst.

Social Media-Vordenker Steve Rubel mahnt die PR-Kollegen denn auch zum umsichtigen Umgang mit dem neuen Kommunikationskanal.

My advice to those of you in PR is to participate first, pitch later (this is counsel my colleague Phil Gomes regularly
teaches). Ideally I would love to see everyone in PR be on Twitter but
only if we add value. This means that we must transparently and openly
participate in conversations, always respect the community and build
relationships. Do this (and do this well) and most everyone will be
happy to hear our pitches.

Diesen Punkt kann man nicht genug betonen. Twitter lebt mehr als jede andere zweinullige Technik vom Dialog und vom Aufbau nachhaltiger und persönlicher Beziehungen. PRler, die Twitter einfach als weiteren Weg zur massenhaften Verbreitung von Links zu Pressemitteilungen oder womöglich Pitches per Direct Message missbrauchen, werden auf die Nase fallen.

Denn Twitter bietet, anders als die gute alte E-Mail, die Möglichkeit, unliebsame Absender einfach zu blocken. Und das wäre der Anfang vom Ende von Twitter als strategisch eingesetztes PR-Werkzeug.

13Jan

Twittern für sauberes Wasser: Twestival am 12. Februar (Update)

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UPDATE: In Hamburg hat sich ein Team rund um @zeniscalm gefunden (siehe unten). In Mannheim nimmt die Sache @ripanti in die Hand (Website). In Frankfurt sieht es noch dünn aus. Morgen, Dienstag 20.1. um 19.30 gibt’s ein Orga-Team-Treffen. Infos in Kürze per Twitter.

Twitter beweist jeden Tag auf’s neue, dass eine schnell vernetzte. globale Gemeinde in der Lage ist, nicht nur Nachrichten schnell um den Globus zu tragen, sondern sich auf für einen guten Zweck einzusetzen. Jetzt drehen wir die Sache ein ordentliches Stück weiter:

twestival-logo1

Unter dem Titel “Twestival” steigt am Donnerstag, 12. Februar 2009 eine Twitter-Party-Reihe in mehr als 50 Städten weltweit, deren Ziel es ist, für die Organisation “Charity:Water” Geld zu sammeln.

Charity:Water baut vor allem in afrikanischen Ländern Brunnen für die dortige Bevölkerung. Im Jahr 2007 konnten so ca. 144,800 Menschen mit Trinkwasser versorgt werden.

Wie funktioniert’s?
Ganz einfach: Twitterer tun sich zu lokalen Organisationsteams zusammen und stellen eine Party für die Twitterer in der gleichen Stadt oder Region auf die Beine.

Das Ziel: Möglichst geringe Kosten, möglichst viel Spaß und natürlich reichlich Spendengelder für Charity:Water. Idealerweise sollten Location, Technik, Musik, etc. nichts kosten und z.B. Getränke, Charity-Tombolapreise u.ä. von Sponsoren beigesteuert werden. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Was gibt’s schon in Deutschland?
Außer diesem Aufruf zum Mitmachen noch nichts. Aber das soll sich jetzt ändern.

Für Frankfurt übernehme ich gern die Projektorganisation, suche aber noch Mitstreiter, um die Arbeit auf mehr Schultern zu verteilen. Andere Städte können sich unter Twestival.com registrieren und erhalten vom Initiatoren-Team in London rund um @Amanda ein Infopack, das weiterhilft.

Sponsoren gesucht!
Damit die Twestivals möglichst viel Spenden abwerfen, sind Sponsoren gefragt, die Twestivals entweder auf lokaler oder auf Bundesebene zu unterstützen. Sach- und Geldspenden, ggf. auch Locations sind willkommen. Sponsoren für Deutschland können sich gern melden unter sponsoren@twestival.de , ich leite die Angebote gern an die lokalen Orga-Teams weiter.

Wissenswertes (mit Update)
Twestival.com wird in Kürze Site-Bereiche für alle lokalen Orga-Teams haben. Dort steht dann auch alles weitere und die Site sollte als zentrale Anlaufstelle für die Kommunikation dienen. Update: Die lokalen Sites werden eingerichtet, sobald ein Hauptansprechpartner für die jeweilige Stadt eine Location benennen kann.

Update Hamburg:
In Hamburg hat sich Vivian (@zeniscalm) der Twestival-Idee angenommen. Näheres hier. Ein erstes Orga-Team-Treffen ist dort schon für Dienstag, 19 Uhr im “Berliner Betrüger”, Juliusstraße, anberaumt.

Für Deutschland stehe ich mit Oseon Conversations als “Organisations-Sponsor” zur Verfügung und helfe neben der Organisation in Frankfurt gern bei weiteren Fragen.

Die Domain Twestival.de läuft auf meinen Namen. Ich richte gern E-Mail-Adressen für die lokalen Teams ein.

Hashtag: #twestival
Offizieller Twitterfeed: @twestival
Deutscher Twitterfeed: @twestival_de
Kurzlink zu diesem Post zum Kopieren in Tweets: http://snurl.com/twestival_de
Noch Fragen? Hier: frankfurt.orga@twestival.de

In diesem Sinne: Twittern für sauberes Wasser! Marsch!