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Tool-Watch: Power.com

Sie haben schon 5 Millionen Nutzer, aber hierzulande und selbst in den USA kennt sie kaum jemand: Power.com. Ursprünglich aus Brasilien und sowohl dort als auch in Indien stark im Markt vertreten, schickt sich der Dienst an, ab heute auch die Staaten zu erobern. Da ist es nur eine Frage von Tagen oder wenigen Wochen, bis auch hierzulande die Web-Szene mit Power.com spielt. Also beschleunigen wir das doch ein bisschen.

Power.com aggregiert die Nutzerprofile der verschiedensten Social Networks (derzeit Facebook, MySpace und die bei uns weniger bekannten Hi5 und Orkut) auf einer Seite. Dazu nimmt das Portal noch Instant Messaging-Dienste. Das Besondere: Power.com ist selbst kein Social Network. Es holt nur alle persönlichen Profile und Kommunikationswege an einem Ort zusammen und ermöglicht Kommunikation in beide Richtungen. Nachrichten die von Power.com aus verschickt werden, werden auf den jeweiligen Portalen oder IM-Diensten “zugestellt”.

Für die Freunde in den jeweiligen Netzwerken ändert sich nichts. Sie lesen die Nachrichten in ihrer gewohnten Umgebung. Der Power.com-Nutzer hingegen hat nur noch eine Anlaufstelle für alle Networking- und Kommunikatonsaktivitäten im Social Web.

Die Anmeldung ist denkbar einfach. Man gibt sein Login für eines der bereits genutzen Social Networks ein, der Rest erledigt sich von selbst. Noch werden deutsche Services, wie XING oder StudiVZ nicht unterstützt. Auch Twitter fehlt in der Liste. Doch wenn Power.com erst einmal vom Geheimtipp zum “Next Big Thing” avanciert ist, wie Mashable vermutet, werden auch diese Features kommen. Dann ist Schluss mit dem Springen zwischen den verschiedenen Diesten und dem Einsammeln der verstreut eintreffenden Nachrichten. Für den Heavy User des Social Web eine sehr attraktive Aussicht.

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5 Kommentare

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  1. Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach says

    Brasilien und Indien spricht ja dafür, dass es vor allem zunächst die Orkut-Nutzer sind/ waren, die da reingingen. Interessant. Hi5 ist in Europa ja in Rumänien sehr populär.
    Und ganz ehrlich: Erschließt sich dir in der jetzigen Form wirklich der unmittelbare Nutzen?

    Ich sehe ihn vor allem für die Generation nach uns, die ja bisher nicht wirklich auf Twitter ist (sondern sehr intensiv die Chatfunktion von Facebook nutzt, zumindest in meinem Umfeld). Denn für uns alte Leute ist Twitter fast so etwas, habe ich den Eindruck. Das wiederum aber (bisher) ein Ein-Generationen-Projekt zu sein scheint…

  2. Tapio says

    @Wolfgang: Zählst du mich großzügig zu deiner Generation dazu? ;-) Nein, mal ernsthaft, das Konzept hat m.E. Potenzial eine Art zentraler Verwaltungsplattform für die bislang nebeneinander her benutzten Social Networking-Plattformen zu werden. Facebook allein reicht natürlich nicht, aber wenn Twitter, und IM-Dienste wie AIM oder GTalk dazukommen, braucht man nur noch eine Seite um mit allen Netzwerken sprechen zu können. Und das ohne das 27ste Profil anlegen zu müssen.

  3. Timo Lommatzsch says

    Und zu welcher Generation zähle ich? Oder sitze ich mal wieder zwischen allen Stühlen?
    Was ich mich ja bei Power.com schon immer gefragt habe: wenn ich bzw. alle dann diese tolle und wirklich sinnvolle Seite nutzen und (fast) nur noch von Power.com alle unsere Profile und Präsenzen managen, dann surft ja fast keiner mehr auf Facebook und Myspace rum und folglich macht die Werbung da keinen Sinn mehr und folglich bricht das (derzeitige) Finanzierungsmodel weg und naja, dann mal sehen, schlimmstenfalls sperren sie dann Power.com – oder was meint ihr?

  4. Tapio says

    @Timo: Sehr guter Punkt. Aber so wie es aussieht, müssen sich die Social Networks ja ohnehin was Neues ausdenken um sich zu refinanzieren. Sonst wird aus Facebook über kurz oder lang das nächste Yahoo oder gar Lycos.

  5. Timo Lommatzsch says

    wobei mir gerad einfällt, kennst du den schon?
    http://geekandpoke.typepad.com/geekandpoke/2008/11/simply-explained—part-24.html
    reg. yahoo & microsoft …