ots/newsaktuell macht’s Abonnenten schwer(er)
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Mike schrieb eben, dass der Originaltextservice (ots) der dpa-Tochter newsaktuell seit Kurzem die per E-Mail abonnierten Pressemitteilungen nicht mehr im Volltext schickt, sondern vom Leser verlangt auf das Online-Portal durchzuklicken.
Dazu muss man wissen, dass einerseits zwar die ots-Meldungen (für die Unternehmen und PR-Agenturen mehrere Hundert Euro bezahlen) in den dpa-Newsticker laufen und so in sehr vielen Redaktionen zumindest potenziell gesehen werden. Doch mindestens genauso viele Journalisten (und an einer Branche interessierte) abonnieren Meldungen per E-Mail, um auf dem Laufenden zu sein.
Mike argumentiert, die Volltext-Email habe den Vorteil, dass man eben schnell den ganzen Text scannen kann. Geht es nach newsaktuell, geht das nun offensichtlich nicht mehr. Man bekommt einen Anreißer, alles weitere steht auf dem Portal.
Das verringert den praktischen Nutzen der E-Mail-Abos drastisch und senkt damit den Wert von ots-Meldungen für die Kunden. Nun könnte man argumentieren, es gebe doch auch beim Presseportal RSS-Feeds, die man abonnieren kann, aber leider bieten auch die nur den Anleser, selbst wenn man den Feedreader händisch anweist, doch den Volltext anzuzeigen.
Doch ganz abgesehen davon erwarte ich von einem nicht ganz billigen Verbreitungsdienstleister für Pressemitteilungen, dass er eben richtig verbreitet und nicht nur ein bisschen. Dazu gehört auch, den Abnehmern der Meldungen die Arbeit so weit wie möglich zu erleichtern. Volltext in E-Mails und RSS-Feeds gehört dazu. Das Schielen nach Page Impressions (die newsaktuell unten auf der Seite stolz mit 8,3 Millionen im Oktober angibt) ist bei einem von zahlenden Kunden finanzierten Dienst nicht angebracht.