Natürlich hat Olaf recht, wenn er schreibt, dass der Buzz rund um Googles Webbrowser bemerkenswert ist. Die bloggende und journalistische Welle ist enorm und es ist sicher auch für die deutsche Blogosphäre ein hübscher Aufmerksamkeitsgewinn, dass alles durch einen Post von Philipp losgetreten wurde.
Bei aller Bewunderung für einen solchen Superscoop darf man allerdings nicht vergessen, wer hier der Absender ist. Google ist nun mal die Nummer-1-Marke im Netz und damit Mitglied im Kreis der auserwählten Wenigen, die mit einer einzigen (zugegeben kreativen) Maßnahme eine solche Resonanz erzielen können. Da gilt der Satz: “Wer viel Aufmerksamkeit hat, bekommt leicht noch mehr.” Eine Ableitung für die PR weniger bekannter Unternehmen kann ich daraus nicht ziehen.
Was jetzt mittel- bis langfristig interessant zu beobachten sein wird ist die Frage, wie sich Googles Image verändern wird. Die Metapher von der “Datenkrake” kommt ja nicht von ungefähr…
Übrigens: Dass auch ein Milliardenunternehmen nur von Menschen gemacht wird, zeigt dieser kleine Faux-pas im Chrome-Comic, der heute vormittag schon per Tweet von Jan die Runde machte.


Stimmt. Der Comic war eine nette PR-Idee, aber den Buzz hätte Google für den neuen Browser auch ohne jegliche PR-Aktion bekommen. Genau wie die Medienresonanz, die sicher folgt. Schließlich greift Google Microsoft auf deren Stammgebiet an. Und Kampf der Giganten ist immer für eine Geschichte gut.
http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_video/0,,SPM2488_VID4961612,00.html
Schaut euch mal das Video dieses Links an. Schlimmer kanns nicht mehr kommen. Da sieht es aus, als ob google der alles bestimmende Info-Big-Brother wird oder schon ist.
Branchen aller Typen: Wehrt euch gegen die hirnlosigkeitsartigen Recherchen.
@Bernd:
Der Zapp-Beitrag ist so tendenziös und suggestiv, wie ich’s von der Sendung kenne. Allein der Schluss: “Google verändert jeden von uns. Wahrscheinlich auch unser Denken.” ist so durchschaubar effekthascherisch, dass ich nicht umhin kann, dem Beitrag einen Spiegel vozuhalten. Sie wollen Quote, genauso wie die Online-Journalisten Leser wollen. Wo ist der Unterschied? Hier die “kritisch” berichtenden Öffentlich-Rechtlichen, dort die “Klickhuren” unter den Online-Journalisten? Ziemlich arm, finde ich.
Übrigens, zum Thema Google-Panik empfehle ich diesen Beitrag von Spreeblick: http://www.spreeblick.com/2008/09/04/wir-sind-bild-the-chrome-conspiracy/
Es ist nicht alles böse, wo Google draufsteht…