29Sep

Sicher in Social Networks

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Wie die Blogpiloten (via heise) berichten, hat sich das Fraunhofer Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) der Sicherheit in Social Networks angenommen. Beunruhigend sind die Erkenntnisse über Facebook, XING, StudiVZ, Lokalisten und Co. durchaus. Denn neben Verhaltenstipps und sorgfältiger Auswahl der Informationen, die man so online stellt, gibt es wohl auch technische Sicherheitsdefiziten. So werden zum Teil Passwörter beim Login im Klartext übertragen. Damit sind schon Zugriffe über das WLAN des Kaffee-Dealers um die Ecke hochriskant.

Das PDF-Dokument der Studie gibt in Kapitel 8 aber auch praktische Tipps, wie man sich im Netz sicherer bewegen kann. Allein diese Seiten lohnen den Download (hier).

23Sep

Cluetrain ist kein alter Hut

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Kommunikationsleuten, die das Cluetrain Manifesto noch nicht gelesen haben, sei es dringend empfohlen. Es skizzierte nämlich vor Jahren schon sehr treffend und zuspitzend, was heute Unternehmen blüht, die sich nicht mit den grundlegenden Konsequenzen beschäftigen, die das Internet so mit sich bringt. Dass fast acht Jahre nach Cluetrain noch unglaublich viel Lernbedarf besteht, zeigen die folgenden Posts, die aus Sicht der Mitdiskutanten eine Podiumsveranstaltung Revue passieren lassen, die gestern in Darmstadt stieg.

Kaffeeklatsch (Olaf Kolbrück, off-the-record)
PR und Blogs (Robert Basic, Basic Thinking)
PR im Web 2.0: Ist schon Zukunft? (Thomas Pleil, Das Textdepot)
Von der Relevanz des Kaffeeklatschs (Wolfgang Lünenbürger, PR 2.0)

Lesebefehl!

23Sep

Die DPRG und das Web – Ein Trauerspiel

Kategorie Events, PR & Marketing | TAGS , , ,

Der PR-Beruf braucht eine Standesvertretung und die Deutsche Public Relations Gesellschaft (DPRG) möchte das sein. Der “Berufsverband aller PR-Fachleute in Deutschland”. Soweit, so nett und wichtig. Doch was der Verband sich in den letzten Tagen im Netz geleistet, bzw. versäumt hat, ist traurig. Deshalb kann ich leider nicht nett sein heute, obwohl ich selbst Mitglied in dem Verein bin.

Am vergangenen Freitagabend verlieh die DPRG in Wiesbaden den Deutschen PR-Preis. Alles wie immer, festlicher Rahmen im Kurhaus, mehr oder minder dolle Reden wie per Twitter zu erfahren war und ein Kardinal, der als “Kommunikator des Jahres” ausgezeichnet wurde. Vor Ort also das Übliche bei solchen Galas, im Netz aber Anachronismus pur.

Nicht nur dass da heute noch das “Jetzt online: Anmeldung zur Galaveranstaltung”-Bannerchen prangt, die Webseite war am Samstag noch immer nicht mit der Liste der Preisträger versehen. Auch zu dieser Stunde wird der Umstand, dass Karl Kardinal Lehmann den Preis erhielt nur mit einem Link zu einer vorgefertigten Pressemitteilung (als PDF) verkündet. Die Preisträger in den interessanteren Kategorien erfährt man in besagtem PDF erst nach viel Blabla auf Seite 4. Dafür gibt’s noch immer die Shortlist und die Preisträger von 2007 an prominenter Stelle zum Download. Wohlgemerkt, die Gala ist zur Stunde 4 Tage her!

Bei so viel Web-Inkompetenz bleibt es fast schon eine beiläufige Randnotiz, dass die Meldung mit den Preisträgern – ganz Old-School-PR-mäßig – schon zu Beginn der Veranstaltung um 19 Uhr ins Netz gestellt wurde. Wer sich mit seinem Handy die Mühe machte, auf der Gala kurz ins Web zu schauen, wurde also jeglicher Restspannung beraubt. Schade. Jedes von den auf der Gala anwesenden Herrschaften vertretene Unternehmen würde seine wichtigen Ankündigungen besser organisiert veröffentlichen. So viel Professionalität sollte man vom Berufsverband eigentlich auch erwarten dürfen.

Doch mit der versemmelten PR-Preis-Website ist es nicht genug. Heute flatterte ein E-Mail-Newsletter an die Mitglieder in die Inbox, in dem den “sehr geehrten Mitgliedern” geheißen wird:

“Gratulieren auch Sie Ihrem Berufsverband, der Deutschen Public Relations Gesellschaft e.V., zum 50. Geburtstag. Gratulieren Sie, indem Sie ein Gratulations-Banner in Ihre Internetpräsenz einbinden und mit www.dprg.de verlinken. Wählen Sie sich ein geeignetes Banner aus.”

Abgesehen davon, dass so viel Befehlston noch nichtmal einem schlechten Callcenter über die Lippen käme, sind die angebotenen Banner auch noch grottenhässlich. Hier eine Kostprobe.

Die “Wir”-Form zieht sich durch alle Bannerformate. Als Einzelperson mit einem eigenen Blog möchte ich diese Majestatis-Tuerei aber nicht haben (selbst wenn ich das Banner schick fände).

Es ist schon bitter, dass ein Berufsverband professioneller Kommunikatoren in der eigenen Öffentlichkeitsarbeit so wenig Professionalität an den Tag legt – nach innen wie nach außen. Natürlich darf man mir jetzt “mach doch selber” vorhalten und sich wiederum über meinen Frustausbruch ärgern, aber auch damit kann und muss ein Verband rechnen, gerade in Zeiten des schnellen Mitmachnetzes, das er selbst noch immer als Verlängerung einer Hochglanzbroschüre mit digitalen Mitteln begreift. Hier geht Kommunikation leider nicht “weiter”, wie der Jubiläumsclaim es gern hätte, sondern schnurstracks zurück in die Web-Vorzeit. Zum 50jährigen hätte ich mehr erwartet.

Alsdann, her mit den Gegenargumenten!

23Sep

Technorati-Bericht: Ab 100.000 Visits werden Blogger reich

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Wenn man der neuesten “State of the Blogosphere“-Erhebung von Technorati glauben darf, kann man mit der Bloggerei auch richtig Geld verdienen. So nehmen die an der Untersuchung teilnehmenden Blogger mit mehr als 100.000 Visits pro Monat im Jahr mehr als 75.000 Dollar ein. OK, richtiger Mammon ist das auch nicht, aber es verdeutlicht, dass sich das Vermarktungspotenzial der Blogosphäre erst zu entfalten beginnt.

Erfreulich ist, dass Europa mit 27% der Blogger weltweit einen ordentlichen Anteil an der Blogosphäre einnimmt. Allerdings war die Befragung nur auf Englisch verfügbar, was den einen oder anderen Franzosen – Europas Blog-Könige – davon abgehalten haben wird zu antworten.

Neben der Vermarktung von Blogs mittels Werbung ist auch bemerkenswert, dass es zwischen den Blogger-Gruppen “Personal” (private Themen), “Corporate” (Unternehmen/Arbeitgeberthemen) und “Professional” (berufliche Themen, jedoch nicht für den Arbeitgeber) deutliche Überschneidungen gibt.

So bloggen 69% aller Corporate Blogger auch über Privates und 65% über berufliche Dinge. Wenn man also Autoren für ein Corporate Blog innerhalb des Unternehmens sucht, sollte man sich an die halten, die ohnehin schon bloggen. Leider bieten die Technorati-Zahlen hier keine Aufschlüsselung, wie die Verteilung in Europa oder gar in Deutschland aussieht. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass die Zahlen bei weitem nicht so hoch liegen würden. Ein Anhaltspunkt dafür ist, dass laut der Untersuchung sich nur 1% der europäischen Teilnehmer als Vollzeit-Blogger bezeichnet.
In Europa ist auch noch reichlich Idealismus im Spiel, denn 60% sagen, sie bloggen “for fun” und nicht, um Geld zu verdienen. Aber vielleicht ändert sich das ja noch, wenn auch die Europäer merken, dass in Blogs auch monetär Musik ist.

Bildquelle: Technorati
(Via David Sifri) weitere Zahlen auch hier.