re:publica 08 aufgeschnappt – 2.4.
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Die Berliner Kalkscheune knirscht unter der Last der wohl über 800 Teilnehmer der re-publica.de/08 und die Luftqualität erreicht zuweilen Untertagequalität. Dennoch, es ist spannend und so manches Bonmot war notierenswert. Eine subjektive Auswahl:
“Vergessen:Erinnern – Erinnern wir uns daran zu vergessen.”
-Vikto Meyer-Schönberger
“Wichtig ist nur, dass hinter einem Unique User tatsächlich eine reale Person steht, nicht, WER das ist.”
- Michael Brehm, StudiVZ
“Wenn man ein Social Network aufmacht, hat man auch eine Verantwortung dafür, was mit den Daten geschieht. Auch gegenüber Usern, die nicht so vorsichtig mit den eigenen Daten sind.
- Tim Pritlove
„Hat StudiVZ eigentlich einen Pressesprecher, der das Wording ausarbeitet. Das muss ein Spaßvogel sein.“
- Kommentator auf der SMS-Wand zu Michael Brehm’s Art auf dem Panel aufzutreten
“Die Firmen sind gefordert, die (mangelnde) Medienkompetenz der User auszugleichen und Schutzvorkehrungen zu treffen.”
- Michael Brehm, StudiVZ
“Die Idee bei OpenSocial ist ja, Accounts samt Kontakten umziehen zu können. Ziel ist der Komfort, einfach nur einen Account zu haben, wie bei E-Mail und von überall her erreichbar/kontaktierbar zu sein. Bei XING muss man Geld zahlen, um kommunizieren zu können, wie schwachsinnig ist das denn?!”
- sinngemäß, Dirk Olbertz, noserub
“Die Nutzer von Social Networks benutzen sie als Ersatz fürs Zappen im TV.”
- Oliver Überholz, mixxt.de
“Wir sehen Targeting als Möglichkeit, die Nutzererfahrung zu verbessern. MySpace macht aber kein Behavioural Targeting.”
- Joel Berger, Fox Interactive/MySpace
“Print-Journalisten haben Angst davor, dass die Meinung von Bloggern fundierter und „besser“ sein könnte als die eigene.”
- sinngemäß, Mercedes Bunz, Tagesspiegel online
“Ich befürchte Journalismus insgesamt wird irgendwann nur noch eine Sache für junge Leute, bis sie auch mal Geld verdienen wollen. Wir beim Handelsblatt haben zum Beispiel gute Leute an PR-Agenturen und Finanzkommunikationsberatungen verloren.”
- Thomas Knüwer, Handelsblatt
“Überall wird stark personalisiert. Menschen interessieren sich für Menschen. Journalisten haben sich selbst aber bisher noch kaum personalisiert. Wer als Journalist überleben will muss sich selbst zur Marke machen. Bei uns gibt es das mit Ausnahme von Radio und TV-Journalisten nicht. Im angelsächsischen Raum ist das schon komplett anders.”
- Thomas Knüwer, Handelsblatt
“Eine Pressemitteilung an einen Blogger zu schicken, ohne vorher fragen, ist nicht OK. Aber wenn das mit persönlicher Anrede kommt und als Kontaktaufnahme erkennbar ist, ist das legitim”
- Thomas Knüwer, Handelsblatt