Wer braucht sowas eigentlich?
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Mit den Eltern zu reden hat immer mal wieder was von Realitätscheck. Besonders, wenn’s um neue Technologien und Angebote geht. Ich habe vorhin mit einer gewissen Begeisterung meinem 61jährigen Vater (durchaus Internet-affin!) im Schnelldurchlauf Sachen wie Bloglines, Plazes, Dopplr, Scobleizers Blog, Qik und andere gezeigt.
Die alles beherrschende Rückfrage war “Wer braucht sowas?”. Meine Gegenfrage “Was kann man damit alles machen?” fand ich die spannendere Frage. Aber mein Senior hat recht. Wir Techies neigen dazu, Neues sehr schnell als gegeben hinzunehmen und aus Enthusiasmus über die Möglichkeiten zu vergessen, dass es ja auch jemanden geben muss, der das nutzt.
Mein Berufsleben verbringe ich damit, zumindest einer Fachöffentlichkeit zu erklären, wofür was gut ist. Aber nehmen wir PRler dabei auch die breitere Öffentlichkeit (Väter und Mütter, Omas und Opas) mit, auf die sich neue Angebote über kurz oder lang auch auswirken werden? Der Gedanke der totalen Vernetzung, des Social Graph im Internet, ist unserer Elterngeneration noch immer recht fremd. Ihr Sozialleben findet IRL statt, sich online zu offenbaren oder auch persönliche Daten preiszugeben ist ihnen erstmal suspekt. Umso wichtiger wird es sein, der älteren Generation schlüssig den individuellen Nutzen von Internet-Anwendungen zu erklären.