Tapio Liller über PR, Marketing, das Internet und wie das alles zusammenpasst. Tapio ist Inhaber der Unternehmensberatung für PR und Online-Kommunikation Oseon.
Tapio Liller
über PR, Marketing, das Internet und wie das alles zusammenpasst.
Tapio ist Gründer und Managing Partner von Oseon, einer Unternehmensberatung für Kommunikation in Frankfurt am Main.
Vergangene Woche verlieh die Branchenzeitschrift “PR Report” ihre jährlichen Branchenpreise. Eine Kategorie, die diesmal keinen Sieger sah, war die des “PR Studenten des Jahres”. “PR Report”-Herausgeber Sebastian Vesper erläutert hier, weshalb die Jury sich entschieden hat, die Kategorie unbesetzt zu lassen. Die Gründe sinngemäß:
nur 3 Bewerbungen/Einreichungen (in der Regel von Professoren)
keine “völlig überzeugenden” Beiträge
Das kann man als Bewerber um den Preis und als Branchenvertreter akzeptieren. Das kommt vor und ist das gute Recht einer Jury.
Ich frage mich aber, ob nicht der Kategoriezuschnitt und -titel “PR Student des Jahres” am Sinn und Zweck eines Branchepreises vorbeigeht. Wie Vesper selbst schreibt, geht es nicht um eine Auszeichnung auf der Basis rein wissenschaftlicher Leistungen, sondern um ein wie auch immer zu definierendes Profil eines talentierten Menschen mit frischer PR-Ausbildung, das auch seine Persönlichkeit einbezieht. Weiterlesen »
Hinter den Kulissen hat es in den vergangenen Wochen mächtig gerattert und die Redaktion des PR Report meldete es schon letzte Woche in zwei Zeilen: Seit 1. März ist Manuela Moore als Managing Partner bei Oseon mit an Bord.
Wir kennen uns aus unserer gemeinsamen Zeit bei Hotwire, wo Manuela in den vergangenen drei Jahren die Geschicke der Agentur im deutschsprachigen Raum als Managing Director steuerte. Mit ihrem Einstieg bei Oseon ist die Umfirmierung in Oseon GmbH & Co. KG verbunden, die sich derzeit noch in Gründung befindet.
Mit Manuela konnte ich eine sehr erfahrene und kreative PR-Fachfrau als Geschäftsleitungspartnerin gewinnen. Uns verbindet das Ziel, mit Oseon eine agile und schlagkräftige Kommunikationsagentur neuen Zuschnitts zu bauen, die auf meinem Wirken der ersten dreieinhalb Jahre aufbaut und die Grundlage für dynamisches Wachstum sein wird. Im Tagesgeschäft teilen wir den gleichen Anspruch an Qualität und partnerschaftlichen Umgang mit unseren Kunden und die Leidenschaft für gute Ideen.
Ich freue mich sehr auf die Zukunft von Oseon, die mit Manuela im Team bereits in großen Schritten näherkommt. Bald gibt es dazu noch mehr zu erzählen. Unter dem Hashtag #Oseon12 gibt’s bei Twitter immer wieder Updates (und ein wenig Rätselei).
Stellenangebot
In der Zwischenzeit suchen wir eine/n Junior-Berater/in PR und Digitale Kommunikation, der Lust hat, mit uns #Oseon12 und darüber hinaus zu gestalten. Das kurze Stellenprofil findet ihr hier bei Facebook oder Google+.
Research In Motion, kurz RIM, der Hersteller des “BlackBerry” ist in Schwierigkeiten. Seit Längerem schon. Einst der Wegbereiter für mobile E-Mail und sehr erfolgreicher Hersteller des Manager-Statussymbols der Nullerjahre schlechthin, heute ein großes Technologieunternehmen, das, wie der einstige Platzhirsch Nokia auch, den Trends hinterherhechelt, die Apple und Google mit Android setzen.
Heute nun hat sich RIM entschlossen, nein, haben sich die Co-CEOs Jim Balsillie und Mike Lazaridis entschlossen, ihre großen Egos (Link zum BBC-Interview, das Lazaridis abbrach) doch endlich beiseite zu stellen und für einen neuen CEO Platz zu machen (Link zur Pressemitteilung). Man könnte meinen, das wäre eine Chance für RIM, endlich reinen Tisch zu machen, die eigenen Fehler der letzten Jahre (strategische Fehleinschätzungen, Probleme in Entwicklung und Produktion) einzugestehen und sich an die strategische Neuausrichtung der Firma zu machen.
Statt dessen beruft das Unternehmen einen Mann aus der bisherigen Führungsriege zum CEO (was erstmal nicht schlecht sein muss) und lässt ihn in einem Video Dinge sagen, die nur mit vollständigem Realitätsverlust, mit hemmungslosem Selbstbetrug zu erklären sind. Aber hört selbst (die ersten 4 Minuten reichen vollkommen).
Wer so offensichtlich die Realität verleugnet, hat das Vertrauen von Mitarbeitern, Kunden und Investoren verloren, bevor er überhaupt mit der Arbeit angefangen hat. Das hier ist keine Kampfansage – selbst wenn es im Text so vorkommt – es ist das lauteste Pfeifen im Walde, das ich je aus dem Mund eines Konzern CEOs (respektive der PR-Abteilung, die ihm das in den Mund gelegt hat) gehört habe.
Nur zum Vergleich: Nokia-Neu-CEO Stephen Elop kam von Microsoft zum einstigen Handyriesen und sagte sinngemäß: “Wir sind binnen kurzem tot, wenn wir nicht ins kalte Wasser springen und endlich schwimmen lernen.” RIM-Neu-CEO Thorsten Heins sagt sinngemäß: “Wir sind so innovativ, wir glauben es selbst nicht.”
Hätte ich RIM-Aktien, ich würde sie schleunigst verkaufen.
Als wir im Oktober mit dem Gründungstext von “The Third Club” an den Start gingen, passierte genau das, was wir damit bezwecken wollten: Es wurde gerätselt und darüber gesprochen. Über den Namen, über die Aussagen des Gründungstextes, über die Personalkonstellationen, was da jetzt wohl komme und vor allem wie man denn mitmachen könne.
Heute ist die “ordentliche” Website von The Third Club live gegangen und ich denke, dass dort über die nächsten Wochen und Monate klarer wird, was es mit dem rätselhaften Club so auf sich hat, und worum es uns geht. Weiterlesen »